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Noch Fragen?

Frage Nummer 3000098349 Spock

Wann ist ein Mensch ein Mensch?

US-Präsident Trump hat Einwanderer als "keine Menschen sondern Tiere" bezeichnet. Inzwischen wurde das relativiert, er meine nur bestimmte, besonders kriminelle Einwanderer der Gang MS-13. Aber ändert das was? Ab wann ist ein Mensch kein Mensch mehr und wer ist noch kein Mensch? Hitler, Himmler, Heidrich und Konsorten für den Holocaust? US-Präsident Truman für Atombomben auf nichtmilitärische Ziele? Der „Heilige“ Karl der Große für das Abschlachten von 40.000 Sachsen? Herodes für den Kindermord von Betlehem? Vielleicht Dschingis Kahn oder Pol Pot? Die Azteken mit ihren Menschenopfern? Oder der Massenmörder Fritz Haarmann? Womit schließt sich jemand so nachhaltig aus der Menschheit aus, dass man sagen darf, dass er kein Mensch ist? Ich meine, ein Mensch bleibt ein Mensch, egal was er tut. Was meint Ihr?
Antworten (44)
solitude33
Wer, wie z. B. viele Muslime, seine Religion über den Intellekt stellt und sich anmaßt, richten zu dürfen, hat die Bezeichnung Mensch nicht verdient
Stahlfaust
Ein Mensch ist ein Mensch solange er sich menschlich verhält. Verhält er sich unmenschlich ist es kein Mensch mehr. Was konkret unter "unmenschlich" zu verstehen ist liegt im Auge des Betrachters. Und unterliegt natürlich auch dem Zeitgeist.
Stahlfaust
Ah! Für solitude ist die Bezeichnung "Mensch" eine Qualitätsstufe, die man sich erst verdienen muss. Und solitude richtet darüber, wem diese Ehre zuteil wird.
Kicher...
rayer
@Solitude
Bevor Du weiter so einen Mist erzählst, jeder Gläubige, egal welcher Religion, folgt nicht mehr seinem Intellekt.
solitude33
@rayer: Dein Durchblick lässt sehr zu wünschen übrig.
Dorfdepp
Atheisten halten sich für klüger, sind es aber nicht, weil auch sie nicht mehr als andere wissen. Sie glauben nur etwas anderes, und halten wie alle anderen ihren Glauben für den einzig richtigen.

Sie fühlen sich der Vernunft verpflichtet und glauben nicht an religiöse „Märchen“, dafür aber an andere, angeblich wissenschaftliche.

Im christlichen Weltbild ist jeder Mensch ein Mensch, egal was er getan hat. Da schließe ich mich dem Fragesteller an. Wer etwas anderes meint, sollte mal seinen inneren Kompass (sofern vorhanden) überprüfen.
Musca
Natürlich ist ein Mensch ein Mensch. Was uns Menschen von der sonstigen Flora und Fauna unterscheidet, ist der Hang zur Selbstzerstörung, die absolute Vernichtung jeglicher biologischer , sozialen und religiösenZusammenhänge, unserer eigenen Wurzeln. Und, das ist ein großer Unterschied zur übrigen Natur, je schlechter es den Menschen geht, desto mehr vermehrt er sich.
Jedes Tier hat soviel Instinkt, daß es sich bei präkeren Verhältnissen mit seiner Fortpflanzung zurückhält. Warum ist es beim Menschen umgekehrt ?
Matthew
Auch Voll-Idioten sind Menschen.
wokk
👍 ♥ ☺
Schrat
Und der Mensch ist und bleibt ein Mensch
Weil er vergisst und weil er verdrängt..., frei nach Herbert, aber es trifft den Kern.
rayer
@Dorfdepp
Genau im Wissen und Glauben liegt der Unterschied. Der Gläubige glaubt und behauptet aufgrund des Glaubens felsenfest zu wissen, der Atheist glaubt nicht und behauptet es somit auch nicht wissen zu können. Der Intellekt könnte dem Gläubigen helfen, leider liegt der auf Eis. Ich bin nicht klüger, ich bin nur nicht gläubig, da mein Verstand noch funktioniert.
Matthew
rayer, das ist ein Schmarrn.
Ich bin z.B. "strenggläubiger Atheist". Ich kenne aber eine menge Leute, die religös sind und deren Verstand genau so gut funktioniert.

Wissen und Glauben sind einfach zwei verschiedene Dinge. Und es gibt alle 4 Kombinationenen.
Genausowenig, wie es einen Gottesbeweis geben kann, genau so wenig kann es einen Gegenweis geben.

Dein und mein Atheismus sind genauso ein "Glaube" wie der von religiösen Menschen, welcher Religion auch immer.
rayer
Der Gläubige muss glauben und erhebt es damit zur Wahrheit.
Ich glaube nicht, dass man mit einem Schäferstab ein Meer teilen kann.
Ich glaube nicht, dass man vor 5 Tausend Jahren ein Boot, Floß, Schiff oder was auch immer bauen konnte, um nur die Tiere des Frankfurter Zoo aufzunehmen, schon gar nicht von jedem lebenden Tier der Erde ein Paar.
Ich glaube nicht, dass ein Toter nach 3 Tagen wieder aufersteht.
Ich glaube nicht, dass man mit ein paar Fischen und ein paar Laib Brot Tausende Menschen sättigen kann.
Der Gläubige glaubt aber dies alles und behauptet es wäre die Wahrheit und damit Fakt. Damit zweifle ich am Verstand des Gläubigen, da alles auf Wunder beruht.
elfigy
Mensch ist die Bezeichnung einer Rasse der Hominiden. Es gibt gute und böse Menschen. Es gibt aber keine bösen Tiere.
Als tierisch könnte man höchstens rein triebgesteuertes Verhalten bezeichnen. Es mangelt Trumpel halt an der Fähigkeit, sich richtig auszudrücken. Er kann nur Gossenjargon, aber er trifft damit den Ton seiner Wähler und darauf zielt er ab.
BTW: auch eine australische Stahlfaust ist ein Mensch, obwohl er nur seinem Geltungstrieb gehorcht.
Dorfdepp
Der Verstand ist äußerst genügsam, er begnügt sich mit der Erkenntnis, dass es nur den dreidimensionalen Raum und die Zeit gibt, innerhalb deren Grenzen unveränderliche Naturgesetze gelten.

Der Geist dagegen schließt nicht die Möglichkeit aus, dass es darüber hinaus Wahrheiten gibt, die sich unserem Verständnis entziehen.
Skorti
Das nennt man Phantasie ...
Matthew
rayer, ein Gläubiger muss überhaupt nichts glauben, er glaubt. (Das ist keine bestimmende Aussage, sondern eine beschreibende )
Und er muss sich schon gar nicht von Dir erklären lassen, was er glaubt. Bestenfalls müsstest Du ihn oder sie fragen, was er oder sie glaubt. Und da wirst Du viele unterschiedliche, individuelle Antworten erhalten.

Der Einzige, der hier im Moment einen sektiererischen Wahrheits-Anspruch vor sich her trägt, bist Du.
moonlady123456
@rayer:

Gläubigen Menschen automatisch ein gerüttelt Maß an Dummheit zu unterstellen zeugt von nicht zu überbietender Arroganz!
Stahlfaust
@elfigy: Das war nicht lustig. Und das weisst du auch.
rayer
@Moony
Lies bitte die erste Antwort von Solitude, ich habe nur entsprechend darauf geantwortet. Mir ist schon klar, dass es den Gläubigen nicht gefällt, wenn man an deren Intellekt zweifelt, ich mache das allerdings nicht wie Solitude von einer Glaubensrichtung abhängig, sondern behaupte, alle Gläubigen haben da einen Mangel.
Stahlfaust
Gläubige -nicht: Leichtgläubige- sind häufig in der Lage zu abstrahieren: Dass eine Religion eine "Jungfrauengeburt" zu ihrem Kern macht bedeutet nicht, dass alle, die dieser Religion angehören, dies im direkten Sinn für "wahr" halten. Diejenigen, die den Gläubigen eine derartige Unterbelichtung unterstellen, haben sich nicht mit den spirituellen Interpretationen dieser "Wunder" auseinandergesetzt.
Oder zumindest nicht ausreichend...
Stahlfaust
Hier noch die Auflösung zur Jungfrauengeburt:

Jungfrau Maria bezieht sich nicht auf eine jungfräuliche Geburt Jesu im körperlichen Sinn. Das katholische Dogma lautet, dass Maria frei von der Erbsünde war. Daher der Begriff Jungfrau im Sinne von "rein", man muss ihn im übertragenen Sinn verstehen.
elfigy
@Stahlfaust. Schau mer mal, wie lange ich dich lustig finde.........
Kleinefee
An manchen Kommentaren sieht man sehr schön was die Massenmedien mit einigen anrichten.
Spock
@solitude33: Das gilt dann ja aber wohl auch für Großinquisitoren, Hexenverbrenner und so allerlei Katholiban und Evangeliban, gel? Oder ist das etwas anderes, wenn ein Islamist in den Dschihad zieht, oder wenn ein Kreuzritter dem päpstlichen Aufruf " deos iu vult" (Gott will es) folgt, und nach Jerusalem reitet, um dort Muselmanen abzuschlachten? Immer schön erst denken, dann schreiben! Und was ist im Übrigen mit dem Heiligen Karl dem Großen, dem Sachsenschlächter? Mensch oder kein Mensch?
Spock
@Stahlfaust: Falsch! Die Unbefleckte Empfängnis kommt von Isis, die ihren Sohn, den Gott Horus, unbefleckt von ihrem Ehemann, dem Gott Osiris empfangen hat, während er tot und von seinem Bruder zerstückelt im Sumpf lag. Sie hat ihn dann übrigens wieder von den Toten auferstehen lassen. (Ägyptisches Totenbuch ca. 3.000 v. Chr.) Isis wird im wallenden Kleid auf einer Mondsichel stehend, einem Sternenkranz um den Kopf und einem Kind im Arm dargestellt, wie „Maria“ auch. (Statue in Theben ca. 1600 v. Chr.)
Stahlfaust
@elfigy: Und wenn nicht: Lässt du mich dann auch sperren? Wie die anderen, die eine Platzierung in der Rangliste der Geltungssüchtigen vor dir hatten?
Spock
@elfigy: Es gibt sehr wohl böse Tiere: Katzen zum Beispiel, sie jagen, quälen und töten ihre Opfer nicht nur wegen der Nahrung sondern auch zum Spaß. Manchmal verletzen sie sie mehrfach und lassen sie halb tot liegen. Wenn das gut ist ... Aber ansonsten hast Du natürlich recht, es gibt keine Menschen, die keine Menschen sind, nur Menschen, die eine Schande für die Menschheit sind.
Spock
@Dorfdepp: Ich meine, Du verwechselst etwas. Atheist sein, heißt nicht, etwas anderes zu glauben, sondern nicht zu glauben und da liegt der Unterschied: Wer glaubt, hat Antworten, egal ob sie stimmen oder nicht. Er gibt sich damit zufrieden und hat deshalb keine Fragen. Aber nur wer fragt, hat die Fähigkeit zur Erkenntnis. Wer nicht glaubt, hat keine Antworten und deshalb Fragen und deshalb ist er erkenntnisfähig. Wie war das mit Adam und Eva? Gott verbot ihnen, die Frucht vom Baum der Erkenntnis zu naschen. Steht also schon in der Schöpfungsgeschichte bei Moses, dass die Religion keine Erkenntnis will. Tja, auch Atheisten kennen die Bibel ... (ich bin übrigens Atheist geworden, weil ich die Bibel kenne!)
Zombijaeger
Es gibt schon gute und bösartige Tiere. Einen Hund, der das eigene Herrchen gegen Einbrecher verteidigt, würde ich als gutartig ansehen, einen Hund, der das eigene Herrchen ohne richtigen Grund zerfleischt, dagegen als bösartig.
Skorti
Kein Tier ist bösartig. Ein Tier folgt nur seinen Instinkten, dem Jagdtrieb z.B.
Einem Tier fehlt die Fähigkeit zur Abstraktion und zur Vernunft gesteuerten Handlung. Es entscheidet sich nicht zu seinen Taten wider besseren Wissens, ist somit nicht "böse", auch wenn die Handlungen auf uns manchmal so wirken.
Zombijaeger
Handelt ein selbstmordattentäter vernunftgesteuert?
Ich denke, der ist eher unvernünftiger als ein durchschnittlicher hund.
Zombijaeger
Tieren komplett die intelligenz abzusprechen ist falsch. Ein schwein soll die intelligenz eines dreijährigen menschen haben. Auch hunde sind teilweise recht intelligenz und besitzen auch gefühle. Viele hunde trauern, wenn ihr herrchen tot ist z.b. nur seinen instinkten folgen tun insekten. Bei denen kann man daher nicht mehr von gut und böse reden.
Skorti
Ein Selbstmordattentäter entscheidet sich bewusst, wenn auch aus für normale Menschen nicht nachvollziehbaren Gründen, für sein "Märtyrertum".
Also durchaus Vernunft gesteuert.
Ein Tier mag Intelligenz haben und mag auch trauern können, es kann aber (Ausnahmen mag es bei wenigen Tierarten geben) sich nicht bewusst gegen eine Instinkt gesteuerte Handlung entscheiden.
(Es sei denn ein anderer, in dem Augenblick, stärkerer Instinkt, überwiegt.)
Matthew
Mit Vernunft alleine lassen sich keine Entscheidungen treffen.

Mathematisch gesehen, steht jedes logische Gebäude auf einem Fundament aus Axiomen. Axiome sind die Teile, die selbst nicht mehr logisch begründet werden können, sondern die man einfach annimmt (gewissermaßen also "glaubt"). Unsere Vernunft kann uns einen Weg aufzeigen, wie wir unsere Ziele erreichen können. Sie kann uns aber keine Ziele aufzeigen.
Unsere Ziele ergeben sich aus unseren Bedürfnissen und Werthaltungen. Diese spannen das "axiomatische Fundament" auf, auf das wir dann mit unserem Verstand weiter aufsetzen.

Es ist zwar möglich, auf einer Meta-Ebene, über Motivationen nachzudenken und zu sprechen.
Dadurch werden unsere Motive aber nicht rational.

Unsere Motive (Bedürfnisse, Werte) geben die Ziele vor, unser Verstand zeigt uns den Weg, diese Ziele zu erreichen.

Ich glaube Einstein wird der Ausspruch zugeschrieben: "Emotion ohne Verstand ist blind, Verstand ohne Emotion ist lahm." Verstand einerseits und und Emotion (Bedürfnisse, Werthaltungen, Glaube) andererseits stehen deshalb nicht miteinander im Widerspruch, sondern funktionieren nur gemeinsam.

In den Naturwissenschaften arbeiten wir auch nicht mit "Wahrheiten" sondern mit (allerdings meist gut abgesicherten) Modellen. Trotzdem gibt es auch in den Naturwissenschaften Entwicklung, Modelle werden modifiziert und weiter entwickelt. Was deutlich macht, dass es eben immer nur ein Stand in einer Entwicklung ist.

@Spock. Ich bin Atheist. Und das bedeutet nicht "nicht glauben", sondern es bedeutet "etwas anderes glauben", denn ich kann meine Überzeugung genauso wenig belegen, wie ein religiöser Mensch seinen jeweiligen Standpunkt belegen kann.
Wer etwas Anderes behauptet, hat das "Gödel'sche Theorem" nicht verstanden.
elfigy
Eine Katze, die ihre Beute zu Tode quält, ist nicht böse. Sie gehorcht ihrem natürlichen Verhalten. Sie fühlt nicht mit dem anderen Tier.
Böse sein bedingt, sich dessen bewußt zu sein, was man tut. Zu wissen, dass man dem andern Schmerz oder irgendwelche Unbill zufügt. Es gibt sogar Menschen, die erfreuen sich an dem Unglück, das sie anderen zugefügt haben. Es gibt aber auch Menschen, die anderen sehr schlimme Dinge antun, weil sie krank in der Birne sind.
Das Böse ist dem Menschen genauso inne wie das Gute.
moonlady123456
@ rayer:
Das macht es nicht besser, im Gegenteil. Du behauptest damit, als Atheist die einzige Wahrheit gepachtet zu haben, das nenne ich mindestens arrogant hoch zehn.

@ elfigy :
das war seit langem der beste beste Beitrag, der in dieser Community zu lesen war. You made my Day.....
moonlady123456
man streiche bitte ein "beste"
Spock
@Matthew: Ein wenig richtig, aber halt nicht ganz. Hättest Du Analysis I und II und lineare Algebra I + II an der Uni gehabt (oder besser aufgepaßt), wüsstest Du, dass man die Axiome zumindest mit Widerspruchsbeweis beweisen kann (Gödelscher Vollständigkeitssatz). Beispiel (verkürzt):

Behauptung: Jede Zahl hat einen Nachfolger, es gibt keine größte Zahl (eines der Axiome)
Annahme: Es gibt eine größte Zahl ohne Nachfolger
Induktionsanfang: Sei x := (definiert als) die größtmögliche Zahl.
Beweis:
Sei a eine beliebige Zahl, dann ist (a + 1) größer als a, da 1 positiv ist.
Sei nun a := (definiert als) x, also selbst die größte Zahl, dann ist immer noch b = ( a + 1) größer a und damit größer als x, nämlich der größten Zahl. Dies ist ein Widerspruch.
Daraus folgt, dass das Axiom, dass jede Zahl einen Nachfolger hat, richtig ist. Qed

Was Du meinst, sind nicht Axiome, sondern definierte Gültigkeitsbereiche. Definiere ich den Zahlenraum als {+, -, 0, 1, 2} einstellig, dann stimmt der obige Beweis nicht mehr, denn es gibt dann keine Zahlen größer 2. Dann gilt nämlich für a = 2 dass (a + 1) = 0 und deshalb ergibt die Rechnung 2 + 1 = 0 und das ist kleiner als 2. In diesem Zahlenraum wäre das Axiom also tatsächlich falsch. Das läßt sich aber nachweisen.

Du übersiehst außerdem, dass Gödel nicht nur die 2 Unvollständigkeitssätze bewiesen hat, die man übrigens nicht auf die Geisteswissenschaften übertragen darf, er war Platoniker, sondern mit dem Gödelschen Vollständigkeitssatz auch die Widerspruchsfreiheit des Hilbert-Programms bewiesen und damit die Anwendung seines eigenen Unvollständigkeitssatzes auf solche Probleme widerlegt hat.

So und jetzt sind wir beim Glauben: Der Glaube definiert sämtliche kritischen Fragen ins Jenseits und entzieht sie damit der Nachprüfung. Dadurch scheitert aber der Widerspruchsbeweis und so endet zugleich jede Erkenntnismöglichkeit.

Die Wissenschaft kennt keine Wahrheit, nur an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit, die immer wieder hinterfragt wird, bis man einen Widerspruch findet. Atheismus wissenschaftlich ist nicht der Glaube, dass es Gott nicht gibt, sondern die Feststellung, dass man nicht weiß, ob es ihn gibt oder nicht (Schrödinger lässt grüßen) weshalb die Annahme, dass es ihn gebe, unzulässig ist. Allerdings lassen sich göttliche Eigenschaften widerlegen. Allmacht z.B. ist per se unmöglich (kann Gott einen Stein schaffen, der so schwer ist, dass er ihn nicht heben kann? Egal ob Du ja oder nein antwortest, kann er immer eines von beiden nicht und ist daher nicht allmächtig). Ist Gott ohne Allmacht noch ein Gott? Deshalb kommt die Kirche und definiert Allmacht in die Fähigkeit um, nicht alles sondern nur alles in sich mögliche zu tun. Das ist allerdings ein Widerspruch, denn das ist keine Allmacht. Damit wäre Gott durch seine eigene Kirche widerlegt. Qed

In diesem Sinne: Du sollst nicht glauben sondern zweifeln.
Spock
@Zombijaeger: Du hast recht. Schimpansen erreichen in IQ-Tests einen IQ bis zu 60. Das reicht in den Bereich des Menschen hinein, denn mit 60 ist ein Mensch noch grenzdebil und erst unter 60 krankheitswertig geistesschwach. Intelligente Schimpansen sind also zum Teil intelligenter als manche Menschen. Es ist schon ein wenig großspurig, wenn der Mensch glaubt, das Tier habe keine Erkenntnisfähigkeit.
rayer
@Moony
Du musst wirklich eine Leseschwäche haben oder liest Du, was Du gerne lesen möchtest. Ich habe nirgendwo geschrieben die Wahrheit zu kennen, ich schrieb nur, nicht den Unsinn zu glauben. Das ist ein völlig anderer Sachverhalt.
Matthew
@Spock
Es ist nicht sonderlich peinlich, etwas nicht zu wissen oder mal einen Fehler zu machen.
Wenn man so großspurig daher kommt, wie Du hier, ...
Dein Beitrag strotzt nun wirklich vor Fehlern. Nur mal ein paar davon:
  • Was Du mit Deinem indirekten Beweis beweist ist eine Behauptung und eben kein Axiom.
  • Axiome zeichnen sich eben dadurch aus, dass sie selbst nicht bewiesen sind. Das impliziert zwar nicht notwendiger Weise, das sie per se nicht beweisbar seien. Dennoch handelt es sich um "geglaubte" und nicht um bewiesene Annahmen, die der weiteren logischen Betrachtung zu Grunde gelegt werden. Und selbst wenn einzelne Axiome nicht bewiesen sind, obwohl sie prinzipiell beweisbar wären; für die Gesamtheit der Axiome ist es laut Gödel'schem unvollständigkeitssatz, definitiv nicht möglich.
  • Der Gödel'sche Vollständigkeitssatz gilt unter den Bedingungen des Hilbert-Kalküls (da geht es um Prädikatenlogik der ersten Stufe) für seinen Beweis (der ist möglich) ist es nötig, Logik einer höheren Stufe zu verwenden (wieder Gödel'scher unvollständigkeits-Satz).
    Insofern widerlegt Gödel auch nicht seinen Unvollständigkeitssatz.
    Der Unvollständigkeitssatz besagt (es gibt unterschiedliche Formulierungen) dass innerhalb eines Systems dessen Widerspruchsfreiheit nicht bewiesen werden kann. In dem er für seine Beweisführung Mittel verwendet, die den Hilbert-Kalkül übersteigen, kann er den Beweis führen ohne den Unvollständigkeitssatz zu verletzen oder ihm gar zu widersprechen.

Nicht im mathematischen Sinne falsch, aber trotzdem daneben:

  • Nein, was ich gemeint habe sind keine Gültigkeitsbereiche, sondern Axiome.
  • Der Induktionsbeweis setzt das Axiom vom ausgeschlossenen Dritten voraus. Dieses Axiom ist zwar in der Mathematik relativ breit akzeptiert, aber keineswegs von allen Mathematikern. Es wird zwar in technischen Bereichen wegen seiner einfachen Anwendbarkeit gerne verwendet. In der Mathematik aber eher sparsam (auch von Mathematikern, die diese Beweisform grundsätzlich akzeptieren), um fruchtlose Diskussionen über dessen Anwendbarkeit zu vermeiden.

Das mit dem "Glauben", möchte ich auf "religösen Glauben" präzisieren, denn auch mathematische Axiome sind nicht bewiesen, also "geglaubt". Das möchte ich aber von den religiös geglaubten Überzeugungen doch deutlich unterscheiden.
Jesus ist durchaus eine historische Person. Religöser Glaube definiert deshalb zwar viele, aber nicht alle, Fragen ins Jenseits. Insofern ist Deine Behauptung "alle" also falsch.
Für Fragen, die sich nicht mit wissenschaftlichen Methoden klären lassen, gilt jetzt eher Ockhams Rasiermesser als Schrödinger und damit erklärt sich die Wissenschaft für nicht zuständig. (Den Fall Schrödingers behandelt die Physik ja durchaus, er liegt also gar nicht ausserhalb der Wissenschaftlichkeit, im Gegensatz zu vielen religösen Überzeugungen).

Dass Du die Sophismen, die Du anführst allerdings für potent genug hältst, einen Gott ad Absurdum zu führen, ...
... da hängst Du Deine wissenschaftlichen Ansprüche aber ziemlich tief. Sophismen sind rhetorische Fingerübungen, die mit Wissenschaftlichkeit nichts zu tun haben. Auch wenn sie bei Wissenschaftlern, nach Feierabend, zur Entspannung, durchaus sehr beliebt sind.

Wobei wir ja offenbar miteinander übereinstimmen, an keinen Gott zu glauben. Aber so billig ...

(Sorry an alle, die sich mit Mathematik eher ungern auseinander setzen. Normalerweise versuche ich Beiträge zu liefern, die weniger Vorwissen erfordern)
Zombijaeger
Der Verstand arbeitet eher probabilistisch statt axiomatisch. Es gibt ganz wenige Sachen, die man mit 100% Sicherheit annimmt. Daher ist ein Axiomensystem als Basis des Verstandes nicht korrekt meiner Meinung nach. Es sind in der Sprachverarbeitung ja auch die statistischen Verfahren erfolgreich. Regelbasierte Verfahren wendet kaum noch jemand an.
Zombijaeger
Wer meint, dass es keine gutartigen und bösartigen Tiere gibt, sollte sich mal dieses Video hier anschauen: https://www.thesun.co.uk/news/7009845/dog-drags-owners-granddaughter-to-safety-waves/