CDU/CSU fallen in „Deutschlandtrend“ auf tiefsten Wert seit über vier Jahren

Nicht sehr beliebt: Bundeskabinett in Berlin
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Die Union ist im „Deutschlandtrend“ der ARD auf den niedrigsten Wert seit mehr als vier Jahren gefallen. In der am Donnerstag veröffentlichten Erhebung kamen CDU/CSU auf nur noch 23 Prozent. Das war ein Prozentpunkt weniger als im „Deutschlandtrend“ von Anfang Mai - und der schlechteste Wert seit Januar 2022. Mit der Arbeit der CDU-geführten Bundesregierung waren nur noch zwölf Prozent zufrieden.

Die AfD steht in der neuen Umfrage unverändert mit 27 Prozent auf Platz eins. Die SPD verbesserte sich leicht auf 13 Prozent (plus ein Punkt). Die Grünen kamen auf 14 Prozent (minus eins), die Linke lag weiterhin bei zehn Prozent. Das BSW kam weiterhin auf drei Prozent und die FDP ebenfalls unverändert auf vier Prozent. 

Als Hauptaufgabe für die Bundespolitik betrachteten die Befragten den Umgang mit der Wirtschaft. Dieses Thema löste im neuen „Deutschlandtrend“ die Migration als aktuell größtes Problem in Deutschland ab. 

Aktuell nannten 27 Prozent die Wirtschaft als drängendstes Problem, um das sich die Politik kümmern muss. Es folgten Zuwanderung/Flucht mit 21 Prozent, soziale Ungerechtigkeit/Armut/Bürgergeld mit 18 Prozent, Rente/Alterssicherung mit zwölf Prozent, Bildung/Schule/Ausbildung mit elf Prozent und Umwelt/Klimaschutz mit zehn Prozent.

Nur 13 Prozent bewerteten die Lage der Wirtschaft in Deutschland positiv. Dies waren so wenige wie zuletzt zur Eurokrise Ende der 2000er Jahre. 

Angesichts steigender Kosten werden aktuell Reformen der Sozialsysteme in Deutschland diskutiert - also von gesetzlicher Rentenversicherung, Pflege- und Krankenversicherung. Wenn sie sich entscheiden müssten, würden 44 Prozent der Befragten sich für eher höhere Beiträge aussprechen, 28 Prozent eher für Leistungskürzungen. 28 Prozent äußerten sich nicht oder trauten sich kein Urteil zu.

Aus dem Bundeskabinett wurde weiterhin Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am besten bewertet: Aktuell waren 54 Prozent mit seiner Arbeit zufrieden – zwei Punkte weniger als im Mai. Mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) waren unverändert nur 16 Prozent zufrieden; 82 Prozent waren mit ihm unzufrieden. 

Bei Vize-Kanzler und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) lag der Zufriedenheitswert unverändert bei 21 Prozent. Mit Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) waren weiterhin 18 Prozent zufrieden. Mit der Arbeit des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (CDU) zeigten sich 31 Prozent zufrieden.

Für die Erhebung hatte das Institut Infratest dimap am 1. und 2. Juni 1326 Wahlberechtigte befragt. Die Fehlermarge liegt bei plus/minus zwei bis drei Prozentpunkte.

AFP