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Beim Wandern verschwunden Achtjährige Julia gesund aus dem Krankenhaus entlassen

Suchtrupp Julia
Der Suchtrupp hatte Erfolg: Zwei Tage nach dem Verschwinden der Achtjährigen Julia wurde das Mädchen aufgefunden.
© Vogl Daniel / DPA
Zwei Tage lang suchten mehr als 1000 Einsatzkräfte nach der verschwundenen Achtjährigen. Am Ende wurde sie von einem Förster entdeckt. Mit einem kleinen Kratzer, aber ansonsten wohlbehalten, kehrt Julia nun nach Hause zurück.

Die nach zweitägigem Verschwinden im deutsch-tschechischen Grenzgebiet gefundene achtjährige Julia ist gesund aus dem Krankenhaus entlassen worden. Sie konnte die Klinik knapp einen Tag nach ihrer Entdeckung im Wald am Mittwochmittag in Begleitung ihrer Familienangehörigen wieder verlassen, wie das Polizeipräsidium Oberpfalz in Regensburg mitteilte. Sie war demnach bis auf einen leichten Kratzer am Bein unverletzt, musste aber langsam wieder aufgewärmt werden.

Den Angaben zufolge war die Achtjährige nach ersten Befragungen immer wieder in Bewegung und hat dabei wohl mehrere Kilometer zu Fuß im Wald zurückgelegt. Der genaue Weg kann demnach jedoch nicht mehr nachvollzogen werden. Nachts schlief sie auf einer Wiese in hohem Gras und beobachtete dabei auch Tiere wie Rehe, Füchse und ein Wildschwein.

Sie beschrieb demnach, dass sie sich nachts im Wald fürchtete und deshalb nicht auf sich aufmerksam gemacht hatte. Sie sei auf der Suche nach dem Wanderweg gewesen, auf dem sie mit ihrer Familie einen Berg bestiegen hatte, doch habe sie ihn nicht mehr gefunden. In der Zeit hatte Julia nichts getrunken oder gegessen. "Das Mädchen wurde unmittelbar nach seinem Auffinden sofort in ein deutsches Krankenhaus eingeliefert und traf dort auf ihre Eltern", sagte Polizeisprecher Florian Beck. Diese Situation sei sehr emotional gewesen.

Mit einem Kratzer davongekommen

Das Verschwinden des Mädchens aus dem Großraum Berlin hatte die Menschen in der Gegend um den Berg Cerchovs – auf deutsch Schwarzkopf – seit Sonntag bewegt. Etwa 1400 Einsatzkräfte suchten seit der Vermisstenanzeige der Eltern nach der Schülerin, die Suche wurde auch in den Nächten auf Montag und Dienstag intensiv fortgesetzt. 

Ein Förster entdeckte das stark unterkühlte, aber unverletzte Mädchen schließlich in einem unwegsamen Waldstück. Sie befand sich "völlig erschöpft in einem Gebüsch und machte nicht auf sich aufmerksam", hieß es. Das Glück, sie lebend gefunden zu haben, ist für den Förster Martin Semecky noch immer überwältigend: "Das war ein unglaubliches Gefühl, diese Emotionen kann man gar nicht mit Worten beschreiben", sagte der Tscheche. Die Familie lasse ausrichten, dass man "überglücklich sei und sich ausdrücklich bei allen Helferinnen und Helfern bedanke".

Die Eltern waren mit Julia, ihrem Bruder und einem Cousin am Sonntag zum Gipfel des Bergs aufgestiegen. Beim Abstieg waren die Kinder alleine vorgegangen und hatten sich wohl verlaufen. Während die zwei Jungen noch am Sonntagabend wieder gefunden wurden, blieb Julia vermisst.

cl DPA AFP

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