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Von Frank Sinatra bis Beyoncé Zu wem niemand wollte und zu wem alle: US-Amtseinführungen und ihre Promi-Geschichte

Inauguration Promis
US-Inauguration: Frank Sinatra und Jackie Kennedy beim Inauguration Ball 1961, rechts Beyoncé bei Barack Obamas Amtseinführung
© Picture Alliance
Joe Biden wird heute zum 46. US-Präsidenten. Mit dabei sein wird nicht nur seine Familie und viele Politiker, sondern auch einige hochkarätige Stars. Das hat in den USA Geschichte. 

Die USA stehen traditionell für viele Dinge: Freiheit, Demokratie, doch genauso sehr für großes Entertainment. Dass ein Präsident Trump überhaupt gewählt wurde, hängt vermutlich auch mit dem Hang der Amerikaner zu Glitz und Glamour zusammen.

Als ehemaliger Reality-TV-Star spiegelte Trump genau das wider. Und so sind natürlich auch die Amtseinführungen der gewählten US-Präsidenten in einem Land wie den USA keine schnöden politischen Veranstaltungen. Seit jeher schon ziehen sie hochkarätige Promis und Performer an. 

US-Inauguration: Diese Promis sind dabei

In diesem Jahr haben sich Lady Gaga, Jennifer Lopez und auch Justin Timberlake angemeldet. Eine Liste, die sich sehen lassen kann. Der erste Ball zur Amtseinführung fand im Jahr 1809 statt, doch es war zu Zeiten von Franklin D. Roosevelt, dass erstmals Promis ihn besuchten. Stars gehören zur amerikanischen Kultur so sehr dazu wie kaum etwas. Und so spielte der damals erst 19-jährige Schauspieler Micky Rooney bei dem Ball 1941 ein Klavierkonzert, Irving Berlin sang "God Bless America" und Charlie Chaplin - damals einer der größten Superstars - hielt eine Rede. 

Eine Prä-Inauguration-Gala von John F. Kennedy 20 Jahre später wurde von keinem Geringeren als Frank Sinatra produziert. Zu Gast waren Sidney Poitier, Ella Fitzgerald, Nat King Cole and Harry Belafonte. Weil allerdings ein Schneesturm in Washington D.C. den Strom zum Erliegen brachte, wurden Aufnahmen der Gala erst vor einigen Jahren veröffentlicht. 

Obama zog die meisten Promis an

Richard Nixon hatte acht Jahre später James Brown zu Gast, während Ronald Reagan vor allem ältere berühmte Männer zu seinen Fans zählte - Jimmy Stewart, Johnny Carson und Bob Hope. Bill Clinton wurde 1993 dafür kritisiert, dass er unbedingt Fleetwood Mac einladen wollte. Mitglieder seines Teams fanden die Band nicht modern genug. Clinton setzte sich jedoch durch. Dabei waren außerdem Barbra Streisand und Elton John.

George W. Bush konnte sich unter anderem über Auftritte von Destiny's Child und Jessica Simpson freuen. Der mit Abstand anziehendste Star-Magnet war aber zweifelsohne Barack Obama bei seinem Amtsantritt 2009. Jeder, der Rang und Namen hatte, wollte sich mit dem neuen Präsidenten sehen lassen. Die Liste liest sich wie das Who is Who (amerikanischer) Kultur: "The Boss" Bruce Springsteen war dabei, die irische Band U2, Stevie Wonder, Schauspieler Tom Hanks, Aretha Franklin, Sheryl Crow, John Legend, Usher, Mary J. Blige, Queen Latifah, Shakira und "Queen B", Beyoncé Knowles. Knowles sang bei Obamas zweiter Amtseinführung 2013 außerdem die Nationalhymne. 

Donald Trump hingegen wollte so recht niemand sehen. Zumindest kaum jemand der A-Promis. Die Band 3 Doors Down war dabei, außerdem Toby Keith und Jackie Evancho. Kennen Sie nicht? Macht nichts. 

Mit Joe Biden werden sich jetzt auch wieder einige Hochkaräter vor dem Kapitol sehen lassen. Ohne Show, Glitzer und Namen geht es in den USA nun mal nicht.  


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