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Empörung in Belgien: Dutroux-Komplizin darf ins Kloster

Viele Belgier sind entsetzt, vor allem die Angehörigen der Opfer: Die Ex-Frau des Kindermörders Marc Dutroux kann vorzeitig nach 16 Jahren aus der Haft kommen und in einem Orden leben.

Die vorzeitige Entlassung der Komplizin und Ex-Frau des Kindermörders Marc Dutroux erregt Belgien: Die 52-jährige Michelle Martin war 2005 zu 30 Jahren Haft verurteilt worden, darf aber nun nach 16 Jahren entlassen werden, um in einem Kloster des Ordens der Klarissen in Malonne unweit der Stadt Namur leben. Diese Entscheidung eines Gerichts in Mons wurde von Angehörigen der Opfer und von Opferverbänden scharf kritisiert.

Angehörige protestieren

Der Vater eines Mädchens, das im Alter von acht Jahren von Dutroux verschleppt, vergewaltigt und dann ermordet wurde, beklagte, dass künftig nur etwa 60 Kilometer zwischen dem Aufenthaltsort der Täterin und der Opfer lägen.

Die Frau sei "genau so schuldig wie Dutroux und sie hätte ihre Strafe bis zum Ende verbüßen müssen", sagte der Vater einer von Dutroux ermordeten 19-Jährigen. "Diese Gerichtsentscheidung ist inakzeptabel." Der Anwalt eines Opferverbandes sagte, er habe gegen die Freilassung bereits Beschwerde eingelegt. Vertreter verschiedener Parteien forderten eine öffentliche Debatte über die Verbüßung von Strafen für besonders schwere Verbrechen.

Seit 1996 im Gefängnis

Das Gericht verbot der 52 Jahre alten Frau, sich den Familien der Opfer zu nähern. Sie war 2004 in einem spektakulären Prozess als Komplizin von Dutroux zu 30 Jahren Haft verurteilt worden. Sie befand sich seit 1996 in Haft. Dutroux hatte sechs Mädchen entführt und drei von ihnen ermordet. Die Verbrechen hatten zu landesweiter Empörung in Belgien geführt, da Dutroux ebenso wie seine Frau schon zuvor wegen ähnlicher Verbrechen verurteilt worden war.

Der Staatsanwalt in Mons kündigte Berufung gegen die Entscheidung des Gerichts zur Freilassung der Frau an. Die Anwälte der Verurteilten sagten, noch stehe nicht fest, wann die Frau tatsächlich das Gefängnis verlassen und in das Kloster übersiedeln werde.

Äbtissin verteidigt Aufnahme Martins

"Die Entscheidung war nicht einfach und wir haben sehr lange darüber nachgedacht", formulierte die Äbtissin des Klarissen-Ordens von Malonne in einer Erklärung. Die Ex-Frau von Dutroux habe keinen Ort gefunden, an dem sie nach der Entlassung hätte bleiben dürfen. Zudem habe das Gericht die Freilassung an eine Unterbringung in einem Kloster gekoppelt. "Frau Martin ist ein menschliches Wesen und wie wir alle des Schlimmsten und des Bösesten fähig." Die Äbtissin betonte, die Frau werde keine Nonne werden und im Gästetrakt des Klosters wohnen.

fw/DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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