HOME

Missbrauchsvorwürfe: Pädophiler Nazi-Vater: Die schreckliche Kindheit von Kevin Spacey

Dem "House of Cards"-Star Kevin Spacey wird ein sexueller Übergriff gegen einen minderjährigen Kollegen vorgeworfen. Nun äußerte sich sein Bruder zu der "verstörenden" Tat - und gibt Einblicke in ihre düstere Kindheit.

Kevin Spacey bei einer Veranstaltung

Schauspiel-Star Kevin Spacey werden aktuell schwere Missbrauchs-Vorwürfe zur Last gelegt

Picture Alliance

Die Vorwürfe wiegen schwer: Schauspiel-Star Kevin Spacey soll versucht haben, seinen damals gerade einmal 14-jährigen Kollegen Anthony Rapp zu verführen. Nun hat sich Spaceys Bruder Randall Fowler erstmals geäußert. Er nennt die Vorwürfe "verstörend" - und gibt Einblicke in eine zutief gestörte Familie.

Der Vater sei ein Nazi gewesen, erzählt Fowler, 62, gegenüber der "Daily Mail". Er habe Hitler verehrt, denselben Bart getragen und sei sogar Mitglied der amerikanischen Nazi-Partei gewesen. Am Esstisch habe der Vater ihn, Spacey und ihre große Schwester mit Judenhass und Verschwörungstheorien tracktiert.

Jahrelange Vergewaltigungen

Viel schlimmer muss aber gewesen sein, was Fowler nachts erdulden musste. Schon als Kind habe ihn der Vater mit der Reitpeitsche verprügelt. Als er zwölf war, kam sexueller Missbrauch hinzu. Später soll sein Vater ihn gar regelmäßig vergewaltigt haben. Jahrelang. Seine Mutter habe davon gewusst - und nichts unternommen.

Spacey soll der Vater aber nicht sexuell missbraucht haben. Er habe dem Vater immer wieder gedroht, seinen vier Jahre jüngeren Bruder in Ruhe zu lassen, betonte Fowler gegenüber der Zeitung. Das Bedürfnis, Spacey zu schützen, habe ihn vom Selbstmord abgehalten.

"Kevin ist in einer Blase"

Trotzdem sei Spacey nicht unbeschadet geblieben. "Keiner von uns hatte eine Chance auf ein normales Leben, nicht mit solch kaputten Eltern", so Fowler, der heute als Rod-Stewart-Imitator und Limousinenfahrer arbeitet. "Es gab soviel Dunkelheit in unserem Zuhause."

Die beiden hätten heute keine große Beziehung mehr zueinander, so Fowler. Spacey habe sich ohnehin emotional völlig abgeschirmt. "Kevin hat sich in eine emotionale Blase eingehüllt. Er wurde sehr gerissen und smart. Er wollte die Schläge so vermeiden, dass er alles unterdrückte, bis er innerlich leer war. Er hat keine Gefühle."

Angst vor dem Raubtier-Gen

Außer zu seiner Mutter habe Spacey nie eine richtige Beziehung gehabt, ist sich Fowler sicher. Er selbst hat dagegen drei gescheiterte Ehen hinter sich. Kinder hat er aber keine. Aus gutem Grund: Fowler fürchtet, das "Raubtier-Gen" seines Vaters weitergeben zu können. Und das will er um jeden Preis vermeiden.

Ob Spacey wusste, was sein großer Bruder unter dem gemeinsamen Vater durchmachte, ist nicht bekannt. Sollte es der Fall sein, wären seine Übergriffe gegen den minderjährigen Anthony Rapp aber noch verstörender, als sie es ohnehin schon sind.

mma