Israel und die USA greifen den Iran an und töten den obersten Führer. Das Regime in Teheran schlägt zurück. Alle Entwicklungen im Liveblog.
Alle aktuellen Informationen im Liveblog:
Wichtige Updates
Stefan Düsterhöft

Eskalation im Iran – die Lage im Überblick:
- Die USA und Israel greifen seit Samstagmorgen den Iran an. Dabei wurde auch Irans Oberster Führer Ali Chamenei getötet.
- Die Bundesregierung will Deutsche aus dem Nahen Osten per Charter ausfliegen.
- In Kuwait sind mehrere US-Militärjets abgestürzt. Nun hat die US-Armee vermeldet, dass kuwaitische Luftabwehr die Jets „versehentlich“ abgeschossen habe.
- Israels Luftwaffe fliegt weitere Angriffe auf das Zentrum Teherans.
- US-Militär sagt, der iranische Luftraum sei unter ihrer Kontrolle. Verteidigungsminister Hegseth ergänzt, man wolle keine Atomwaffen für den Iran.
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Anna Aridzanjan

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan dringt in einem Telefonat mit Bundeskanzler Friedrich Merz auf eine Rückkehr zum Dialog am Verhandlungstisch im Iran-Konflikt. Thema des Gesprächs seien die Angriffe auf den Iran und die daraus resultierenden Spannungen gewesen.
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Anna Aridzanjan

Saudi-Arabien: Armee in höchster Alarmbereitschaft
Nach mehreren iranischen Angriffen auf Saudi-Arabien hat die Golfmonarchie ihre militärische Alarmbereitschaft „auf volle Alarmstufe erhöht“, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Montag aus Armeekreisen des Landes. Kurz zuvor war in der wichtigen saudiarabischen Raffinerie Ras Tanura nach einem iranischen Drohnenangriff ein Feuer ausgebrochen. Teile der Anlage wurden daraufhin vorsichtshalber abgeschaltet.
Ras Tanura ist nicht nur eine der größten Raffinerien des Landes, sondern des gesamten Nahen Ostens. Die Anlage kann täglich bis zu 550.000 Barrel Öl verarbeiten – ein Barrel sind 159 Liter. Betreiber ist die staatliche saudiarabische Ölgesellschaft Aramco. Der Standort ist auch ein wichtiger Ölhafen, einer der größten weltweit.
Aus saudiarabischen Regierungskreisen hieß es gegenüber AFP, dass die Führung des Landes zum jetzigen Zeitpunkt abwarte, ob sich der Vorfall als gezielter Angriff Teherans auf Aramco herausstelle oder es sich um eine fehlgeleitete Drohne gehandelt habe. Sollte der Iran die saudiarabische Öl-Infrastruktur gezielt attackieren, würde die Golfmonarchie „iranische Ölanlagen angreifen“.
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Anna Aridzanjan

Iran versucht, seine Lücken zu schließen: Ein General der iranischen Revolutionsgarden, Madschid Ebnelresa, ist zum Interims-Verteidigungsminister ernannt worden, nachdem der bisherige Minister bei US-israelischen Angriffen getötet worden war. Ebnelresa übernehme das Amt auf Anordnung des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian, erklärte ein Sprecher des Präsidenten am Montag im Onlinedienst X.
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Anna Aridzanjan

Das israelische Militär hat eigenen Angaben zufolge in der Nacht zu Montag Hussein Makled, den Chef des Geheimdiensthauptquartiers der pro-iranischen Hisbollah Miliz im Libanon, getötet. Wie ein Militärsprecher mitteilte, war Makled für nachrichtendienstliche Arbeit verantwortlich, um Hisbollah-Kämpfer mit Informationen über Israel und das israelische Militär zu versorgen. Das Geheimdiensthauptquartier sei das zentrale Nachrichtendienstorgan der Hisbollah, hieß es.
Liebe Leserinnen und Lesern, Sie haben den Überblick verloren, wer jetzt eigentlich wo angreift? Hier finden Sie Antworten:
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Anna Aridzanjan

Iranische Medien melden Tod der Ehefrau von Chamenei
Iranische Medien haben am Montag den Tod der Ehefrau des getöteten geistlichen Oberhaupts des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, gemeldet. Zwei Tage nach dem US-israelischen Angriff auf Chameneis Residenz in Teheran sei seine Frau, Mansureh Chodschasteh Baghersadeh, am Montag ihren Verletzungen erlegen, berichteten mehrere iranische Medien. Die 79-Jährige hatte nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim seit dem Angriff im Koma gelegen.
Der 86-jährige Chamenei war bei dem Angriff auf seine Residenz in der iranischen Hauptstadt am Samstag getötet worden. Iranische Medien bestätigten den Tod Chameneis am Sonntag ebenso wie den seiner Tochter, seines Schwiegersohns und seiner Enkelin.
Welche Führer des iranischen Regimes bei den jüngsten Angriffen getötet wurden, können Sie hier nachlesen:
Welche Führer des iranischen Regimes bei den jüngsten Angriffen getötet wurden, können Sie hier nachlesen:
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Anna Aridzanjan

Hegseth: Demokratie im Iran kein Kriegsziel der USA
Demokratie im Iran ist nach Angaben von Pentagonchef Pete Hegseth kein Kriegsziel der USA. Es gehe nicht um ein „Experiment zum Demokratie-Aufbau“, sagte Hegseth am Montag bei einer Pressekonferenz im Pentagon. Die USA wollten „keine politisch korrekten Kriege“ mehr wie in der Vergangenheit, betonte der Pentagonchef, der sich seit September „Kriegsminister“ nennt.
Zugleich stimmte Hegseth die US-Bürgerinnen und ‑Bürger auf weitere Tote in den Reihen der US-Streitkräfte ein. „Krieg ist die Hölle. Und das wird er immer sein“, sagte Hegseth, der selbst als Soldat im Irak und in Afghanistan im Einsatz war. Bisher hat die US-Armee den Tod von vier US-Soldaten in dem am Samstag begonnenen US-israelischen Krieg gegen den Iran bekannt gegeben.
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Alexandra Kraft

Aus Sicht von US-Präsident Donald Trump hat Großbritannien die US-Nutzung britischer Stützpunkte für Angriffe auf den Iran zu spät erlaubt. Er sei „sehr enttäuscht“ gewesen, dass der britische Premierminister Keir Starmer der Verwendung von Stützpunkten wie der Militärbasis Diego Garcia für Angriffe auf den Iran eine Absage erteilt habe, sagte Trump der britischen Zeitung „The Telegraph“ zufolge.
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Alexandra Kraft

Seit Beginn des Angriffs am Samstag hat die israelische Luftwaffe nach Angaben eines Militärsprechers mehr als 600 Stellungen im Iran angegriffen. Darunter seien mehr als 20 Ziele iranischer Militärführer, mehr als 150 Boden-Boden-Raketen und über 200 iranische Luftverteidigungssysteme, hieß es in einer Mitteilung. Im Libanon seien bisher mehr als 30 Hisbollah-Ziele angegriffen worden.
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Alexandra Kraft

Nach Verteidigungsminister Hegseth äußert sich jetzt auch US-Generalstabschef Dan Caine. Er sagt, der Militäreinsatz wird sich noch in die Länge ziehen. „Das ist kein Einsatz, der nach einer Nacht abgeschlossen ist“, so Caine. Es werde einige Zeit in Anspruch nehmen, um alle militärischen Ziele zu erreichen.
Präsident Trump hatte gestern in einem Interview gesagt, dass er mit einer Dauer von etwa vier Wochen rechne. Caine warnte bei der Pressekonferenz zudem davor, dass er mit weiteren Verlusten auf US-Seite rechne. Bislang sind vier amerikanische Todesopfer worden.
Die USA haben so Caine den iranischen Luftraum unter ihre Kontrolle gebracht. „Diese Luftherrschaft wird nicht nur den Schutz unserer Kräfte verbessern, sondern es ihnen auch ermöglichen, die Operationen über dem Iran fortzusetzen“,
Präsident Trump hatte gestern in einem Interview gesagt, dass er mit einer Dauer von etwa vier Wochen rechne. Caine warnte bei der Pressekonferenz zudem davor, dass er mit weiteren Verlusten auf US-Seite rechne. Bislang sind vier amerikanische Todesopfer worden.
Die USA haben so Caine den iranischen Luftraum unter ihre Kontrolle gebracht. „Diese Luftherrschaft wird nicht nur den Schutz unserer Kräfte verbessern, sondern es ihnen auch ermöglichen, die Operationen über dem Iran fortzusetzen“,
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Sarah Schierack
Lesen Sie zur Lage im Nahen Osten auch diese Texte des stern:
- Diesen Krieg wird Merz noch zu spüren bekommen
- Donald Trump hat kein Gewissen. Nie war das gefährlicher als jetzt. Ein Kommentar
- Wie ein Deutscher die Lage in Dubai erlebt: „Plötzlich war der Krieg gefühlt nach Dubai geschwappt“
- Welche Führer des Regimes bereits getötet wurden
- Burger, Angriff, Stille: Trumps erste 72 Kriegsstunden
- Prinz ohne Reich: Kann Reza Pahlavi den Iran in die Zukunft führen?
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Alexandra Kraft

Bundesregierung: Deutsche sollen ausgeflogen werden
Die Bundesregierung bereitet die Entsendung von Flugzeugen in den Nahen Osten vor, um dort gestrandete Deutsche nach Hause zu holen. Die Regierung sprach in erster Linie von einer Rückholung von Kindern, Kranken und Schwangeren unter den im Nahen Osten gestrandeten Deutschen.
Die Maschinen sollen nach Maskat im Oman und in die saudische Hauptstadt Riad geschickt werden, sagt Außenminister Johann Wadephul in Berlin. Dort seien die Lufträume noch geöffnet, Sicherheit gehe bei der Entsendung allerdings vor. Er habe mit Lufthansa-Chef Carsten Spohr gesprochen, und die Airline habe grundsätzlich Kapazitäten. Wadephul sagt zu den Spezialflügen: „Wir fangen mit einer Maschine pro Destination an.“
Neben der Lufthansa sei man auch mit TUI und dem Deutschen Reiseverband in Kontakt. Die Bundesregierung könne auch Privatmaschinen auf Steuerzahlerkosten chartern und als letztes Mittel auf Flugzeuge der Bundeswehr zurückgreifen. Offen sei aber auch noch, wie die Menschen an die jeweiligen Orte kommen könnten, von denen sie ausgeflogen werden könnten.
Die Maschinen sollen nach Maskat im Oman und in die saudische Hauptstadt Riad geschickt werden, sagt Außenminister Johann Wadephul in Berlin. Dort seien die Lufträume noch geöffnet, Sicherheit gehe bei der Entsendung allerdings vor. Er habe mit Lufthansa-Chef Carsten Spohr gesprochen, und die Airline habe grundsätzlich Kapazitäten. Wadephul sagt zu den Spezialflügen: „Wir fangen mit einer Maschine pro Destination an.“
Neben der Lufthansa sei man auch mit TUI und dem Deutschen Reiseverband in Kontakt. Die Bundesregierung könne auch Privatmaschinen auf Steuerzahlerkosten chartern und als letztes Mittel auf Flugzeuge der Bundeswehr zurückgreifen. Offen sei aber auch noch, wie die Menschen an die jeweiligen Orte kommen könnten, von denen sie ausgeflogen werden könnten.
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Alexandra Kraft

US-Verteidigungsminister: Keine Atomwaffen für den Iran
Verteidigungsminister Pete Hegseth gibt gerade eine Pressekonferenz. Sein Ton: optimistisch und zufrieden. Amerikanische Streitkräfte greifen den Iran „chirurgisch, überwältigend und ohne Entschuldigung“ an, sagt er. Anschließend wendet er sich noch einem seiner Lieblingsthemen zu und geht auf die Medien los. „An die Medienhäuser und die politische Linke, die „endlose Kriege” schreien: Hört auf. Das ist nicht der Irak. Das ist nicht endlos.“
Hegseth sagt auch, das Ziel der US-Luftangriffe sei es, Irans Nuklear- und ballistisches Raketenprogramm sowie die iranische Marine ins Visier zu nehmen. „Diese Operation hat einen klaren, verheerenden, entschiedenen Auftrag: die Raketenbedrohung zerstören, die Marine zerstören, keine Atomwaffen.“
Hegseth sagt auch, das Ziel der US-Luftangriffe sei es, Irans Nuklear- und ballistisches Raketenprogramm sowie die iranische Marine ins Visier zu nehmen. „Diese Operation hat einen klaren, verheerenden, entschiedenen Auftrag: die Raketenbedrohung zerstören, die Marine zerstören, keine Atomwaffen.“
Verteidigungsminister Pete Hegseth (Archivbild). Alex Brandon/AP/dpa
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Alexandra Kraft

Drohungen aus Israel an die Hisbollah
Israels Verteidigungsminister Israel Katz droht, Hisbollah-Chef Naim Kassem werde „auf dem Grund der Hölle“ enden. „Wir werden die Hisbollah hart treffen“, sagt Katz bei einem Besuch der Einsatzzentrale der israelischen Luftwaffe. Kassem werde „feststellen, dass, wer dem Weg Chameneis folgt, auch wie Chamenei enden wird: auf dem Grund der Hölle“.
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Alexandra Kraft

Spanien untersagt die Nutzung seiner Militärflughäfen für die US-israelischen Angriffe auf den Iran. Daten der Flugtracking-Website FlightRadar24 zufolge verlassen gleichzeitig 15 US-Flugzeuge die Stützpunkte Rota und Moron in Südspanien. Mindestens sieben der Maschinen seien auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Deutschland gelandet. „Spanische Stützpunkte werden nicht für diesen Einsatz genutzt“, sagt Außenminister des Landes Jose Manuel Albares dem Sender Telecinco.
Der spanische Außenminister Jose Manuel Albares Bueno spricht mit Medienvertretern (Archivbild). Virginia Mayo/AP/dpa
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DPA · AFP · Reuters
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