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MDR-Umfrage: Trotz Zuwachs für Linke keine rot-rot-grüne Mehrheit in Thüringen

Knapp sechs Wochen vor der Landtagswahl in Thüringen kann die Linkspartei von Ministerpräsident Bodo Ramelow ihren Stimmenanteil ausbauen.

Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke)

Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke)

Knapp sechs Wochen vor der Landtagswahl in Thüringen kann die Linkspartei von Ministerpräsident Bodo Ramelow ihren Stimmenanteil ausbauen. Die rot-rot-grüne Koalition hat aber weiterhin keine Mehrheit, wie eine am Montag veröffentlichte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap für den Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) zeigt.

Die Linke kommt danach auf 28 Prozent und wäre damit stärkste Kraft. Das sind drei Prozentpunkte mehr als bei einer MDR-Umfrage vom Juli. Die SPD erreicht mit nur noch sieben Prozent ihr Allzeittief, die Grünen verlieren ebenfalls und kommen auf acht Prozent. Damit hätten die Regierungsparteien zusammen keine Mehrheit.

Die CDU kann leicht um einen Punkt zulegen und liegt der Umfrage zufolge bei 22 Prozent, aber immer noch hinter der AfD mit 25 Prozent. Die FDP muss mit fünf Prozent um den Einzug in den Landtag bangen. Eine Mehrheit käme nur zustande, wenn Rot-Rot-Grün zusätzlich die Liberalen ins Boot holen würde. In Thüringen wird am 27. Oktober ein neuer Landtag gewählt.

Die Zufriedenheit mit Ministerpräsident Ramelow ist weiterhin sehr hoch: Zwei von drei Befragten (65 Prozent) sind mit ihrem Ministerpräsidenten zufrieden bis sehr zufrieden. AfD-Landeschef Björn Höcke liegt mit einer Zustimmungsquote von 17 Prozent deutlich unter den Werten seiner Partei. Für die Erhebung wurden vom 10. bis 14. September in Thüringen 1001 Bürger befragt.

AFP