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Explosion in belgischem Atomkraftwerk: Reaktor nach Brand abgeschaltet

Eine Explosion löste am Sonntagmorgen einen Brand im belgischen Atomkraftwerk Tihange aus. Ein Reaktor schaltete sich automatisch ab. Der Zwischenfall könnte die Stromversorgung des Landes belasten.

Das Feuer im Atomkraftwerk in Tihange wurde von einer Explosion ausgelöst. (Archivbild)

Das Feuer im Atomkraftwerk in Tihange wurde von einer Explosion ausgelöst. (Archivbild)

Nach einem Brand im belgischen Atomkraftwerk Tihange ist Medienberichten zufolge der Reaktorblock 3 heruntergefahren worden. Der Reaktor in Tihange, etwa 70 Kilometer westlich von Aachen, schaltete sich demnach am Sonntagmorgen um etwa 10.30 Uhr automatisch ab.

Zuvor hatte einer der Transformatoren Feuer gefangen. Eine Explosion habe den Brand ausgelöst, berichtete die Mediengruppe "Sudpresse". Eine Sprecherin der Betreiberfirma Electrabel sagte der Nachrichtenagentur Belga, der Brand sei mittlerweile gelöscht. Alle Sicherheitsmaßnahmen seien befolgt worden.

Neustart-Versuch am Dienstag

Es ist jedoch unklar, wie lange der 1048-Megawatt-Reaktor abgeschaltet bleibt. Ein erster Neustart-Versuch solle laut Betreibern am Dienstag gemacht werden.

Der Zwischenfall könnte die Stromversorgung in Belgien weiter belasten. Es gab Warnungen, dass Ausfälle bei anderen Atommeilern zu Stromknappheit im Winter führen könnten. Tihange 3 ist der vierte belgische Reaktorblock, der wegen Schäden oder Sicherheitsbedenken vom Netz genommen wurde. Das Land plant, bis 2025 völlig auf Atomkraft zu verzichten.

kup/DPA / DPA
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