Will Smith Musiker verklagt ihn wegen Belästigung

Will Smith ist verklagt worden.
Will Smith ist verklagt worden.
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Brian King Joseph verklagt Will Smith. Der Violinist behauptet, nach einem bedrohlichen Vorfall auf dessen Tour entlassen worden zu sein.

Ein Musiker, der einst an der Seite von Will Smith (57) auf der Bühne stand, zieht den Hollywood-Star nun vor Gericht. Brian King Joseph, Finalist der 13. Staffel von "America's Got Talent", hat am Dienstag Klage beim California Superior Court eingereicht. Der Vorwurf wiegt schwer: Es geht um sexuelle Belästigung, unrechtmäßige Kündigung und Vergeltungsmaßnahmen.

Joseph war für Smiths "Based on a True Story: 2025"-Welttournee engagiert worden, mit der der Schauspieler sein fünftes Studioalbum promotet. Doch was als karrierefördernde Zusammenarbeit begann, entwickelte sich laut der Klageschrift zu einer "traumatischen Reihe von Ereignissen".

Verstörende Hinterlassenschaften im Hotelzimmer

Der Kern der Anschuldigungen dreht sich um einen Vorfall im März 2025 in Las Vegas. Wie aus der Klageschrift hervorgeht, die "Variety" vorliegt, verschaffte sich eine unbekannte Person unbefugt Zugang zu Josephs Hotelzimmer. Was der Musiker dort vorfand, beschreibt die Klage als "sexuelle Gewaltandrohung": Tücher, eine Bierflasche, ein roter Rucksack, HIV-Medikamente mit dem Namen einer anderen Person, ein Ohrring sowie Krankenhaus-Entlassungspapiere. Besonders beunruhigend: Eine handschriftliche Notiz mit den Worten "Ich bin spätestens zurück... nur wir", unterschrieben mit einem Herz und dem Namen "Stone F."

Die Klageschrift geht noch weiter und behauptet, Smith habe Joseph bereits vor dem Vorfall "gezielt für weitere sexuelle Ausbeutung vorbereitet". Als Beleg führt die Klage ein angebliches Zitat des Schauspielers an: "Du und ich haben eine so besondere Verbindung, die ich mit niemand anderem habe." Zudem habe Smiths Management Josephs Tasche verloren - in der sich sein Zimmerschlüssel befand.

Nachdem Joseph den Hoteleinbruch entdeckt hatte, meldete er den Vorfall dem Hotelpersonal, einer Polizei-Hotline und Smiths Management-Team. Ein Teammitglied habe ihn daraufhin "beschämt" und mit Kündigung gedroht, heißt es in der Klage.

Entlassung als Vergeltung?

Tatsächlich wurde Joseph wenige Tage später entlassen. Die Klage bezeichnet dies als Vergeltungsmaßnahme und wertet die schnelle Verpflichtung eines Ersatz-Violinisten als Versuch, Josephs Entfernung von der Tour zu vertuschen. "Die Umstände des Hoteleinbruchs deuten alle auf ein Muster räuberischen Verhaltens hin, nicht auf einen Einzelfall", heißt es in dem Dokument.

Der Musiker gibt an, unter "schwerem emotionalem Stress, wirtschaftlichem Verlust, Rufschädigung und anderen Schäden" zu leiden - darunter PTBS und weitere psychische Erkrankungen. Er fordert Schadensersatz für persönliche und finanzielle Schäden. Laut Klageschrift hatte Joseph erhebliche finanzielle Belastungen auf sich genommen, um sich auf die Tour vorzubereiten.

Eine Reaktion von Smith oder seinen Vertretern steht bisher noch aus.

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