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Magazin: Mensch ärgere dich nicht

Es reicht. Endgültig. Nicht ein einziges weiteres mal will unser Autor gegen seinen Sohn in „Mensch ärgere dich nicht“ verlieren. Es wird höchste Zeit für eine sichere Gewinnstrategie. Aber wie soll die bitte aussehen?

Text: Daniel Ramm | Foto: I like birds

Baaam! Mit einem Knall landet das Spielbrett auf dem Küchenboden. „Ihr schummelt doch alle!“, rufe ich mit gespielter Empörung, TEILWEISE gespielter Empörung. „Nein, du hast geschummelt und es hat trotzdem nicht gereicht“, antwortet meine Frau in aller Ruhe. Mit gespielter Frustration werfe ich mit Spielfiguren um mich, TEILWEISE gespielter Frustration. Nils, neun Jahre alt, ist genervt, EHRLICH genervt: Wie kann sich ein erwachsener Mann nur so kindisch aufführen?! Hätte er mich bloß gewinnen lassen.

Es ist wieder passiert, was immer passiert, wenn wir „Mensch ärgere Dich nicht“ spielen: Wir ärgern uns alle. Ich ärgere mich, weil ich nicht gewonnen habe, genauer: weil ich auch diesmal nicht gewonnen habe, weil ich noch nie gewonnen habe, nicht ein Mal. Meine Frau ärgert sich darüber, dass ich mich ärgere. Das Kind ärgert sich, weil es seinen Sieg nicht genießen, den süßen Geschmack des Triumphs nicht auskosten kann, bevor der kindische Erwachsene wieder das auf den Boden wirft. Nils würde sicher schon lange nicht mehr mit mir spielen – wenn er nicht immer gewinnen würde.

„Vielleicht brauche ich Hilfe“, sage ich nachdenklich, als Nils im Bett ist. „Wenn jemand sich beim Verlieren so aufregt, sollte er …“ „Sich mal entspannen, gelassener werden, gönnen können?“, ergänzt meine Frau. „Nein“, antworte ich, „… nicht mehr verlieren! Mir kommt da gerade so eine Idee.“ Als ich ein paar Wochen später an einem Sonntagmittag auf der vierten „Mensch ärgere Dich nicht“-Weltmeisterschaft im baden-württembergischen Wiesloch-Baiertal stehe, weiß ich plötzlich nicht mehr, ob diese Idee so gut war. Ich werde an diesem Turnier teilnehmen, um mir von geübten Spielern abzuschauen, wie man gewinnt.

"Mensch ärgere dich nicht" an Biertischen

Der König von Gbi trägt einen Rollkragenpullover in der Farbe seiner Haut. Er hat ihn unter seine sehr weite, sehr bunte, aber auch sehr dünne afrikanische Tracht gezogen, um nicht zu frieren. Clever, denn an diesem Herbstmorgen ist es in der Eisweinhalle von recht zugig. Nicht so clever, denn der Rollkragen wirft Falten, und von Weitem sieht es nun so aus, als habe der König einen sehr faltigen Hals. Doch das ist Togbui Ngoryifia Céphas Kosi Bansah völlig egal. Er sieht sich ja nicht von Weitem, wie er da an einem Biertisch sitzt und gegen drei Weinköniginnen der Rhein-Neckar-Region „Mensch ärgere Dich nicht“ spielt. Die Weltmeisterschaft findet auf dem oder vielmehr mitten im Kurpfälzischen Winzerfest statt: Links spielt eine Blaskapelle ohne Unterlass die beliebtesten Märsche aus zwei Jahrhunderten, rechts ist ein Areal mit unzähligen Biertischen eingezäunt, auf denen sich nummerierte Spielbretter aneinanderreihen.

Um König Bansah drängen sich vielleicht hundert Menschen, sie wollen alle ein Handyfoto von dem Regenten machen, der im Osten Ghanas über 300 000 Untertanen herrscht, das aber hauptsächlich per Skype und E-Mail, weil er eigentlich 30 Kilometer von hier entfernt in Ludwigshafen-Mundenheim eine Autowerkstatt betreibt. Doch das ist den Besuchern des Winzerfestes völlig egal. Der Herr Bürgermeister, der Herr CDU-Landtagsabgeordnete und der Herr Veranstalter haben König Bansah zuvor in launigen Reden zum Ehrengast ausgerufen – und deshalb darf er jetzt auch angestarrt werden, als wäre er Hape Kerkeling in Verkleidung. Die Welt zu Gast bei Freunden. Die schweren goldenen Ringe, die der König an jedem einzelnen Finger trägt, klackern noch lauter als die Würfel. Es sieht nicht gut aus für ihn. Die Weinhoheiten werfen ihn immer wieder raus. Der König verliert und verlässt das Städtchen südlich von Heidelberg schon bald wieder. Die Auslosung für die erste von insgesamt drei Vorrunden beginnt. 170 Teilnehmer werden nervöser, ich auch. Die Blaskapelle spielt Helene Fischers „Atemlos durch die Nacht“.

Wenn Glück Logik schlägt

Spielfeld 22, Farbe Gelb. Als ich an den Tisch trete, wartet dort bereits eine ältere Dame auf mich. Ihr Hut flößt mir Respekt ein. Wie Trophäen hat sie sich Figuren, Würfel und sogar ein kleines Brettchen auf die Krempe geklebt. Ihr Gesichtsausdruck lässt vermuten, dass die wenigen freigebliebenen Stellen für die Skalps ihrer Gegner bestimmt sind. Die David-Lynch-Lady hat die Farbe Gelb, genau wie ich, ein Auslosungsfehler. Ich erkläre mich sofort bereit, eine andere Nummer aus dem Lostopf zu ziehen. „Gerne. Gar kein Problem. Ist doch nicht schlimm, das passiert“, sage ich. Nur schnell weg von der Killer-Queen, denke ich. Spielfeld 3, Farbe Grün, heißt die Rettung. Ich traue mich nicht, die Lady zu fragen, ob sie mit einer Strategie spielt. Zu gefährlich.

Am nächsten Tisch: eine schweigende Frauenrunde, eine geschätzt Dreizehnjährige, eine Siebzehnjährige und Frau Reimers. Frau Reimers stellt sich mir nicht vor. Sie bekommt aber später Besuch von einer Nachbarin, die sagt: „Na, Frau Reimers, wie läuft’s bei dir?“ Frau Reimers heißt also Frau Reimers – und es läuft gar nicht gut für sie. Immer wieder wird sie kurz vor dem Ziel rausgeworfen, manchmal sogar von mir. Mein Pech scheint am Spielbrett zu Hause kleben geblieben zu sein. Ganz beiläufig erkundige ich mich nach Gewinnstrategien, nicht bei Frau Reimers, die scheint keine zu haben, und wenn sie eine hätte, würde ich die gar nicht wissen wollen. Die beiden Teenager sagen, sie würden zwar mit ihren Eltern viel „Mensch ärgere Dich nicht“ spielen, allein schon weil beide Väter zum Veranstalterteam der WM gehörten, aber nein, eine Strategie würden sie nicht kennen. „MÄDN“, wie sie es nennen, wäre doch ein reines Glücksspiel. Die Siebzehnjährige hätte sogar mal im Fernsehen in irgendeiner Wissenssendung irgendeinen Versuch gesehen, in dem sie das Spiel mit Logik angegangen seien. Das habe aber nichts genutzt. Es gewinne immer der, der am meisten Glück habe. Am Ende scheint mein eigener Sieg diese Theorie zu bestätigen. Ich habe ohne Sinn und Verstand gespielt und bin trotzdem Erster geworden. Geht doch. Gleich mal Nils anrufen.

Aggression auf die Mitspieler richten

In der zweiten Vorrunde geht es schon ernster zur Sache. Tisch 51, Farbe Rot, Schluss mit lustig. Während man sich in Runde eins noch entschuldigte, wenn man jemanden rausgeworfen hat, reagieren diese drei Mitspieler nicht auf höfliche Floskeln, sie reagieren überhaupt auf herzlich wenig, eigentlich auf gar nichts. Eine Anfang-Zwanzigjährige, die zu Beginn auf Fragen immerhin noch mit „Ja“ und „Nein“ antwortet, stellt auch dieses rudimentäre Sprechen schlagartig ein, als das Signal zum Spielbeginn ertönt.

Der Mittzwanziger neben ihr geht MÄDN, wie ich es jetzt auch nenne, so konzentriert und ehrgeizig an, als spiele er Fußball in der Regionalliga Süd und der Nachwuchsscout der TSG Hoffenheim schaue ihm dabei auf die Füße. Sein bockwurstbeiger Trainingsanzug unterstreicht diesen Eindruck noch. Er verzieht keine Miene, würfelt, marschiert mit seinen Figuren, wirft nicht raus, sondern walzt platt, zielgerichtet, zackig. Ein Zeitsoldat? Ich will später unbedingt seine Strategie wissen. Er hat eine, ganz sicher. Er scheint es besonders auf den unscheinbaren Teenager mit dicker Brille und dicker Akne neben mir abgesehen zu haben. Er verdrischt ihn quasi auf dem Spielfeld. Mir war bis dahin nicht klar, dass man seine Aggressionen auf einen bestimmten Mitspieler konzentrieren kann. Der eiskalte Zeitsoldat gewinnt. Ich werde Letzter. „Du gehst schon nach Plan vor, oder?“, frage ich den Gewinner, bevor er zum Rauchen verschwindet. Er guckt mich eindringlich an, dann höre ich ihn zum ersten Mal an diesem Tag sprechen. Mit dünner, hoher Stimme sagt er: „Ich würfele und setzte dann und wenn da einer steht, fliegt der raus!“ Eine bestechend einfache und geradezu zwingende Logik. Ein Zeitsoldat, ja, bestimmt ein Zeitsoldat. Die Blaskapelle spielt ein Medley der größten Hits von DJ Ötzi.

Tisch 13, Farbe Grün. Er habe sich spontan entschlossen, am Turnier teilzunehmen, erklärt mir der Versicherungskaufmann mit dem spitzen Gesicht, noch bevor ich mich gesetzt habe. Er mache manchmal eben verrückte Sachen. Von seinen Freunden habe aber keiner Lust gehabt, ihn zu begleiten. Nur wenige Minuten später bezweifle ich, dass der Typ überhaupt Freunde hat. Ungefragt hält er mir einen Vortrag darüber, dass es das Wichtigste sei, gnadenlos auf die Einhaltung der Regeln zu pochen. Immer. Und das tut er dann auch: „Nein, der Wurf brennt!“, „Berührt, geführt!“, „Schlagen ist oberste Pflicht!“, „Nein, im Ziel dürfen die eigenen Figuren nicht übersprungen werden!“ Kein Spielzug, der unkommentiert bleibt. Wäre er nicht schon Versicherungskaufmann, würde er sich sicher auch als Justizvollzugsbeamter gut machen. Die angesäuerte Rentnerin aus dem Badischen, die mir gegenübersitzt, flucht im tiefsten Dialekt vor sich hin. Ich, Geburtsort Lübeck, verstehe kein Wort, zum Glück. Sehr wohl verstehe ich allerdings die Anfeuerungsrufe für Fatma, Anfang zwanzig, zierlich, lange, rote Fingernägel, mit denen sie trotzdem sehr schnell würfeln kann. Sie ragt aus einer Traube von Familienangehörigen hervor, die sie lautstark unterstützen. Ich bin einen Moment lang fasziniert, wer nicht alles „Mensch ärgere Dich nicht“ spielt, als ich auch schon wieder am Zug bin. Tempo! Tempo! Der Versicherungskaufmann macht Druck. Bald ist klar, dass Fatma und ich keine Chance haben. Es läuft auf ein Duell „Dialekt gegen Versicherung“ hinaus. Versicherung gewinnt schließlich deutlich. Ich schnappe Dialekt den zweiten Platz weg. Nach dem Spiel frage ich die enttäuschte Rentnerin, ob sie mit einer Strategie spiele. Sie antwortet lang und ausführlich, doch leider verstehe ich nichts. Ganz ohne Dialekt erklärt ihr Mann, dass sie zu Hause oft spielen würden. Das übe. Man würde einen Blick für Spielzüge bekommen. Das hilft mir zwar nicht wirklich weiter, aber zumindest habe ich ihn verstanden. Die Blaskapelle spielt irgendwas von ABBA.

Kaum Spieler, die eine Strategie verfolgen

Ich bin draußen. Das Finale findet ohne mich statt. Immerhin hat es letztlich für Platz zwanzig von 84 gereicht. Der Erkenntnisgewinn war allerdings gering. Es scheint kaum Spieler zu geben, die eine Strategie verfolgen. Ist „Mensch ärgere Dich nicht“ also wirklich ein reines Glücksspiel? Lautes Gegröle reißt mich aus meinen Gedanken. Eine Gruppe Jugendlicher mit überdimensionalen Schaumstoff-Cowboyhüten stürmt an mir vorbei in Richtung Theke. „Don Promillos“ steht auf ihren Shirts. Zeit zu gehen. Der Seniorennachmittag mit Trompetenlegende Walter Scholz und der Country-Frühschoppen mit Squaredance müssen in den nächsten Tagen ohne mich stattfinden. Die Blaskapelle macht eine Pause.

Neu ansetzen. Der Hersteller wird doch wohl wissen, wie sein Spiel am besten zu gewinnen ist. Anfrage bei Schmidt Spiele, die „Mensch ärgere Dich nicht“ seit hundert Jahren vertreiben und bis heute mehr als 70 Millionen Exemplare verkauft haben. Die nüchterne Antwort: „Eine ,offizielle‘ Siegstrategie gibt es nicht, da der Glücksfaktor doch sehr hoch ist.“ Hmmmh … Aufgeben? Nein, weitersuchen, andere vermeintliche Experten fragen, zum Beispiel Rainer Schiefer vom Modernen Spiele-Antiquariat in Zülpich bei Köln. „Es handelt sich um ein Würfelspiel und damit um ein Glücksspiel. Wenn Sie keine Sechs würfeln, ist das eben so und Sie können nichts machen. Deshalb gibt es keine Strategie, um die Siegchancen zu erhöhen. Das hängt mit der Wahrscheinlichkeitsrechnung zusammen: Um eine bestimmte Zahl zu würfeln, ist die Wahrscheinlichkeit eins zu sechs“, sagt er. Aha. Barbara Nostheide von „Die Spielbox“ aus dem oberfränkischen Memmelsdorf, laut Selbstauskunft „das weltweit führende Spielemagazin“, weiß auch keinen Rat. Sie empfiehlt mir, meine Frage im Forum von spielbox.de zu stellen. Unter dem Namen „Nichtärgern“ will ich dort also kurz darauf wissen: „Was kann ich tun, um meine Gewinnchancen beim ,Mensch ärgere Dich nicht‘ zu erhöhen?“ Nur Minuten später schickt mir User PzVIE einen Link zu einem Artikel über das indische MÄDN-Vorbild Pachisi, von dem manches auch für die Schmidt-Spiele-Version gelte. PzVIE bleibt auch der Einzige, der mir antwortet. Selbst bei dem Problem von User Mic – „Ich benötige kleine Kartenhüllen, bei denen die Rückseite nicht durchsichtig ist“ – fiel die Resonanz größer aus. Aber egal, eine Antwort reicht schließlich, solange es die richtige ist. Im empfohlenen Leitfaden zu Pachisi lese ich dann so erhellende Sätze wie „Versuch, deine Figur nicht vor gegnerischen Figuren zu platzieren. Dann kannst du nicht rausgeworfen werden“ oder „Wenn du die Wahl hast, wirf immer die generische Figur raus, die am weitesten gekommen ist“. Na, wer hätte das gedacht? Ich komme mir irgendwie blöd vor. Meine Hoffnung auf eine erfolgversprechende Gewinnstrategie schwindet rapide.

Noch gebe ich nicht auf. Ein paar letzte Versuche. Ich schreibe Dirk Hanneforth, Autor des Buchs „Ärger-Spiele. Varianten und Verschärfungen von Mensch-ärgere-Dich-nicht bis Malefiz“. Der muss doch was wissen. Seine Antwort: „Ich kann Ihnen leider nicht mit einer Strategie helfen. Ich weiß auch nicht, ob es eine gibt. Wenn es eine Strategie gibt, hängt sie sicher auch mit der Spielvariante zusammen. Wir spielen zum Beispiel immer mit ,Rückwärtsschlagen‘.“ Was? Rückwärtsschlagen? Ich gewinne ja noch nicht mal vorwärts. Der Nächste bitte.

Taktik kommt ins Spiel

Jörg Bewersdorff ist Mathematiker und Spieleentwickler. Von ihm stammt die Veröffentlichung „Glück, Logik und Bluff: Mathematik im Spiel“. „Leider kann ich selbst dazu nicht viel sagen. Meine eigenen Erfahrungen liegen lange zurück und Gegenstand meiner Forschung war ,Mensch ärgere Dich nicht‘ auch nicht. In meinem Buch finden Sie nur einiges zu Backgammon“, sagt er. Aber er verweist auf den Ratgeber „Spielend gewinnen“ von Nils Hesse. Den habe ich mir dann schnell besorgt. Und siehe da: ein ganzes Kapitel über „Mensch ärgere Dich nicht“, interessant … Da heißt es unter anderem: 1. Bei drei Spielern sollten Sie sich nach Möglichkeit die Farbe aussuchen, vor der eine Farbe unbesetzt ist. So lauert hinter Ihnen weniger Gefahr. 2. Der Windschatten ist der sicherste Ort. Bleiben Sie also immer in Wurfreichweite hinter Ihren Gegnern. Dort haben Sie auch die besten Chancen, gegnerische Figuren zu schlagen. Wenn Sie gleich mit mehreren Figuren in Wurfreichweite hinter gegnerischen Figuren stehen, versuchen Sie unterschiedliche Abstände zu halten. So erhöhen Sie Ihre Chance, eine gegnerische Figur schlagen zu können. 3. Ihre Hauptaufmerksamkeit sollte immer der am weitesten vorne platzierten Figur gelten. Schützen Sie sie unbedingt!

Immerhin ein paar Tipps, kleine Lichtblicke, Möglichkeiten, die helfen könnten. Die Presseagentur von Schmidt Spiele verweist später noch auf ein Interview mit der 24-jährigen Geomatik-Studentin Anna-Lena Grimm, deutsche Teammeisterin in MÄDN. Ausgerechnet in „Neues Deutschland“ sagt sie, sie schätze das Verhältnis zwischen Strategie und Glück auf fifty-fifty. Sie setze stets nur auf eine Figur, die möglichst schnell das Ziel erreichen solle. Die übrigen Figuren postiere sie weiter hinten, zwecks Absicherung, falls sich gegnerische Figuren an ihr vorbeischieben. Auf die Frage, wie sie damit umgehe, wenn Würfelpech ihre Strategien zunichtemachen würde, antwortet sie ganz am Ende: „Dann ärgere ich mich halt.“

Gestern haben wir dann seit Langem wieder mal gespielt. Ich habe alle meine neuen Tricks angewendet – und krachend verloren. Nils hat gewonnen. Ich habe das Spielbrett nicht auf den Boden geworfen, sondern uns stattdessen heute Morgen gleich ein Schachspiel gekauft. Da soll es ja angeblich mehrere Gewinnstrategien geben.

Dieser Text ist in Nido #2 2015 erschienen.