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Was macht eigentlich ...: ... Riccardo Ehrman?

Mit seiner Frage zur Reisefreiheit provozierte der italienische Journalist auf einer Pressekonferenz in Ost-Berlin die sofortige Öffnung der Grenze am 9. November 1989.

Herr Ehrman, im 20. Jahr der deutschen Einheit - glauben Sie, Sie haben den Lauf der Weltgeschichte verändert?

Ich habe ihn nicht verändert. Der Fall der Mauer hat es ganz sicher.

Ohne Sie wäre die Mauer aber wohl nicht am 9. November gefallen.

Vielleicht, ja. Man kann sagen: Ich habe der Weltgeschichte das Stichwort gegeben. Willy Brandt hat mich später mal umarmt und gesagt: "Kurze Frage, enorme Wirkung."

Wie lief das damals genau ab?

Das Zentralkomitee der SED hatte für 18 Uhr eine Pressekonferenz angesetzt. Ich fand keinen Parkplatz, kam zu spät, alle Stühle waren besetzt. Ich setzte mich also direkt zu Füßen von Schabowski auf das Podium. Ich habe mich eine Stunde lang gemeldet, und er hat mich ignoriert. Die Pressekonferenz war fast zu Ende, dann sagte er: "Jetzt geben wir das Wort an unseren italienischen Freund."

Und Sie waren sauer.

Ein bisschen. Ich habe ihn dann vielleicht etwas zu aggressiv nach der Reisefreiheit gefragt. Dass ihn jemand öffentlich angriff, das war er nicht gewöhnt. Das hat ihn nervös gemacht.

Er antwortete sieben Minuten lang und sagte 31-mal "äh" …

Ja. Und dann nahm er einen Zettel zu Hilfe und las einen Beschluss des Ministerrats vor: "Privatreisen nach dem Ausland können ohne Vorliegen von Voraussetzungen … beantragt werden." Und ich fragte: "Ab wann?" Und er sagte: "Sofort."

War allen in dem Moment klar, was das heißt?

Ich war wohl der Einzige, der es sofort verstanden hat. Die Kollegen haben die Sensation in all dem Kommunistendeutsch gar nicht mitbekommen. Außer mir ist nur ein westdeutscher Diplomat aus dem Saal gelaufen, um den Bundeskanzler zu informieren. Als ich in der Zentrale in Rom anrief, hat mich mein Chefredakteur gefragt, ob ich verrückt geworden sei. Ich musste noch ein paar Mal anrufen, bis wir es dann endlich als Erste gemeldet haben: "La caduta del Muro di Berlino" - "Der Fall der Berliner Mauer".

Der bewegendste Augenblick?

Ich wusste nicht, dass die Pressekonferenz live im Fernsehen übertragen worden war. Innerhalb kürzester Zeit sammelten sich Tausende an den Grenzübergängen. Am Bahnhof Friedrichstraße hat mich jemand erkannt und gerufen: "Das ist der Mann, der eben die Frage gestellt hat." Und sie haben mich auf ihre Schultern gehoben.

Haben Sie Günter Schabowski später noch mal getroffen?

Ja, hier in Madrid. Er war sehr freundlich. Eigentlich sollte ich ihn in einigen Wochen in Italien wiedersehen. Die Deutsche Akademie in Perugia hatte etwas organisiert. Leider mussten wir das verschieben.

Wieso leben Sie heute in Spanien?

Meine Frau ist Spanierin. Ab und zu arbeite ich noch für meine alte Agentur Ansa. Und bei "L'Europeo". Ein Journalist hat den besten Beruf der Welt!

Denken Sie manchmal daran, was gekommen wäre, wenn Sie nicht gefragt hätten?

Nein. Aber eines ist sicher: Die DDR-Führung wollte Zeit gewinnen. Das ging nach meiner Frage nicht mehr. Sicher wären Polizei- und Grenztruppen am nächsten Morgen besser vorbereitet gewesen. Ob dann alles friedlich geblieben wäre?

Man hat Ihnen darum kürzlich das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Ja. Ich habe mich sehr darüber gefreut, und es hat mich sehr stolz gemacht. Diese Pressekonferenz am 9. November war einer der besten Momente meines Lebens. Und ich darf sagen: Ich habe nur meine Arbeit getan.

Interview: Christoph Wirtz / print
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?