Hintergrund ist, dass die Gruppe, deren Geschichte mehr als 150 Jahre zurückreicht, in den vergangenen Monaten einige ihrer Lieferanten nicht mehr hatte bezahlen können. Zudem kämpft Saks Global mit einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld und einem veränderten Konsumverhalten der US-Verbraucher. Diese geben zwar weiter Geld aus, sind aber preisbewusster geworden und strömen nicht mehr in Scharen in das 1924 eröffnete Flaggschiff-Kaufhaus Saks Fifth Avenue in New York.
Hoffnung setzt der Luxushändler nun auf eine Finanzierung in Höhe von rund 1,75 Milliarden Dollar (1,5 Milliarden Euro), die sich Saks Global nach eigenen Angaben vom Mittwoch sicherte und die bei der Sanierung helfen soll. Der Konzern kündigte an, er werde "alle Kundenprogramme erfüllen, künftige Zahlungen an Lieferanten leisten und die Zahlung von Gehältern und Sozialleistungen an die Mitarbeiter aufrechterhalten". Auch die Geschäfte sollen demnach geöffnet bleiben.
Zugleich gab Saks Global einen Wechsel an der Konzernspitze bekannt: Der frühere Neiman-Marcus-Geschäftsführer Geoffroy van Raemdonck rückt demnach in den Chefsessel und folgt auf Richard Baker, der 2024 die rund 2,7 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Neiman Marcus durch Saks orchestriert hatte. Er wolle nun die "Transformation" des Unternehmens fortsetzen, kündigte Van Raemdonck am Mittwoch an - "damit Saks Global auch in Zukunft eine zentrale Rolle im Luxuseinzelhandel spielen kann".