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Letzte Ruhestätte: Whitney Houston soll in New Jersey beerdigt werden

Whitney Houston hat ihre letzte Reise angetreten. Im Privatjet von Familienfreund Tyler Perry ging es von Los Angeles nach New Jersey. In ihrer alten Heimat soll sie beerdigt werden.

Von Frank Siering, Los Angeles

Plötzlich ging alles ganz schnell: Kurz nachdem die Gerichtsmedizin gestern den Leichnam von Whitney Houston freigab, begannen auch schon die Bestattungsvorbereitungen für den 48-jährigen Superstar.

Nicht in Los Angeles, sondern ihrer alten Heimat New Jersey soll Houston ihre letzte Ruhestätte finden. Familienfreund Tyler Perry hatte der Familie für den Flug von Kalifornien an die Ostküste seinen Privatjet zur Verfügung gestellt. In Newark/New Jersey war Houston aufgewachsen. Hier hatte ihre großartige Karriere in einem Kirchenchor begonnen.

Das Bestattungsunternehmen "Whigham Funeral Home" hatte schon 2003 die Beerdigung von Houstons Vater John Houston organisiert. Nun soll es auch die Beerdigung von Whitney koordinieren. Am Freitag soll im Newark Prudential Center, einer Sportarena mit 18.000 Sitzplätzen, eine Gedenkfeier für die Sängerin stattfinden.

Die Polizei hält sich bedeckt

Als der Leichnam von Houston in den Privatjet verfrachtet wurde, veranstaltete das Beverly Hills Police Department noch einmal eine kuriose Pressekonferenz. Darin wurde bekanntgegeben, was ohnehin schon jeder wusste. Der Todesfall von Houston werde nicht als Mord, sondern als normaler Todesfall untersucht, so Sprecher Mark Rosen. Viel mehr verriet er nicht.

Keine Angaben dazu, ob Houston denn nun tatsächlich ertrunken, an einer Überdosis Tabletten oder gar an einer Herzattacke gestorben sei. Nur soviel: "Ja, Frau Houston wurde in der Badewanne gefunden", so Rosen.

Mit den Ergebnissen des toxikologischen Berichts rechnet die Polizei in Beverly Hills erst in vier bis sechs Wochen. Dieser Bericht dürfte dann auch die genaue Todesursache Houstons beschreiben.

Erste Fotos aus dem Hotelzimmer

Am Montag tauchten erste Bilder aus dem Hotelzimmer von Houston auf. Die Aufnahmen zeigten, dass die Sängerin wohl zum Abendessen (Hamburger, Pommes, Truthahn-Sandwich) Alkohol getrunken haben muss. Sie hatte den Room Service in Anspruch genommen. Auf einem der Fotos ist mindestens eine Dose Heineken-Bier und ein leeres Glas Champagner zu sehen.

Dass die 48-Jährige Bier mit Tabletten gemischt hat, scheint wahrscheinlich, wurde aber auch gestern noch nicht bestätigt. Den Gerichtsmedizinern, die Auskunft geben könnten, wurde offiziell ein Maulkorb verpasst. "Kein Kommentar", heißt es da.

Bobby Brown kümmert sich um gemeinsame Tochter

Die Kondolenz-Wünsche hochkarätiger Fans wollen derweil nicht abreißen. Nicht nur gedachte US-Präsident Barack Obama gestern Whitney Houston, auch Sir Paul McCartney zollte seinen Respekt. Er ließ sich zum Beverly Hills Hotel fahren und legte eigenhändig einen Blumenstrauß vor dessen Türen ab. "Whitney wird für immer unvergessen bleiben. Eine der schönsten Stimmen unserer Zeit", so McCartney.

Whitney Houstons Tochter Bobbi Kristina geht es derweil wieder besser. Sie musste nach einem Nervenzusammenbruch gleich zweimal ins Krankenhaus eingeliefert werden. Ihr Vater, Bobby Brown, kümmert sich um seine Tochter und plant als nächstes, mit ihr nach New Jersey zu fliegen, um die Mutter an dem Ort, an dem alles anfing, zu Grabe zu tragen.

Frank Siering