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Noch Fragen?

Frage Nummer 3000106614 StechusKaktus

Zum Tag der Deutschen Einheit

Ich bin Wessi.
Von den Ossis höre ich, dass deren Lebensleistung nicht ausreichend gewürdigt wird.
Was ist denn damit konkret gemeint? Wie wird denn eine Lebensleistung überhaupt gewürdigt?
Antworten (31)
moonlady123456
Das geht ja eigentlich schon eher in den philosophischen Bereich, die zweite Frage zu beantworten.
Gewürdigt sieht man wohl seine Lebensleistung, wenn man im Alter glücklich oder wenigstens einigermaßen zufrieden ist. Dazu gehören sicher sehr verschiedene Dinge, je nachdem, was einem wichtig ist.
Der eine ist glücklich damit, tagtäglich in seinem Garten herumpusseln zu können, der andere bekommt Weinkrämpfe, wenn er nicht mindestens 3 Luxusautos in seinen Garagen stehen hat, der dritte möchte gerne jedes Jahr verreisen.
Fehlt etwas davon, ist die Zufriedenheit weg, und damit fühlte derjenige sich betrogen vom Leben. Ich vermute mal, die Unzufriedenheit im Osten kommt daher.
rayer
Da wir hier überwiegend Wessis sind, musst Du die Frage in einem Ostforum stellen. Ich habe nicht den leisesten Schimmer was Du meinst oder wissen möchtest.
Was ich jedoch mit Bestimmtheit weiß, Du hast keine Ahnung was die Lebensleistung eines Menschen bedeutet, nimmst aber gerne die Vorteile daraus für Dich in Anspruch ohne jede Gegenleistung, geschweige denn ein Hauch von Dankbarkeit.
Lempel
Ja, rayer,
damit hast du die beiden Fragen ausreichend beantwortet.
rayer
Du lernst es in diesem Leben nicht mehr. Hier die richtige Kommasetzung: "Ja rayer, damit hast du die beiden Fragen ausreichend beantwortet". Wobei das "Du" nach Duden großgeschrieben wird. Beweis genug?
Lempel
moonlady,
Ich nehme an, dass jeder Mensch eine andere Auffassung von »Lebensleistung« hat.
Es kann sein, dass eine Mutter am Ende ihres Lebens zufrieden zurückblickt auf die Kinder, die sie großzog, oder ein Radfahrer, der einmal in seinem Leben die Tour de France gewonnen hat und davon bis an sein Lebensende zehrt.

Was die Würdigung einer Lebensleistung angeht, da habe ich eine andere Meinung als du. Du nimmst an, dass eine Leistung gewürdigt wurde dadurch, dass man zufrieden ist. Das mag durchaus sein.
Ich glaube jedoch, wenn jemand sagt »ich wurde nicht ausreichend gewürdigt«, er meint, dass er für das, was er geleistet hat, von anderen nicht ausreichend gewürdigt wurde.
Er oder sie macht sich von der Meinung anderer abhängig.
Und das hat weder etwas mit Ossis oder Wessis zu tun. Das gibt es auch bei Aussies.
Lempel
du
Kleinschreibung:

du Glücklicher!
du bist im Recht
Leute wie du und ich
jemanden du nennen

In Briefen kann »du« groß- oder kleingeschrieben werden:

Liebe Maria, wie Du oder du bestimmt schon gemerkt hast …

Großschreibung [Regel 76]:

das vertraute Du
jemandem das Du anbieten
jemanden mit Du anreden
mit jemandem auf Du und Du stehen
Du oder du zueinander sagen
mit jemandem per Du oder per du sein

[Quelle Duden]
rayer
Dummmerle. Als Anrede wird du großgeschrieben.
Lempel
rayer,
ich habe dich ja schon auf den Müll geschmissen, weil du keine Ahnung von der deutschen Rechtschreibung hast, und dein Verhältnis zu den Kommas unter aller Sau ist. Aber du zuckst ja immer noch.

Wie du aus meinem Auszug aus dem Duden ersehen kannst, wird das »du« in der Anrede immer kleingeschrieben, es sei denn in Briefen, da geht beides.
Für die Großschreibung sieh’ dir Regel 76 an.

Du wiederholst deine falschen Behauptungen zweimal und glaubst, damit würden sie Beweise. Das geht vielleicht in deiner Höhle Hotzenplotz, jedoch nicht in dieser WC wo die klügsten Köpfe Deutschlands ihr Wissen austauschen.

Ich gebe dir jetzt noch das letzte Wort bevor du auf der Müllhalde vergammelst.
Also los, dein Abschiedswort:
StechusKaktus
In eine ähnliche Richtung geht auch die Erklärung für die Unzufriedenheit "die Biographie der Ostdeutschen wurde nicht ausreichend respektiert".
Ist das eine Umschreibung für "ich weiss es nicht"?

Ansonsten halte ich es mit Moonlady. Letztlich geht es im Leben immer nur um Anerkennung, wenn möglichvon der "richtigen Seite".
Und die meiste Arten von Anerkennung gibt es doch übeerall. Auch im Osten. Über mangelnde Anerkennung wird im Westen übrigens genauso gejammert.
Dorfdepp
Mit der Wiedervereinigung wurde aus zwei deutschen Staaten ein einig Vaterland. Allerdings stellte sich bald heraus, dass es zwei Klassen in Bezug auf Lohnhöhe und Rente gab.

Sa wurden die Ossis zornig, weil sie der Meinung waren, dass auch sie ihr Leben lang gearbeitet hatten und somit den Wessis gegenüber nicht benachteiligt werden sollten.

Die Begründung dafür (unterschiedliche Produktivität) hielten sie für ökonomischen Hokuspokus, was auch nicht gänzlich falsch war. Schließlich wurden konkurrenzfähige Ostbetriebe von der Treuhand platt gemacht, weil die Westwirtschaft Absatzmärkte wollte, aber keine Konkurrenz.

Das war ein Musterbeispiel für kapitalstische Gier und Dummheit, und die Leute haben sehr genau gemerkt, dass sie als Bürger zweiter Klasse in die mentale Minderwertigkeit abgeschoben wurden. Somit ist das Gefühl entstanden, dass ihre Lebensleistung, also das, was sie in der DDR geleistet hatten, nicht ausreichend gewürdigt wurde.




Skorti
Ich weiß nicht nur nicht, wie die Ossis ihre Lebensleistung gerne gewürdigt haben wollen, ich habe nicht mal eine Ahnung wie man die Lebensleistung zum Würdigen messen sollte.

Was ist denn die Lebensleistung?
Regelmäßig seine Arbeit zur Zufriedenheit des Arbeitgebers geleistet zu haben? Das wird durch das Gehalt ausreichend gewürdigt und damit später durch die Rente.
Sich sozial engagiert zu haben und im sozialen Bereich tätig gewesen sein? Nun, das werden auch die wenigsten Ossis getan haben, ebenso wie unter den Wessis.
Aber so etwas wird durch die Vereine und die Dankbarkeit der Unterstützten gewürdigt.
40 Jahre DDR überstanden zu haben?
Nee, da gibt es nur die zu würdigen, die mit den Montagsmärschen zum Sturz des Regimes betrugen.
Die werden aber auch zu jedem Jubiläum in den Medien immer wieder gewürdigt.

Dann sollen die Unzufriedenen erst mal sagen, was die Lebensleistung denn umfassen soll, dann will ich diese auch in vollem Umfang würdigen.
(so gut ich kann ... Sarkasmusvorräte prüf ...)
Dorfdepp
@ rayer

Wenn es dich traurig stimmt, wenn jemand nichts zu einer Frage beiträgt, müssten bei dir beim Lesen deiner Antwort von 00:47 und den folgenden prolligen Entgleisungen die Tränen in Strömen fließen.
Matthew
Ist 'ne Mischung aus verschiedenen Aspekten:
Erstens: Sagen das die Ossis oder ist das den Ossis so in den Mund gelegt?

Nach der Wende habe ich viel in den neuen Bundesländern gearbeitet und auch Urlaub gemacht. In den Kneipen: Bier aus dem Westen, in den Läden nur West-Produkte, wenn man nach lokalen Produkten und Marken gefargt hat: Haben wir aus dem Sortiment genommen, die Leute hier wollen das "Ost-Gelump" nicht, das sind nur Ladenhüter.
Natürlich sind viele der Ost-Firmen dann pleite gegangen, auch wenn sie gute Qualität produziert haben. Wenn's keiner kauft, geht die Firma den Bach runter. Das ist jetzt nicht wirklich überraschend.

Viele der Betriebe wurden an westliche "Investoren" verkauft, teils, wegen fehlender Kunden (siehe oben), teils Privatisierung von VEBs. Und viele der westlichen "Investoren" wurden auf diese Weise billig lästige Konkurrenz los oder kamen für 'nen Appel und ein Ei an den Maschinenpark oder waren Glücksritter, schon im Westen gescheitert, die im Osten sich kurz nochmal dicke tun konnten, bevor sie dann auch im Osten erneut gescheitert sind und dabei viel mit sich gerissen haben. Nur ein Teil haben wirklich investiert, im Sinne des Wortes.

Dann gab es bei vielen den Glauben, wenn die Mauer fällt wird irgendwie alles besser. Man könne irgendwie so weiter machen, nur mit Luxus. Westgehälter kombiniert mit Ost-Preisen.

Teilweise wurden Ost-Ausbildungen von Westlern nicht anerkannt und Handwerksmeister mussten schlecht bezahlte Hiwi-Jobs machen. Das erzeugt natürlich Unmut.

Wie eingangs bereits gesagt, eine wilde Mischung aus überzogenen (und dann enttäuschten) Erwartungen an ein kapitalistisches Schlaraffenland einerseits und tatsächlicher Abzocke andererseits.
rayer
@Dorfdepp
Wenn man die Hintergründe nicht kennt, sollte man die Klappe halten. Da Stechus ein absoluter Gegner der Mütterrente ist, jedoch gerne die Wirtschaftsleistung der aufgezogenen Kinder in Form von Rente annimmt, ist mein Einwand gerechtfertigt. Das hat mit prolliger Entgleisung eher nichts zu tun, sondern ist dem tatsächlich vorhandenen Mangel an Anerkennung der Lebensleistung von Müttern geschuldet. Vermutlich macht sich Stechus Sorgen, die Rente könne noch schmaler für sie ausfallen, wenn man mit den Müttern teilen muss. Asozialer geht es kaum, wenn man bedenkt, dass immer nur die nächste Generation die Renten erwirtschaftet. Und jetzt kannst Du wieder an den Stammtisch zurück und Dich dem Gespritzten hingeben.
Bertosting
Ostdeutsche wünschen sich einfach, dass sie nicht immer als unproduktiv oder Menschen zweiter Klasse dargestellt werden. Sondern sie möchten genau so respektiert werden wie Westdeutsche für das was sie an Arbeit verrichten oder sonst irgendwie in ihrem Leben erreicht haben. Also Würdigung heißt in diesem Fall Gleichberechtigung.
Man stelle sich nur mal ein Online Casino vor, ob dort ein Ostdeutscher oder Westdeutscher mit am Blackjacktisch sitzt, ist den Spielern ja auch komplett egal. Hier kann man mehr zu diesem Casinotest lesen.
Nasapilot
Ostdeutsche wünschen sich einfach, dass sie nicht immer als unproduktiv oder Menschen zweiter Klasse dargestellt werden. Sondern sie möchten genau so respektiert werden wie Westdeutsche für das was sie an Arbeit verrichten oder sonst irgendwie in ihrem Leben erreicht haben. Also Würdigung heißt in diesem Fall Gleichberechtigung.
Man stelle sich nur mal ein Online Casino vor, ob dort ein Ostdeutscher oder Westdeutscher mit am Blackjacktisch sitzt, ist den Spielern ja auch komplett egal. Hier kann man mehr zu diesem Casinotest lesen.
Dorfdepp
@ rayer

Da es nicht in Wikipedia steht, dass Stechus ein absoluter Gegner der Mütterrente ist, jedoch gerne die Wirtschaftsleistung der aufgezogenen Kinder in Form von Rente annimmt, konnte ich das natürlich nicht wissen.

Aber was hat das mit dem Thema zu tun? Wenn dir dazu nichts einfällt, brauchst du auch nichts dazu zu schreiben. Jedenfalls nicht, wenn du dich an anderer Stelle beklagst, wenn jemand nichts zum Thema schreibt.
StechusKaktus
Ich kann rayers These auch nicht teilen. Meine Kritik an der Mütterrente bezieht sich in erster Linie auf das Giesskannenprinzip dieser Einrichtung.

Abgesehen davon bin ich nah an Matthew. Vielleicht ist es wirklich so, dass die Begründung den Ossis nur in den Mund gelegt wird. Ich habe in meiner Zeit im Osten keine materiellen Untrschiede zur Produktivität und Arbeitseinsatz feststellen können.

Es verhält sich wohl so wie mit Ausländern: Wenn man genügend kennt, gibt es keine Probleme, ansonsten grassieren Vorurteile.
ing793
off topic @rayer: ich bin wahrhaftig selten einer Meinung mit Stechus in sozialen Fragen - aber die Erweiterung der Mütterrente ist in meinen Augen eine unverantwortliche Ressourcenverschwendung.

Es gibt schlicht und ergreifend Stichtage. Auf wen die Voraussetzungen vor dem Stichtag zutreffen, der kommt in den Genuß des alten Rechts, der danach kommt in den Genuss des neuen Solchen. Die deutsche Geschichte ist voll davon: von BaFöG über die Regelungen nach §7b/10e für den Kauf von Häusern, von der Berufsunfähigkeit zur Witwenrente. Es gibt Dutzende, wenn nicht Hunderte Regelungen, von denen einer profitiert und der andere nicht, einfach wegen des Stichtages.

So eben auch bei der Rente. Die vor dem Stichtag geborenen Frauen bekommen die kleine Witwenrente noch lebenslang, die danach nur zwei Jahre - dafür bekamen die den Kinderzuschlag.
Jetzt wurde der Kinderzuschlag auf alle ausgeweitet, die Regelungen zur Witwenrente aber nicht. Das geht so nicht.
Agentur
Ich lebe in Leipzig und habe noch nie gehört, dass sich jemand in Bezug auf nicht gewürdigte Lebensleistung beklagt hat.
Dorfdepp
@ Agentur

Na, dann ist ja alles klar. Wenn du das noch nie gehört hast, dann kann es auch nicht stimmen.
Skorti
So ganz unrecht hat Agentur jedoch nicht.

Wir können doch mal davon ausgehen, dass Ossis nicht ganz anders ticken als die Wessis, also die meisten von uns. Von uns erwartet keiner, dass seine Lebensleistung "gewürdigt" wird, warum glauben wir, die Ossis erwarten dies?
Weil uns Politiker, Soziologen, Medien, Berufsossis und Dauer-Talk-Show-Gäste dies immer wieder erzählen?

Ist das nicht nur ein Etikett, dass auf das Problem geklebt wird, um zu übertünchen, dass man die Ossis bei der Vereinigung in erster Linie über den Tisch gezogen hat?
Von Spekulanten ausgetrickst, der Treuhand ausgebeutet und den Politkern belogen.
Nachdem die Treuhand mit dem Osten fertig war, gab es im Osten in vielen Gegenden nur noch hohe Arbeitslosigkeit und Landflucht, somit heute HartzIV.

Klar, die meisten Betriebe waren unproduktiver als im Westen und nicht so rentabel, aber es wären sicher einige zu retten gewesen. Dann gäbe es vielleicht auch noch mehr Arbeit und weniger Unzufriedene
Tjorven
Verwechsle bitte nicht Ossis und Aussies!
bh_roth
Ossi und Lebensleistung sind 2 Dinge, die sich gegenseitig ausschließen. Ich kann beim besten Willen keine Lebensleistung eines Einzelnen in der denkbar unproduktivsten Volkswirtschaft dieser Erde erkennen.
Und jetzt: Feuer frei.
Die größte Lebensleistung der Ossis ist die komplette Übernahme der bis dahin gut funktionierenden Bundesrepublik, allen voran durch Frau Dr. Musksel.
Dorfdepp
@ Skorti

1. Kein Ossi hebt den Zeigefinger und sagt öffentlich, dass seine Lebensleistung nicht gewürdigt würde. Aber unterschwellig ist bei vielen dieses Gefühl vorhanden, das merke ich oft, wenn ich dort bin. Dazu braucht es keine Politiker, Soziologen, Medien, Berufsossis und Dauer-Talk-Show-Gäste, die denen das einreden, die meinen nur, die Deutungshoheit über die DDR zu haben. Aber die Betroffenen wissen, wie es war und wie es ist.

2. Was ist diese „Lebensleistung“? Dafür gibt es vom Staat keine Urkunden und Medaillen, ist also eher ein abstrakter Begriff. Meiner Meinung nach ist es das Gefühl, nach einem arbeitsreichen Leben so viel erreicht zu haben, dass man sorgenfrei in den Ruhestand gehen kann. Da ticken die Ossis wirklich nicht anders als die Wessis, denn auch im Westen geht die Anerkennung der Lebensleistung verloren, wenn einer sein ganzes Leben lang gearbeitet hat, und im Alter zum Sozialfall wird. Oder wenn ein Vollzeitjob nicht ausreicht, um den Lebensunterhalt zu bestreiten.

3. Natürlich war die Produktivität in der DDR geringer, aber das lag am sozialistischen System. Leistung lohnte sich nicht, und die Wirtschaft war dank Staatswirtschaft nicht in der Lage, immer ausreichend Material für die Fertigung bereit zu stellen, da blieben Bänder einfach stehen, weil die Teile fehlten. Das war aber nicht die Schuld der „faulen“ Ossis. Die haben es nämlich trotz aller Widrigkeiten geschafft, im Comecon nach der Sowjetunion die größte Wirtschaftsmacht zu sein.
Dorfdepp
@ bh_roth

Unverbesserlicher Besserwessi. Genau der Typ, der dort nicht so gut ankommt.
Skorti
@Dorfdepp
Ich habe die mangelnde Produktivität auch nicht den Arbeitern vorgeworfen, sondern nur allgemein festgestellt und als Grund fürs "Abwickeln" genannt.

Die mangelnde Produktivität lag aber nicht nur direkt in der fehlenden Anerkennung der persönlichen Leistung, sondern auch am Personalüberhang, es musste ja jeder eine Arbeitsstelle haben, an veralteten Strukturen und Maschinen, die kann man evtl. wieder der mangelnden Anerkennung zuschreiben, sowie der Tatsache, dass immer noch mit eigenen Betrieben Sachen produziert wurden, die der Westen längst in Billiglohnländern produzieren ließ, weil zu personalintensiv.

Den Materialmangel und die Motivation hätte man sicher beheben können, aber selbst die motiviertesten Mitarbeiter hätten Bekleidung, Spielzeug und viele andere Artikel nicht zu konkurrenzfähigen Preisen produzieren können.
Dorfdepp
@ Skorti

Mit deiner Darstellung bin ich absolut einverstanden. Objektiv ist das alles richtig.

Hier geht es aber eher um die subjektive Einstellung der Betroffenen. Da könnte es punktuell zu Abweichungen in der Wahrnehmung der Realität kommen.

Nicht dass ich das kompetent bewerten könnte, aber die Wahlergebnisse im Osten machen mir schon Unbehagen.

Das muss doch irgendeinen Grund haben.
Musca
Ich möchte mich hier bei den Handwerkern aus Thüringen und den Jungs aus den Baumwollfeldern der Rhön ausdrücklich bedanken. Ohne euer Fachwissen und handwerkliches Geschick wäre mein persönliches Lebensprojekt, die Sanierung eines Renaissance-Schlosses, nie möglich gewesen.
Danke liebe Ossis für die gute Zusammenarbeit.
Sonnenschein17
Viel in der ehemaligen DDR fühlen sich und ihre Lebensleistung nicht gewürdigt, weil auch die Medien immer nur von der Schieflage des Ostens berichten haben oder berichten. Da es die meisten mit Herzblut in ihren Betrieben gearbeitet haben, finden sie es unfair, dass sie weniger Rente als die Wessis bekommen und dass immer so getan wird, als ob keiner im Osten wirklich gearbeitet hat.
Matthew
Also erstmal ist die Behauptung, die DDR habe weltweit die schlechteste Produktivität gehabt kompletter Unfug. Im Vergleich zu anderen Ostblockländern war die DDR da weitgehend führend. Dafür brauchte es allerdings auch ein sehr gutes Improvisations-Talent. Hatten sie.

Das mit "Leistung" und "lohnen" halte ich für ein schwieriges Argument. Man muss sich dazu nur bei uns mal den Pflege-Bereich ansehen. Vor der Leistung derer, die in diesem Bereich arbeiten haben ich den größten Resepekt, jedenfalls vor den Meisten. Adäquat bezahlt wird diese Leistung in der Regel aber nicht.
Marktwirtschaft funktioniert halt nur, wenn alle "Teilnehmer" über ein ausreichendes Einkommen verfügen, um ihre Bedürfnisse auch monetäre Nachfrage ummünzen zu können. Nichts grundsätzliches gegen Unterschiede im Einkommen, aber wenn die Schere zu weit auseinander geht, dann wird das System instabil und fliegt uns um die Ohren.

Und dabei nicht vergessen: Eine Gesellschaft die ausschließlich nach Markt-Gesetzen funktioniert, eine solche Gesellschaft ist zutiefst korrupt. Eine Gesellschaft braucht Werte und sie braucht die politischen Instrumente diese gegen Markt-Interessen auch durchzusetzen. Allerdings sind auch solche Instrumente nicht immun dagegen, durch korrupte Funktionsträger (egal ob in Politik oder Wirtschaft) in deren Interesse missbraucht zu werden.