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Umfrage: Camilla nicht zur Trauerfeier, Charles nicht auf den Thron

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Mehr als die Hälfte der Briten äußerte sich in einer Umfrage gegen eine Teilnahme von Camilla Parker Bowles am Trauergottesdienst zum 10. Todestag von Diana. Und auch Prinz Charles muss sich ob der Umfrageergebnisse sorgen.

Zehn Jahre nach dem Tod von Prinzessin Diana wird deren einstige Nebenbuhlerin Camilla Parker Bowles von ihrer Vergangenheit eingeholt: Die Mehrheit der Briten will nach einer Umfrage nicht, dass die heutige Ehefrau von Prinz Charles, der sich 1996 von Diana scheiden ließ, am offiziellen Gedenkgottesdienst für die Prinzessin teilnimmt.

54 Prozent der Briten seien dagegen, dass Camilla (60) an der Seite von Prinz Charles (59) und Dianas einstiger Schwiegermutter, Königin Elizabeth II. (81), bei der Trauerveranstaltung zu sehen ist, berichtete die Zeitung "Daily Mail" am Montag. Sie hatte die Umfrage bei dem angesehenen Meinungsforschungsinstitut ICM in Auftrag gegeben. Am deutlichsten sei die Ablehnung der Teilnahme Camillas unter den Frauen, von denen sich 61 Prozent dagegen ausgesprochen hätten.

Nach den Plänen des Königshauses soll Camilla bei dem Gottesdienst am 31. August - dem 10. Jahrestag des Todes Dianas bei einem Autounfall in Paris - vor rund 700 geladenen Gästen in der ersten Reihe sitzen. Neben den Söhnen Dianas, den Prinzen William und Harry, werden auch ihr Bruder und weitere ihrer Verwandten erwartet.

Camilla, die Herzogin von Cornwall, sehe dem Gottesdienst mit Angst entgegen, schrieb die Zeitung. Charles hatte den Ehebruch mit Camilla 1994 in einem TV-Interview zugegeben. Auch Diana hatte sich öffentlich zu Seitensprüngen bekannt.

Beunruhigend für Thronfolger Charles könnte auch ein weiteres Ergebnis der ICM-Umfrage sein: Nur 40 Prozent waren der Meinung, dass er eines Tages tatsächlich den Thron besteigen soll. 53 Prozent hingegen sprachen sich dafür aus, dass Charles übergangen und die Krone direkt an dessen ältesten Sohn mit Diana, Prinz William (24), übergehen sollte. Unter den 18- bis 24-Jährigen sprachen sich dafür sogar 71 Prozent aus. An der Umfrage waren laut ICM 1001 repräsentativ ausgewählte Erwachsene beteiligt.

DPA / DPA