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StechusKaktus

Warum wird um die Aufnahme von 40 (!) Flüchtlingen der Seawatch 3 geschachert?

Wie peinlich ist das denn? "Deutschland" erklärt sich zur Aufnahme von 12 Flüchtlingen bereit.
Geht es "ums Prinzip"?
Frage Nummer 3000124320

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Antworten (20)
Opal_V2
Diese 40 sind doch nur ein Symbol dafür wie mit geltendem EU-Recht umgegangen wird.

Unumstritten ist das die SeaWatch 3 die Flüchtlinge vor Lybien aufgenommen hat, was ja auch total in Ordnung ist und auch die Pflicht der Rackete war.

Aber... der nächste sichere Hafen wäre Tripolis gewesen was der Kapitänin auch die Aufnahme der Flüchtlinge angeboten/zugesichert hat.

Und nööö, da schippert die gute Frau mit denen noch 14 Tage auf dem Mittelmeer rum und legt dann, verbotenerweise, und auch nach vielen Aufforderungen der Italiener das zu unterlassen, trotzdem in Lampedusa an.

Diese Kapitänin hatte viele Möglichkeiten diese Menschen wieder zurück zu bringen.

Zudem sollte ähnlich einer MPU für den Straßenverkehr überprüft werden ob sie charakterlich u.ä. geeignet ist ihr Kapitänspatent auszuüben.
Opal_V2
Sorry, nicht Tripolis sondern ein oder mehrere Häfen in Lybien.
Cheru
Sorry auch von mir: Ich muss am Rande einfach darauf aufmerksam machen, dass das Land nicht Lybien, sondern Libyen heißt und im Übrigen auch so ausgesprochen wird.
Opal_V2
Ein harmloser Buchstabendreher.
rayer
Roten Libanesen kriegst besser hin als Libyen. Schwarzer Afghane geht auch noch.
Musca
Erschreckend ist nicht nur die Situation der Flüchtlinge,
die "Nichtreaktion" von Resteuropa ist beschämend, last but not least sind es die Antworten hier. Schämt Euch.
Deho
Musca, Du nervst wirklich. Das Thema hatten wir gerade. Essenz: Gerne anderen Vorwürfe machen, aber selbst nichts Konstruktives beitragen. Oder bring hier die Lösung, wir sind alle gespannt. Da kommt leider nichts, allenfalls nur wieder Beschimpfungen.
Musca
@Deho, nichts einfacheres als das.
Eine einfache Europäische Einigung. BRD nimmt soviel Prozent, Frankreich und wer auch immer in der EU nehmen den Rest auf. Wo ist das Problem ?
Eine junge Kapitänin mit ca, 50 dehidrierten, Kranken ,
einem kleinen Jungen, der zuschauen durfte, wie sein Vater ersoffen ist, hat das einzig richtige gemacht.
Wer anderer Meinung ist, kann sich ja gerne in das Mittelmeer begeben.
rayer
Wie doof der Vogelfänger aus Münster ist, sieht man an der Aussage: "Der nächste sichere Hafen wäre Tripolis gewesen".
Bevor Du weiter Unsinn faselst, hier ein kleiner Auszug aus der Berliner Morgenpost.

Die 22-köpfige Crew der „Sea Watch 3“ fischte 53 Menschen aus dem Wasser. Sie trieben auf einem „knallblauen Gummiboot mitten auf dem Meer, bei zeitweise grenzwertigem Wellengang“, erinnert sich Till Egen ( Berliner Filmemacher ). Unter den Geretteten: ein Baby, ein Kleinkind und drei Minderjährige.
Unsere Gäste sind alle schwer traumatisiert“, erzählt er. Gäste, so nennt die Crew der „Sea Watch 3“ die Geretteten. Die meisten von ihnen, erzählt Egen, waren in Libyen inhaftiert. „Man sieht, dass sie gefoltert wurden“, sagt er.
So weit zum sicheren Hafen im Bürgerkriegsland Libyen.
Skorti
Folter, sexueller Missbrauch und Ausbeutung in Flüchtlingslagern sind aber doch kein Grund Libyen den Status als sicheres Herkunftsland abzuerkennen.

So was wird halt gerne ignoriert. Auch hier in der Community haben wir bei ähnlichen Fragen die Verhältnisse angesprochen und es hilft nichts.

Dazu kommt, dass die Aussage "in den nächsten sicheren Hafen bringen" durch nichts gedeckt ist.
1. Dies steht nicht im internationalen Seerecht.
2. Gibt es ein Urteil EGMR (Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte) aus dem Jahr 2012.

"..., dass die Men­schen­rech­te auch auf der Hohen See anwend­bar sind. Sobald sich Flücht­lin­ge auf einem euro­päi­schen Schiff befin­den, unter­fal­len sie der effek­ti­ven Kon­trol­le des jewei­li­gen Staa­tes. Die­ser muss den Flücht­lin­gen einen Zugang zum Asyl­ver­fah­ren ver­schaf­fen."

Die Seawatch 3 ist in den Niederlanden registriert und die Geretteten müssten eigentlich in den Niederlanden Asyl beantragen. (Was Deutschland nicht daran hindert, anzubieten ebenfalls welche aufzunehmen.)

Was gar nicht geht ist die Blockadehaltung Italiens.
Gelöschter User
Musca: falsch mal wieder.
Nichts ist einfacher und erfolgreicher als die Grenzen für »Asylanten« zu schließen.
Die Boote abfangen und wieder dorthin schleppen, wo sie herkamen.

Es gibt ein Land, das macht es erfolgreich seit vielen Jahren.
Keine Menschen mehr ersoffen und keine illegalen »Asylanten«.
Musca
Tja Zebra, lass uns mal schauen, ob die Menschen auf der Schokoladenseite des Kekses genügend Boote , Helikopter und Personal zu Verfügung haben..
rayer
Was lässt Du Dich mit dem Idioten ein Musca? Das nächste Land wo gefoltert, gehungert und die Menschenrechte weniger, als das Leben einer Kakerlake zählen, ist 5000 km entfernt von Australien. Zwischen Europa und den Folterknechten Afrikas liegen gerade mal 200 km. Um nach Australien zu kommen musst du mehrere Male einen richtigen Ozean überqueren und kannst nicht hoffen, mit 2 Schlauchbooten und einer Schwimmweste nach 10 km wieder aus dem mediterranen Tümpel mit Wellengang des Bodensees gefischt zu werden. 50 Flüchtlinge pro Jahr zurückzuhalten oder mehrere Zehn bis Hunderttausende ist überhaupt nicht zu vergleichen. Es ist aber beschämend für ein angeblich zivilisiertes Land, selbst diese Handvoll Flüchtlinge menschenverachtend auf einem kleinen Inselstaat mit gerade mal 10 000 Einwohner in Konzentrationslager ähnlichen Einrichtungen zu kasernieren.
Opal_V2
Der Vogelfänger aus Münster ist nicht doof sondern realistisch.

rayer du und dein komischer Freund musca, moment, du hast ja gar keine Freunde, schmiert euch eure Gutmenschenwelt schön zusammen.

Diese Frau Kapitänin hat hat falsch gehandelt und die derzeitge Situation und auch Gutmenschenmeinung schamlos ausgenutzt um die Propagander in Bezug auf die armen gefolterten Bootsflüchtlinge zu intensivieren.

Wusstet ihr eigentlich das ca. 30% der Flüchtlinge mit dem Flugzeug anreisen?

Auf jeden Fall war das eine gelinkte Aktion.
rayer
Du bist nicht doof, Du bist ein Idiot, wenn Du Tripolis als sicher bezeichnest. Typen wie Du befanden vor 80 Jahren auch Dachau als einen sicheren Wohnort für ungeliebte Mitmenschen.
rayer
Was will der Münsteraner Pausenclown uns damit sagen? "30 % der Flüchtlinge reisen mit dem Flugzeug an". Müssen die zu Fuß laufen wie die Israeliten beim Auszug aus Ägypten? Sei doch froh, wenn die Geld für ein Flugticket haben sind die gebildet, verfügen über Kapital und nehmen Dir nichts von Deiner Grundsicherung.
Tom Bombadil
Was nur seltsam ist. Mein persönlicher Massstab bezüglich Sicherheit bei Urlaubsreisen ist die homocite rate (Mordrate pro 100 000 Einwohnern). Wenn man da bei Libyen schaut: 2.50. Das ist tatsächlich eher moderat. Die USA hat z.B. 5.35 (https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_intentional_homicide_rate#United_States). Kann natürlich sein, dass die Zahlen falsch sind oder veraltet aber wundern tut es mich trotzdem etwas.
Matthew
@Tom
Seit 2011 herrscht in Lybien Bürgerkrieg. Zitat aus dem Wikipedia-Artikel.
  • Neben dem Machtkampf der beiden Landeshälften agieren durch das hervorgerufene Machtvakuum die Terrororganisationen Islamischer Staat und Al-Qaida.

    Libyen gilt als Transitland vieler afrikanischer Flüchtlinge und Migranten nach Europa. So sollen sich im Land mehrere Hunderttausend Menschen aus anderen afrikanischen Staaten aufhalten, die Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt sind, wie Mord, Vergewaltigungen, Sklaverei und oftmals in Konzentrationslagern ähnlichen Unterkünften gefangen gehalten werden.

Unter diesen Bedingungen werden keine Statistiken zu Kriminalitäts-Raten erhoben. Es gibt also schlichtweg keine belastbaren Zahlen, mit denen eine veraltete Statistik upgedated werden könnte.
Aber sie ist im Moment, ganz sicher, sehr (!) viel höher, als es der veraltete Wert suggeriert. In Lybien alles andere als ein sicheres Pflaster. Auch im Vergleich mit den USA.
rayer
So ist das eben mit den Statistiken. In der USA werden pro 100 000 Einwohner, mehr als doppelt so viele Morde begangen wie in Libyen. Dafür werden aber in Libyen pro 100 000 Einwohner, 30 mal so viele Menschen gefoltert wie in den USA. Gestorben unter der Folter zählt das auch als Mord? Könnte natürlich sein, es ist wie zu Zeiten der Inquisition. Ein Gottesurteil halt.
rayer
An der Stelle von Tom würde ich mal einen Sommerurlaub in Libyen planen, die Sicherheitslage ist bombig.