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Outdoor-Mode: Glamour auf dem Gipfel

Der Berg ruft - die Designer folgen: Mit ihrem so genanntem Mountain Lifestyle, Kollektionen für Schlepplift und Skihütte, wollen sich Luxuslabels neue Käuferschichten erschließen.

Wer in diesem Jahr nach Gstaad fährt, sollte wissen, worum es geht. Oder anders gesagt: sich nicht mit Nebensächlichem wie Wintersport aufhalten. Schaulaufen statt Skilaufen ist hier angesagt. Man trifft sich in Edel-Boutiquen statt auf Pisten, im Spa der Grandhotels statt in der Liftschlange. Und wer im exklusiven Eagle Ski Club, in dem auch Ex-Bond Roger Moore verkehrt (mit Privatlift und Privatberg), den ersten Drink des Tages genießt, braucht selbstverständlich auch ein Outfit, das dem Schampusgefühl in nichts nachsteht.

Luxus, Mode und Sport verschmelzen im mondänsten Dorf des Berner Oberlands in dieser Saison mehr denn je, ebenso wie in St. Moritz, Aspen und Madonna di Campiglio - inspiriert von den Laufstegen in Mailand, London und Paris. Bei den Winterschauen ging es diesmal zu wie in einer Après-Ski-Hütte. Junya Watanabe verpackte Männer in Karohosen und Nylon-Dufflecoats, Neil Barrett zog ihnen violette Parka und Kapuzenpullis an. Dirk Bikkembergs ließ Fellanoraks in metallischem Hustenbonbonblau schimmern.

"Mountain Lifestyle"

nennt sich die Sportmode im neuen High-Tech-Gewand. Der Berg ruft - und selbst der Kaiser folgt. Karl Lagerfeld, Meister der Chiffonkleider und Samtanzüge, entwirft Luxusware für Alpengaudi und Hütten mit Germknödeln - und fährt dabei, anders als Ex-Rennläufer Willy Bogner und Emilio Pucci, nicht einmal selbst Ski. Warum also das Interesse an Mode für Schlepplift und Schirmbar? Weshalb setzen Chanel, Céline und Dior plötzlich auf Daunenjacken und Thermohosen, bis dato schnöde Funktionsware?

Ganz einfach: Sportmode verkauft sich. In Spanien, Italien, Frankreich, Großbritannien und Deutschland macht sie mittlerweile ein Fünftel des Textilverkaufs aus: 6,1 von insgesamt 31,9 Milliarden Euro. Vorbei sind die Zeiten, in denen Designer alles, was nach Ballonseide roch, mit spitzen Fingern anfassten. Seit es in der Branche kriselt, müssen neue saisonale Zwischenkollektionen für jegliche Art von Käufern her: erst Kreuzfahrer, jetzt Schneehasen.

Das Prinzip haben andere längst erfolgreich umgesetzt: "Mei, fesch schaust aus!", flüstert Tchibo seinen Kunden in stimmungsvollen Werbekampagnen zu. Da weht einem aus silberfarbenen Thermojacken und Hosen in Skihaserlrosa für unter 30 Euro solch geballtes St.-Moritz-Flair entgegen, dass selbst Passivsportler nicht anders können, als zuzugreifen. Statussymbole zum Schnäppchenpreis. Seit Discounter und Designer in diesen Markt drängen, wird die Luft vor allem für die klassischen Sportfirmen dünner: "Funktionsware allein verkauft sich nicht mehr", sagt Armin Fuchs, Geschäftsführer vom Skiausrüster Salomon Deutschland. "Es kommt heute auf den richtigen Style an: coole Schnitte, technische Materialien und trendige Farben."

Andere Hersteller vertrauen

da lieber gleich auf versiertes Fachpersonal von außen: Adidas lässt in dieser Saison zum vierten Mal Yohji Yamamoto für sich schneidern, Jean-Charles de Castelbajac rief für Rossignol das Motto "Snowllywood" aus: Shivafiguren auf Skianzügen. Seit der Franzose für Rossignol designt, ist der Umsatz um 20 Prozent gestiegen.

Schriller entwirft nur noch das Designerpaar Eleykishimoto für Ellesse: Babydolls, Jacken mit Pinguin-Aufdruck sowie Zorro-Masken sind etwas für ganz Mutige im Lift - diejenigen, denen Bogners Entwürfe für die Turiner Winterspiele 2006 in Apfelgrün-Orange noch zu brav sind.

Wahre Trendsetter wie Andy Tanner können über die Avantgardeversuche der Alteingesessenen nur schmunzeln. Seit fünf Jahren verkauft der Snowboarder der ersten Stunde mit seinem Nischenlabel "Alprausch" ironisches Retro-Design an eine junge Zielgruppe, darunter Prominente wie Matt Damon und Victoria Beckham. Die Mützen heißen "Bömpeli", Schneehosen "Vreni" und Faserpelzjacken "Paola". Tanner spielt mit alpinen Symbolen der Sechziger, bringt Nostalgie und High-Tech zusammen. Sein Jahresumsatz: stolze 3,9 Millionen Euro.

Auch "Zimtstern" aus Zürich mixt Bergtradition mit technischen Material-finessen. Selbst wenn nicht jeder Microfaser-Kinnschutz braucht, Soundtaschen mit Kabelführung oder Unterarmventilation: Es bleibt das gute Gefühl, jederzeit stilsicher aufbrechen zu können - sei es zum Eisklettern ins Eisacktal oder ins Jetset-Gestöber von Gstaad.

Viola Keeve
Mitarbeit: Cathrin Dobelmann

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Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.