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Harry und Chelsy: Treffsicher abgeschossen

Auf ihre Art und Weise waren Prinz Harry und Chelsy Davy ein Traumpaar: Beide genossen das Leben in vollen Zügen. Doch nun hat die Blonde ihren Prinzen verlassen. Und das britische Königshaus fürchtet nun einen Harry außer Rand und Band.

Von Julia Grosse, London

Prinz Harry schießt immer die besten Vögel ab. Diese Theorie zischen sich die Londoner seit heute morgen in der U-Bahn kopfschüttelnd zu und betrachten dabei das Foto in der "Sun". Das britische Boulevard-Blatt hat seine Titelseite der Trennung des Party-Prinzen und seiner Freundin gewidmet. Der Vergleich mit dem Vogel ist zwar in seiner Derbheit gewohnt britisch, doch so falsch ist er nicht: Erst kürzlich stand Harry im Verdacht, gemeinsam beim Jagen auf dem königlichen Landgut Sandringham eine äußerst seltene Habichtart abgeschossen haben. Nun also verliert er seine dreijährige Beziehung, weil er lieber das Rugby Finale in Paris sah, statt zu Chelsys Party zu kommen. Davy zog die Konsequenzen und gab dem Sportsfreund vorerst den Laufpass.

Nun hatte die aus Südafrika nicht die Klasse einer Kate Middleton, der anderen royalen On-and-Off-Frau an der Seite von Bruder Prinz William. Doch vielleicht mochten sie die Briten gerade für ihre ganz und gar unprätentiöse Art, für ihren etwas zu forsch-frechen Gesichtausdruck, für den Bauerngang und den Spaß am exzessiven Feiern. Gerade, weil Davy den Regeln der Royals nicht entsprach, war sie für "Dirty Harry" die perfekte Partnerin. Doch seit der Trennung wird bereits spekuliert, ob Chelsy schon die Koffer gepackt hat, um das schmucklose Leeds, in dem sie studiert, mit ihrem Heimatland Südafrika zu tauschen. Sie war nicht zuletzt wegen ihres Freundes Harry nach England gezogen und hatte dort im September ihr Jurastudium begonnen, doch ihr Heimweh nach Kapstadt, der Familie und den Freunden soll sie stets gequält haben.

Die Queen ist mal wieder 'not amused'

Der Prinz, der trotz fester Beziehung auf eine lange Liste exzessiver Kuriositäten zurückblicken kann, war mehrere Jahre nicht mehr Single und wird seinen Frust, aber auch die neue Freiheit erwartungsgemäß ausnutzen. Die Chefs seiner Stammkneipen und -clubs jedenfalls sind gewappnet für den Fall, dass der adlige Gast wieder innerhalb weniger Minuten mehrere tausend Pfund für Champagner und Wodka verpulvert. In der Nacht auf Freitag sahen ihn die Paparazzi bereits in intensive Gespräche mit einer unbekannten Schönen vertieft. Die britischen Zeitungen deuteten sie gleich als eine mögliche Trösterin. Zumindest, so die "Daily Mail", habe sie auffällige Ähnlichkeit mit einer Freundin der beiden Brüder, der dunkelhaarigen TV-Moderatorin Natalie Pinkham.

Einen Strich durch des Prinzen neues Singleleben könnte nun eigentlich nur noch die - in diesen Tagen sehr zurückhaltende - königliche Familie machen. Denn nach dem medial zelebrierten Trennen und Wiederfinden zwischen Bruder William und , sorgt sich der Hof wieder einmal um seinen Ruf. Dabei ist der, zumindest was die Beständigkeit der königlichen Beziehungen angeht, bereits seit den Scheidungen von Prinz Charles und Andrew Herzog von York nicht wirklich der beste.

Doch Harry hat immer noch die Chance zu kämpfen, sich bei Chelsy für seinen Rüpelstil zu entschuldigen. Ob er den Mut aufbringen wird, ist eine andere Frage. Denn für die angebliche Tötung der seltenen Habichtart hat sich der junge Prinz bis heute nicht entschuldigt, und wenn man der Theorie von den wertvollen Vögeln glauben darf, wird er es bei Chelsy Davy auch nicht tun.