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Leckgeschlagene Pipeline Spektakulärer Unfall: Im Golf von Mexiko brennt ein riesiges "Feuerauge"

Das "Feuerauge" im Golf von Mexiko. Eine Pipeline brannte hier am Freitag
Das "Feuerauge" im Golf von Mexiko. Eine Pipeline brannte hier am Freitag
© Screenshot Manuel Lopez San Martin / Twitter
Es sieht aus wie aus einem Horrorfilm oder einer Dystopie: Videos zeigen, wie im Golf von Mexiko ein riesiges "Feuerauge" brennt – das Wasser steht buchstäblich in Flammen. Ursache dafür war anscheinend ein Gasleck in einer Pipeline.

Es sind Aufnahmen, wie man sie noch nie gesehen hat: Im Golf vor Mexiko hat am Freitag mehrere Stunden lang sprichwörtlich das Meer gebrannt – direkt auf der Wasseroberfläche. Das Feuer, das knapp 150 Meter vor einer Bohrinsel der Ölförderanlage Ku-Maloob-Zaap im Golf von Mexiko ausbrach, sei am Freitag nach fünfeinhalb Stunden gelöscht worden, teilte der staatliche Erdölkonzern Pemex mit. Ein Video vom kreisrunden Brand verbreitete sich rasend schnell in sozialen Medien – manche Nutzer sprachen wegen der Form auch von einem "Feuerauge".

Leckgeschlagene Pipeline: Video zeigt den Brand im Golf von Mexiko

Mehrere Schiffe waren am Freitag damit beschäftigt, das Feuer wieder unter Kontrolle zu bekommen und die Verbindungsventile in der Pipeline zu schließen. Am Freitagvormittag konnten sie Vollzug melden: Der normale Betrieb sei wiederhergestellt, der Vorfall werde untersucht, hieß es. Laut Pemex gab es weder Verletzte noch mussten Menschen in Sicherheit gebracht werden. Der Chef der Energie- und Umweltbehörde Asea, Ángel Carrizales, schrieb zudem auf Twitter, es sei kein Öl ausgetreten. 

Pemex ist einer der am stärksten verschuldeten Energiekonzerne der Welt. Aufgrund fehlender Investitionen in moderne Technik fällt die Ölproduktion in Mexiko seit Jahren stetig. Der frühere Pemex-Chef Emilio Lozoya (2012-2016) wurde wegen Korruptionsvorwürfen angeklagt und vergangenen Juli von Spanien nach Mexiko ausgeliefert.

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Im Jahr 1979 war es auf einer Pemex-Bohrinsel zu einem Ölausbruch gekommen, bei dem über knapp 300 Tage Schätzungen zufolge mindestens eine halbe Million Tonnen Öl in den Golf von Mexiko flossen. Ebenfalls dort löste 2010 eine Explosion der vom BP-Konzern geleasten Bohrinsel "Deepwater Horizon" die bislang größte Umweltkatastrophe dieser Art aus. Mehr als 1000 Kilometer Küste wurden verschmutzt, Hunderttausende Tiere starben.

tvm DPA

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