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Scheidung bei Tom Cruise: Scientology jagt Katie Holmes Angst ein

US-Medien stilisieren das Ende von "TomKat" zum Sekten-Thriller. Eine Website behauptet, Holmes habe jetzt Angst vor den Scientology-Jägern.

Von Frank Siering, Los Angeles

Katie Holmes hat Angst vor den Scientology-Jägern. Mit dieser Nachricht versetzte das Klatschportal "TMZ.com" nicht nur die Anhänger von Holmes, sondern auch die Fans von Tom Cruise in Angst und Schrecken. Aus gut unterrichteten Kreisen will das Portal, das in der Vergangenheit mit seinen Meldungen schon häufig richtig gelegen hat, erfahren haben, dass die Scientologen #link;www.stern.de/lifestyle/leute/katie-holmes-90343805t.html;die 33-Jährige# jetzt, da sie die Scheidung von Mega-Star Cruise eingereicht hat, als Gefahr für die umstrittene Sekte sehen. Deshalb verfolge angeblich schon seit geraumer Zeit ein "Team" der in den USA anerkannten und in Deutschland unter Beobachtung vom Verfassungsschutz stehenden Kirche Holmes und Tochter Suri auf Schritt und Tritt. Besonders in New York City werde Holmes derzeit ständig verfolgt.

Die Ex von Cruise selbst vermutet demnach, dass die Sekte sie jetzt als "mögliche Bedrohung" eingestuft haben. Wohl auch, weil Holmes selbstverständlich durch Cruise in den letzten Jahren viele Details aus dem Innenleben der Sekte mitbekommen hatte. Tom Cruise, der am Dienstag auf Island seinen 50. Geburtstag feiert, hat in der Sekte den Status eines "Operating Thetan Level 6" erreicht, ein Rang, der ihn zu einem der höchstdotierten Scientologen überhaupt macht.

Holmes scheint, zumindest nach den Recherchen von "TMZ", nicht unter Verfolgungswahn zu leiden. Insbesondere ein weißer Cadillac Escalade und eine schwarzer Mercedes würden demnach dieser Tage ständig vor der Wohnung von Holmes parken und ihr hinterherfahren, sobald sie ihr Apartment in New York verlasse. In den Autos seien immer zwei Männer zu sehen, die sich Notizen machten und sie auch fotografieren würden. Anwesende Paparazzi behaupten, es handelt sich bei den Männern nicht um Journalisten.

Mögliche Vorteile im Sorgerechtsstreit

Sollte das Anwaltsteam von Holmes tatsächlich nachweisen können, dass ihre Mandantin von der Sekte verfolgt wird, könnte das im bevorstehenden Sorgerechtsstreit um Tochter Suri von Vorteil sein für Holmes. Eine Anfrage von stern.de bei Scientology in Los Angeles, ob die Vermutungen stimmen, blieb bislang unbeantwortet.

Holmes hatte die Scheidungspapiere in New York und nicht in Kalifornien eingereicht, weil die New Yorker Gerichte in der Regel dem Begehren der Mutter, das alleinige Sorgerecht in Anspruch nehmen zu wollen, nachkommen. In Kalifornien, der primären Residenz von "TomKat", ist es meist so, dass die Eltern bei einer Scheidung gemeinsames Sorgerecht bekommen. Den Scheidungspapieren zufolge verlangt Holmes aber nicht nur das alleinige Sorgerecht für die gemeinsame sechsjährige Tochter. Ausdrücklich betont Holmes über ihren Anwalt Jonathan Wolfe, dass Suri auch primär bei ihr wohnen solle. Übersetzt: Der Vater darf seine Tochter wohl besuchen, aber Übernachtungen in der Cruise-Residenz bitte nur in Notfällen. Ein potentieller Streitpunkt für diese Scheidung. Holmes verlangt demnach außerdem eine recht stattliche Summe zur ihrer und Suris finanziellen Unterstützung. Und sie möchte eine Aufteilung der gemeinsamen Immobilien.

Cruise und Holmes sollen vor ihrer Trauung angeblich einen Ehevertrag unterzeichnet haben. Dieser dürfte im Detail ohnehin festlegen, was Holmes, die in den fünf gemeinsamen Ehejahren relativ wenig gearbeitet hatte, zusteht. In den eingereichten Scheidungspapieren wir der Ehevertrag allerdings nicht erwähnt. Fest steht, die einstige "Dawson's Creek"-Schauspielerin, hat erst einmal die Umzugswagen bestellt. Obwohl die Wohnung in New York rechtlich ihr gehört, hat sich die 33-Jährige entschlossen, eine neue eigene Bleibe im Big Apple zu finden. Das neue Apartment soll näher an dem Gymnastik-Studio sein, in dem Suri regelmäßig zum Unterricht geht.

Cruise scheint die Scheidung im Moment nur nebensächlich zu beschäftigen. Ein weiteres Zeichen dafür, dass es schon länger schlecht um die Beziehung stand. Der "Mission Impossible"-Star geht derzeit weiter den Dreharbeiten zu seinem neuen Thriller "Oblivion" in Island nach. Ein Foto vom Sonntag zeigt ihn, wie er in einen Helikopter stieg, um eine Action-Szene zu drehen.