Die Vorsitzende des Tourismusausschusses im Bundestag, Anja Karliczek, hat wegen der Energiekrise vor unkalkulierbaren Risiken bei Fernreisen gewarnt. Stand heute sei die Versorgung mit Kerosin in Deutschland für gebuchte Flugreisen zwar gesichert, einem Vorabbericht der „Rheinischen Post“ vom Montag zufolge sehe dies in anderen Regionen der Welt jedoch anders aus. Es bestehe durchaus ein Risiko für Urlauber, nicht zum Ziel oder wieder nach Hause zu kommen, sagte die CDU-Politikerin der Zeitung. Niemand wisse zudem, wie sich die Lage speziell für Reisen nach Asien und in den Nahen Osten entwickeln werde.
Fernreisen leiden unter der Energiekrise
„Natürlich erlebt die Reiseverkehrsbranche gerade wieder schwere Zeiten. Und natürlich werden die Ticketpreise noch stärker anziehen. Da sollte man sich keinen Illusionen hingeben“, so Karliczek. Urlauber müssten sich auf weiter steigende Kosten einstellen. Daran werde die zum 1. Juli geplante Senkung der Luftverkehrssteuer nichts ändern. Diese Maßnahme leiste lediglich einen ersten Beitrag, damit deutsche Flughäfen und Fluglinien gegenüber der ausländischen Konkurrenz nicht den Anschluss verlören. Die hohen Kerosinpreise seien ein Preisphänomen, mit dem alle Airlines kalkulieren müssten.
Zahlreiche Airlines haben in den vergangenen Wochen seit Beginn des Irankrieges bereits Strecken von ihren Flugplänen gestrichen. Die Lufthansa reagierte mit der Stilllegung von besonders energieintensiven Flugzeugen auf die steigenden Energiepreise. Auch gab es Spekulationen, dass die Versorgung mit Kerosin über die Sommermonate hinweg in Deutschland schwierig werden könnte.