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Belgien: Kindergarten-Messerstecher schweigt

Die belgischen Kleinstadt Dendermonde steht unter Schock. Noch sind die Motive des Amokläufers, der in einem Kindergarten drei Menschen erstochen hat, unklar.

Der 20-Jährige Täter äußerte sich bislang nicht zu der Bluttat, wie die Ermittler am Samstag mitteilten. Ein Untersuchungsrichter erließ Haftbefehl wegen dreifachen Mordes und mehrfachen Mordversuchs. Der Mann hatte am Freitag zwei Kleinkinder und eine Erzieherin erstochen, zehn weitere Menschen verletzte er mit Messerstichen.

Ignace Demeyer, Leiter eines Krankenhauses in Aalst, sagte, seit Ankunft der Kinder seien auch Fachärzte für plastische Chirurgie im Einsatz. "Das sind keine Verletzungen, die von einem Küchenmesser herrühren", sagte er. Bei den Todesopfern handelt es sich um zwei Jungen unter zwei Jahren sowie um eine 54 Jahre alte Erzieherin.

Geschminkter Täter

Der Täter war am Freitagvormittag mit weiß angemaltem Gesicht und schwarz geschminkten Augen in die Kinderkrippe gekommen, in der sich 18 Kleinkinder und sechs Betreuer aufhielten. Dort stach er wahllos auf die Kinder ein, von denen etliche in ihren Bettchen schliefen. Nach kurzer Flucht konnte er festgenommen werden. Trotz stundenlanger Befragungsversuche wollte er sich nicht zum Motiv seiner Tat äußern. Der Mann war bisher weder als geisteskrank bekannt noch stand er unter Alkohol- oder Drogeneinfluss, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Berichte von Augenzeugen, der Mann habe bei seiner Festnahme kurz nach der Tat eine kugelsichere Weste getragen sowie mehrere Messer und ein Beil bei sich gehabt, wurden von den Behörden am Samstag nicht bestätigt. Die Polizei schirmte den Täter von der Öffentlichkeit ab: So wurde der Haftbefehl nicht im Gerichtsgebäude, sondern in der Polizeiwache von Dendermonde erlassen.

Die Kommentatoren der belgischen Zeitungen zeigten sich am Samstag entsetzt über das Verbrechen. "Wir müssen mit der Erkenntnis leben, dass wir unsere Kinder nicht vollständig schützen können. Eine Erkenntnis, die fast nicht zu ertragen ist", schrieb "De Standaard". Das Blatt "De Morgen" meinte: "Konnte man dieses Drama verhindern? Ja, indem man vor jede Kinderkrippe eine Hand voll Polizisten stellt. Aber wer möchte sein Kind noch in solch eine Krippe bringen?" "Flandern hat seine Unschuld verloren", schrieb "Het Laatste Nieuws". "Aber was macht jemanden so wahnsinnig, dass er sich an den Kleinsten vergreift?"

DPA / DPA
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.