HOME
Kommentar

Katalonien-Konflikt: Felipes fataler Fehler

König Felipe von Spanien schaltet sich in den Konflikt um Katalonien ein: In einer Fernsehansprache erhebt er schwere Vorwürfe gegen die Regionalregierung in Barcelona - und vertut damit eine historische Chance. 

Er blickt mit ernster Miene in die Kamera. Immer wieder nimmt er seine Hände zu Hilfe, um das Gesagte zu unterstreichen und zieht nachdenklich die Augenbrauen nach oben, wie es ein belehrender Vater tut. König Felipe VI. von Spanien sitzt am Dienstagabend an seinem Schreibtisch im Palast von Madrid und wendet sich in einer Fernsehansprache an sein Volk. Es geht um Katalonien. Und nichts weniger als die Einheit Spaniens. Doch statt eines milden und besonnenen Königs bekommen seine Untertanen einen unversöhnlichen, gar wütenden Felipe zu hören.

Die Schuldigen sind für ihn ausgemacht. Sie sitzen ausnahmslos in Katalonien. Mit ihrem "unverantwortlichen Verhalten" bringe die Regionalregierung in Barcelona die wirtschaftliche und soziale Stabilität Kataloniens und ganz Spaniens in Gefahr, sagt der König. Kein Wort des Verständnisses für die Menschen im Nordosten seines Landes, die nach Unabhängigkeit streben, kein Wort des Bedauerns über die Polizeigewalt, die von der Staatsmacht gegen friedlich demonstrierende Menschen ausgeübt wurde. Felipe ist an diesem Abend kein König aller Spanier.

Spanien braucht eine Verschnaufpause

Statt moderierend und beschwichtigend auf alle Beteiligten einzuwirken, wie es für einen König angemessen wäre, wirkt Felipe parteiisch. Er verpasst damit die historische Chance, seinem Land in der Krise eine bitter nötige Verschnaufpause zu verschaffen. Dieser Konflikt braucht einen Vermittler. Doch nach seiner Rede wird Felipe VI. diese Rolle nicht mehr einnehmen können. Seine Glaubwürdigkeit als König, der allen Spaniern dienen will, ist in Gefahr.

Dabei hat der junge König seit seiner Thronbesteigung 2014 viel richtig gemacht. Der 49-jährige Bourbonenspross übernahm die Amtsgeschäfte von seinem angeschlagenen und gebeutelten Vater Juan Carlos, der mit außerehelichen Affären und Fotos bei der Großwildjagd in die Negativschlagzeilen geraten war. Felipe steht mit seiner Frau, Königin Letizia von Spanien, für ein modernes und weltoffenes Königshaus. Dass er in Zeiten der Wirtschaftskrise selbst zu sparen begann und die Bezüge des Hofes kürzte, rechneten ihm die Spanier hoch an. Doch ausgerechnet in der jetzigen Krise versagt der König.

Felipe hätte von Angela Merkel lernen sollen

Dabei hätte er von zwei mächtigen Frauen in Europa lernen können: Erstens Queen Elizabeth II., die beim Unabhängigkeitsreferendum Schottlands stets neutral geblieben war und den Schotten nie das Gefühl gab, nicht auch bei einem "Ja" ihre Königin zu sein. Und von Angela Merkel. Ein "Wir schaffen das" hätte an diesem Dienstagabend vielleicht wahre Wunder bewirkt, denn Spanien fehlt die Zuversicht auf eine bessere gemeinsame Zukunft.

Es wäre die Aufgabe des Königs, das Land zu einen - nicht mit Schuldzuweisungen zu spalten. Seine Rede könnte sich als schwerer Fehler herausstellen. Denn welche Rolle soll einem Monarchen zukommen, dem die eine Hälfte des Landes nicht vertraut? Einen solchen König braucht niemand.


Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.