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Badeort Hurghada Mysteriöse Todesfälle in ägyptischem Luxushotel: Britische Eheleute sterben am selben Tag

Das Steigenberger Aqua Magic in Ägypten
Tod in ägyptischem Luxushotel
© MOHAMED EL-SHAHED / AFP
Ein britisches Ehepaar stirbt in einem ägyptischen Luxushotel. Der Fall wirft Fragen auf - auch, weil die Tochter des Paares offiziellen Angaben widerspricht.

Tragisches Ende eines Familienurlaubs: Ein britisches Ehepaar ist während seines Aufenthalts in einem Hotel im ägyptischen Badeort Hurghada gestorben. Der Mann (69) und die Frau (63) starben am vergangenen Dienstag kurz nacheinander - die Ursachen sind noch ungeklärt. Der britische Reiseveranstalter Thomas Cook hat daraufhin beschlossen, alle seine Gäste von dort auszuquartieren. Dabei handele es sich um eine "Vorsichtsmaßnahme", erklärte das Unternehmen. "Sicherheit ist immer unsere höchste Priorität, deswegen haben wir die Entscheidung getroffen." Außerdem gebe es Berichte über einen ungewöhnlich hohen Krankenstand unter den übrigen Gästen des Hotels "Steigenberger Aqua Magic".

Das ägyptische Tourismusministerium erklärte, eine medizinische Untersuchung habe ergeben, dass der 69-jährige Mann einen heftigen Blutdruckabfall erlitten habe und sein Herz plötzlich aufgehört habe zu schlagen. Ein Sicherheitsbeamter fügte hinzu, der Mann sei an einem Herzinfarkt gestorben, bevor er das Krankenhaus erreichte. Seine Frau sei vier Stunden später verstorben, nachdem sie Zeichen von "Müdigkeit und Traurigkeit" gezeigt habe. Zuvor hatte es geheißen, der Mann sei wegen Erschöpfung ins Krankenhaus gekommen. Nach Angaben
der Provinzverwaltung soll es eine Obduktion geben.

"Er ist im Hotelzimmer vor meinen Augen gestorben"

Das aus Nordengland stammende Paar hatte den Urlaub mit seiner Tochter Kelly Ormerod verbracht. Diese widersprach im britischen Radiosender 2BR den ägyptischen Angaben. "Papa ist nie ins Krankenhaus gegangen", sagte sie. "Er ist im Hotelzimmer vor meinen Augen gestorben. Ich bin mit Mama im Krankenwagen zum Krankenhaus gefahren, wo sie gestorben ist", fügte Ormerod hinzu. "Die ganze Familie ist erschüttert." 

Dem Sender Sky News sagte Ormerod, ihre Eltern hätten "keinerlei Krankheit" gehabt. "Sie waren in bester Verfassung, als sie zu Bett gingen." Sie glaube, "etwas Verdächtiges" sei vorgefallen, beide hätten "genau die gleichen Symptome" gehabt: "Etwas ist in dem Zimmer passiert und hat dazu geführt, dass sie uns genommen wurden."

Der Geschäftsführer des Hotels "Steigenberger Aqua Magic", Dieter Geiger, sagte, das Hotel sei sehr traurig über den Vorfall. Geiger hatte bereits am Dienstag an Reiseunternehmen geschrieben, zu einer "angeblich gehäuften Zahl von Krankheiten im Hotel" gebe es keine Indizien. Ein deutscher Tourist berichtete hingegen, er, sein Sohn und weitere Gäste seien an Durchfall erkrankt. Allerdings trat die Erkrankung bei ihm erst am Mittwoch und damit einen Tag nach dem Tod der Briten auf.

Reisende auf dem Rückweg in die Heimat

Thomas Cook will die von der Evakuierung betroffenen Gäste in anderen Hotels unterbringen. Auf Wunsch können die Gäste auch ihren Urlaub abbrechen. Den in den kommenden Wochen für das Hotel gebuchten Touristen werde ein anderer Urlaub angeboten, erklärte das Unternehmen, das auch viele Kunden aus Deutschland hat. 

Derweil sind die ersten Touristen aus dem Hotel in ihre Heimat zurückgekehrt. "Wenn man abends zwischen 22.00/22.30 Uhr herausfindet, dass zwei Tage zuvor zwei Menschen gestorben sind, und niemand weiß, woran...Wären sie offen und transparent damit umgegangen, wäre ich nicht in das Flugzeug gestiegen", erklärte eine Urlauberin am Manchester Airport der britischen "BBC". Auch eine andere Touristin fand deutliche Worte: Die ganze Angelegenheit sei "ein bisschen unheimlich".

ikr, mit Agentur DPA/AFP

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