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Bürgerkrieg in Libyen: Rebellen auf dem Vormarsch

Stockend, aber beständig nähern sich die Rebellen in Libyen der Haupstadt Tripolis. Der internationale Haftbefehl gegen Machthaber Muammar al Gaddafi gibt ihnen einen neuen Moment. Es wird eng für den Despoten.

Der libysche Machthaber Muammer al Gaddafi gerät zunehmend unter Druck. Langsam aber stetig marschieren die Rebellen vom Süden und Westen auf die Hauptstadt Tripolis zu. Unabhängige libysche Beobachter vermuten zudem, dass die Zahl der Funktionäre, die Gaddafi noch die Treue halten, in den kommenden Tagen weiter sinken wird, nachdem der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag Haftbefehle gegen ihn, seinen Sohn Saif al-Islam und den Geheimdienstchef erlassen hatte.

"Der Vormarsch der Rebellen ist nicht konstant, sondern stockend, aber man merkt, dass sie sich langsam der Hauptstadt nähern", sagte ein Bewohner von Tripolis am Dienstag. Die Medien der Aufständischen meldeten, ihre Truppen stünden aktuell bei Bir al-Ghanam im Südwesten und Surman im Westen.

Der Militärsprecher des Nationalen Übergangsrates in Bengasi, Ahmed al-Bani, sagte auf Anfrage: "Die Revolutionäre stehen inzwischen etwa 60 bis 70 Kilometer westlich von Tripolis." Zu den militärischen Erfolgen der Aufständischen hätten die Luftangriffe der Nato entscheidend beigetragen. Problematisch werde der Einmarsch in Tripolis sein, weil Gaddafi zahlreiche Familien und Offiziere in seinem Stützpunkt Bab al-Asisija als "menschliche Schutzschilde" missbrauche. "Wir werden aber versuchen, so weit wir können, alle Zivilisten zu verschonen", fügte er hinzu.

Nach Berichten von Regimegegnern sollen Gaddafis Truppen in der Stadt Al-Sawija zahlreiche Zivilisten festgenommen, Familien aus ihren Häusern vertrieben sowie Söldner und Munition in die Stadt geschafft haben. Die 50 Kilometer westlich von Tripolis gelegene Stadt soll möglicherweise zum Bollwerk gegen einen Ansturm der Rebellen auf die Hauptstadt aufgebaut werden. Al-Bani sagte, er glaube, die Regierungstruppen hätten die verschleppten Zivilisten aus Al-Sawija getötet: "Sie machen keine Gefangenen mehr."

Die Stimmung der Bevölkerung in den von den Regierungstruppen kontrollierten Landesteilen hat sich nach Einschätzung von Beobachtern durch den am Montag verkündeten Haftbefehl nicht geändert. Im inneren Zirkel Gaddafis habe die Entscheidung, die von der Regierung als "illegale politische Einflussnahme Europas" bezeichnet wurde, aber schon Auswirkungen, hieß es.

liri/DPA / DPA
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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