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Tierpark Luckenwalde Fuchs tötet alle Kängurus – Tierpark in Brandenburg trauert

Ein Bennett-Känguru
Ein Bennett-Känguru. Vier der Tiere hatten im Tierpark Luckenwalde gelebt. Alle wurden getötet. (Symbolbild) 
© Panthermedia / Imago Images
Im Tierpark Luckenwalde in Brandenburg hat ein Fuchs in der Nacht auf Montag alle Kängurus getötet. Die vier Bennett-Kängurus waren erst in diesem Herbst dort eingezogen. Der Tierpark trauert. 

"Für die gesamte Belegschaft ist dieser Verlust eine unglaublich tränenreiche Enttäuschung", schreibt der Tierpark Luckenwalde in einer Pressemitteilung. Vier Bennett-Kängurus hat der Tierpark in Brandenburg in der Nacht auf Montag verloren. Ein Raubtier habe sich in der Nacht Zugang zum Gehege verschafft, heißt in einer Mitteilung. Die Spurensuche führte demnach rasch zu Ergebnissen: ein großer Fuchs wurde als Übeltäter identifiziert. 

"Der Wassergraben war über Nacht zugefroren. Der Fuchs nutzte diesen Umstand für sich aus und drang über das benachbarte Hirschgehege in die Känguruanlage ein", wird Tierparkleiter Philipp Herrmann zitiert. 

Die Kängurus waren erst seit wenigen Wochen im Tierpark

Die vier Kängurus hatten noch nicht lange in Luckenwalde gelebt. Seit September waren sie dort, erst vor einem Monat wurde die neue Anlage für Besucher eröffnet. Allein in diesen vier Wochen seien über 6.000 Menschen gekommen, um die neuen Tiere zu sehen, heißt es in der Mitteilung. Es war das erste Mal überhaupt, dass es Kängurus in dem Park gab. 

Bennett-Kängurus leben eigentlich im südöstlichen Australien und auf Tasmanien. Sie haben eine Körperlänge von 90 bis 105 Zentimeter und eine Schwanzlänge von 70 bis 75 Zentimeter. Zum Vergleich: Ein Rotfuchs, die einzige in Deutschland vorkommende Fuchsart, wird 40 bis 50 Zentimeter hoch und 60 bis 90 Zentimeter lang. 

Für den Tierpark ist der Verlust der vier Kängurus besonders bitter. "Nach drei sehr harten und schwierigen Jahren, in denen wir die Grundlage für die Zukunft unseres Parks geschaffen haben, waren die Kängurus die erste Belohnung für unsere Gäste und Mitarbeiter für ihre unglaublich treue Unterstützung", wird Herrmann in der Mitteilung zitiert. 

Der Schmerz dieses Verlustes sei wie bei jedem Tier sehr hoch. "Insbesondere für die Pfleger und die Gäste tut es mir sehr leid, dass wir nun vor einem Scherbenhaufen stehen." Der Leiter kündigt an, künftig die Sicherheit des Parks in den Blick zu nehmen: "Auch wenn der Schmerz noch lange bleiben wird, werden wir nun an Verbesserungen des Schutzes der Tier auf der Anlage arbeiten." 

Quellen: Tierpark Luckenwalde, Zoo Leipzig, Kindernetz, Deutsche Wildtier Stiftung

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