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Bangladesch: Über hundert Tote bei Brand in Textilfabrik

Bei einem Feuer in einer Textilfabrik sind in Bangladesch 115 Menschen gestorben, mehr als 200 wurden verletzt. Die Brandursache ist noch unklar. Die Fabrik beliefert unter anderem C&A und Kik.

Bei einem Brand in einer Textilfabrik in Bangladesch sind in der Nacht zum Sonntag mindestens 109 Menschen getötet worden. Wie die Feuerwehr am Sonntag mitteilte, brach das Feuer am späten Samstagabend in dem Werk der Firma Tazreen Fashion am Rande der Hauptstadt Dhaka aus noch unbekannten Gründen aus. Hunderte Arbeiter wurden demnach in den oberen Etagen des neunstöckigen Fabrikgebäudes eingeschlossen.

Firmenchef Delwar Hossain sprach von einem "schweren Verlust für meine Angestellten und meine Fabrik", die unter anderem für das Bekleidungsunternehmen C&A arbeitet. Der Sprecher von C&A Europe, Thorsten Rolfes, sagte der Nachrichtenagentur AFP, Tazreen Fashion habe für C&A in Brasilien Pullover angefertigt. Die Firmenleitung in Europa sei "mit ihren Gedanken und ihren Gebeten" bei den Opfern und ihren Familien. Insgesamt seien 109 Leichen geborgen worden, teilten die Behörden mit. Zunächst war von 121 Toten die Rede gewesen. Einige Arbeiter hätten sich tödlich verletzt, als sie in Panik aus den Fenstern gesprungen seien. Die Leichen seien auf das Gelände einer nahegelegenen Schule gebracht worden und würden nun ihren Angehörigen übergeben. Die Feuerwehr benötigte vier Stunden, um den Brand unter Kontrolle zu bringen. Der Einsatzleiter der Feuerwehr sagte, die meisten Opfer seien im zweiten Stock am Rauch erstickt. Zwar habe das Gebäude drei Ausgänge gehabt, doch da der Brand in einem Lager im Erdgeschoss ausgebrochen war, konnten die Arbeiter nicht rausgelangen. "Mehr als tausend Arbeiter waren in der Fabrik eingeschlossen", sagte die 42-jährige Arbeiterin Romesa auf ihrem Krankenbett. Sie selbst habe sich aus dem vierten Stock auf das Dach eines Nachbargebäudes gerettet.

Mangelnde Sicherheitsmaßnahmen

Die Textilindustrie ist der wichtigste Wirtschaftsfaktor Bangladeschs. Die meisten Exporte gehen nach Europa, allein Deutschland importierte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2011 Bekleidung im Wert von 2,8 Milliarden Euro. Der Verband der Textilhersteller und -exporteure in Bangladesch versprach den betroffenen Familien Entschädigung.

Laut einer Studie der Kampagne für Saubere Kleidung kam es seit dem Jahr 2005 zu sieben tödlichen Bränden und Fabrikeinstürzen in Bangladesch, bei denen insgesamt 145 Menschen starben. Die vielen Toten seien mit mangelhaften Sicherheitsmaßnahmen zu erklären. Elektrokabel hingen häufig frei im Raum, Feuerlöscher fehlten, Notausgänge verschlossen und Fluchtwege versperrt.

Erst im September gab es einen verheerenden Brand mit mehr als 259 Toten in einer Textilfabrik in Pakistan. Bangladesch war bis 1971 ein Teil Pakistans. Die pakistanische Unglücksfabrik belieferte auch den deutschen Textildiscounter Kik.

lea/DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.