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Alleinerziehende: Single-Eltern berichten: Deshalb sind wir von Armut bedroht

Alleinerziehende gehören zu den Menschen mit dem höchsten Armutsrisiko in Deutschland. Sechs Betroffene erklären, warum das so ist, was ihnen konkret helfen würde – und wofür sie kämpfen.

Von Sylvia Margret Steinitz

Christine Finke mit ihren Töchtern Pippilotta, 17, und Tosca, 9

Die alleinerziehende Buchautorin Christine Finke mit zwei ihrer drei Kinder, Pippilotta, 17, und Tosca, 9

In den vergangenen Wochen wurde viel über Armut in Deutschland diskutiert. Eine Bevölkerungsgruppe mit einem besonders hohen Armutsrisiko sind die Alleinerziehenden. Aber warum ist das so? Der stern destillierte die sechs Hauptgründe  heraus und bat sechs Betroffene, zu erklären, was das für sie und ihre Familien bedeutet. 


"Wir brauchen bezahlbare Wohnungen!"

Christine Finke, 51, freiberufliche Autorin und Stadträtin aus Konstanz, drei Kinder, 17, 12 und 9

"Wir wohnen in einer Sozialwohnung, ich teile mit meiner Jüngsten ein kleines Zimmer und arbeite am Esstisch. Neben der beengten Wohnungssituation sind auch die steigenden Vergleichsmieten in der Stadt eine Belastung für uns. Alle drei Jahre erhöht sich unsere Miete um 10 Prozent. In einigen Jahren werde ich mir diese Wohnung nicht mehr leisten können, dann werden wir aus der Stadt und damit aus unserem sozialen Umfeld verdrängt."

Was dahinter steckt: 80 Prozent der Alleinerziehenden wohnen zur Miete, wobei sie im Vergleich zu anderen Erwachsenen mit Kindern über weniger Wohnfläche verfügen. Sie leiden zudem unter dem Vorurteil, "riskante" Mieter zu sein – auch deshalb sind Alleinerziehende in vielen Städten bis zu zwei Jahre lang auf Wohnungssuche. Für jene, deren Einkommen vom Jobcenter aufgestockt wird, gelten zudem Mietobergrenzen, innerhalb derer in vielen Städten selbst Sozialwohnungen schwer zu finden sind. Städtische Infrastruktur und öffentliche Verkehrsmittel bewahren Alleinerziehende und ihre Kinder oft vor hohen Fahrtkosten und sozialer Isolation, unter der jede zweite Alleinerziehende laut eigener Aussage leidet. Wer vor den hohen Mieten aufs Land flieht, tauscht deshalb mitunter ein Problem gegen zwei neue.

In deutschen Großstädten müssen bereits gut eine Million Haushalte mehr als die Hälfte des Einkommens für die Kaltmiete ausgeben. Etwa 1,3 Millionen Haushalte verfügen nach Abzug der Mietzahlung über ein Resteinkommen, das unterhalb der Hartz-IV-Leistungen liegt. Hohe Mieten beschränken sich aber nicht nur auf die teuren Städte. Unter den zehn Städten mit dem höchsten Anteil finden sich auch wirtschaftlich schwache Standorte wie Bremerhaven, weil dort viele Menschen eher wenig verdienen.

Als Lösungsmodell wird in manchen Kommunen öffentlich geförderter Wohnraum für Alleinerziehenden-WGs diskutiert, in denen Eltern die Betreuungslast und manche Kosten teilen können – und auch dem Gefühl der sozialen Isolation entgegenwirkt werden kann. Pilotprojekte in Berlin und anderen Städten gelten als vielversprechend. 

Zur Person: Christine Finke gilt als eine der stärksten Stimmen für Alleinerziehende in Deutschland. In ihrem Buch "Allein, alleiner, alleinerziehend" (Bastei Lübbe, 14,99 Euro) erläutert sie finanzielle, soziale und persönliche Folgen der Alleinerzieherschaft. Auf ihrem Blog mama-arbeitet.de berichtet sie aus ihrem Alltag und behandelt Themen wie Wohnraum und Vereinbarkeit. Sie twittert auch als @mama_arbeitet. 2017 wurde sie von der damaligen Familienministerin Katarina Barley zum Gedankenaustausch nach Berlin eingeladen. 


"Schafft bessere Kinderbetreuung"

Claus Georg, 39, Lagerist aus dem Kreis Altötting, zwei Kinder

Alleinerziehende: Die kleinen Racker, die nicht wollen

"Wir haben eine wirklich tolle Kita im Ort. Nur leider schließt sie bereits um 14 Uhr. Ursprünglich war ich Fahrdienstleiter im Wechseldienst. Als ich mit beiden Kindern plötzlich allein dastand, musste ich meinen Beruf aufgeben, denn mit der vorhandenen Kinderbetreuung wurde mir der Job schlicht unmöglich gemacht. Jetzt arbeite ich als Lagerist in Teilzeit. Um Vollzeit arbeiten zu können, hätte ich eine Tagesmutter für 450 Euro monatlich engagieren müssen. Ich würde aber nur 480 Euro mehr verdienen, hätte also meine Kinder für nur 30 Euro mehr wegorganisiert. Meine Hoffnung ist, dass ich für die Schulzeit bessere Lösungen finde. Und dass ich irgendwann etwas ansparen kann, für später. Denn was die Teilzeit für meine Rente bedeutet, daran darf ich gar nicht denken." 

Was dahinter steckt: Manches ist in den vergangenen Jahren schon besser geworden, aber für erwerbstätige Eltern bleibt die Kinderbetreuung oft die Crux. Noch 2016 fehlten in Deutschland 290.000 Betreuungsplätze für unter Dreijährige, nur die Hälfte aller Grundschüler hat einen Nachmittagsplatz. Viele Alleinerziehende werden durch diesen Mangel geradezu in die Teilzeit gezwungen, was sich aufs Familieneinkommen, auf Karrierechancen und später auf die Rentenhöhe auswirkt – nicht wenigen droht dadurch Altersarmut. Zwar haben Eltern seit 2013 einen Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz. Doch der Gesetzgeber hielt sich ein Hintertürchen offen: Demnach ist ein Anfahrtsweg von 30 Minuten zur Kita zumutbar. 

Wie weit es von dort wiederum zum Arbeitsplatz ist, kümmert die zuständigen Kommunen nicht. Wer auf dem Land lebt, die Wegzeiten, Fahrtkosten und Auswirkungen aufs Familienleben zusammenrechnet und den angebotenen Platz ablehnt, verliert damit auch seinen Rechtsanspruch.

Zur Person: Claus Georg fuhr im März zu einem Vernetzungstreffen der bayrischen Grünen für Alleinerziehende, um mit der Politikerin Katharina Schultz über das Problem Kinderbetreuung zu sprechen. Er möchte sich auch weiterhin für Alleinerziehende engagieren.

  

"Sorgt dafür, dass die Väter zahlen"

Carmen Eickhoff, 41, Journalistin aus Hannover, derzeit Sekretärin, drei Kinder, 16, 14 und 11 

Alleinerziehende: Die kleinen Racker, die nicht wollen

"Mein Ex-Mann begann direkt nach der Trennung ein Studium und zahlt deshalb keinen Unterhalt. Ich arbeite derzeit als Sekretärin in einer Steuerkanzlei. Lange bekamen wir gar kein Geld, seit dem vergangenen Jahr erhalten die Kinder einen staatlichen Unterhaltsvorschuss, der allerdings unter dem liegt, was ihnen normalerweise  zustünde. Hartz-IV-Empfänger werden ständig überprüft, ob sie ja nicht zu viel bekommen. Ich finde, der Staat sollte ebenso gründlich checken, ob auch alle Eltern ihren Unterhaltspflichten nachkommen."

Was dahinter steckt: Im Unterhaltsvorschussgesetz, wonach der Staat für nicht zahlende Unterhaltspflichtige einspringt, hat sich vieles verbessert. Seit der Reform 2017 wird der Unterhaltsvorschuss nicht mehr nur bis zum 12., sondern bis zum 18. Geburtstag bezahlt, auch die bisherige Höchstbezugsdauer von 72 Monaten fällt weg. Allerdings hat sich auch die Zahl der Anträge vervielfacht, längere Wartezeiten führen in den Familien zu Engpässen. Auch liegt die Höhe liegt teils erheblich unter den in der "Düsseldorfer Tabelle" vermerkten Pflichtsätzen. Betroffene Alleinerziehende wünschen sich eine Gleichbehandlung. Doch woher nehmen? Allein im Jahr 2016 sind dem Staat 662 Millionen Euro entgangen, die er nicht von Unterhaltspflichtigen einholen konnte. Die Hälfte der 1,4 Millionen alleinerziehenden Mütter bekommt vom Ex-Partner gar keinen Unterhalt, nur jeder vierte zahlt so viel, wie er muss. Manche Länder sind dazu übergegangen, säumige Zahler nicht vom Jugend-, sondern vom Finanzamt "jagen" zu lassen – mit Erfolg. Diskutiert wird auch die Möglichkeit des Führerscheinentzugs. Es gibt noch weitere Ideen zum Umgang mit säumigen Zahlern: verpflichtende Sozialstunden – oder eine Radkralle am Auto.

Zur Person: Carmen Eickhoff spricht seit Jahren in verschiedenen Medien die Problematik bei Unterhaltszahlungen und Armutsrisiken für Alleinerziehende an.


"Arbeitgeber, diskriminiert uns nicht"

Claire Funke, 44, selbstständige Berufsberaterin aus Kronach, zwei Kinder, 10 und 3

Alleinerziehende: Die kleinen Racker, die nicht wollen

"Ich habe 120 Bewerbungen geschrieben, in meinem ursprünglichen Bereich der Erwachsenenbildung wie für klassische Bürojobs. Nur zu zwei Vorstellungsgesprächen wurde ich eingeladen. Ein Job klappte, aber der war befristet. Ich habe selbst erlebt, dass ich, obwohl besser qualifiziert, als Alleinerzieherin für Arbeitgeber nur zweite Wahl war. Ende 2017 habe ich mich als Onlinecoach selbstständig gemacht. Ende Mai läuft der Existenzgründungszuschuss aus. Wenn ich es bis dahin nicht schaffe, genügend Einnahmen zu generieren, muss ich Ende April Hartz IV beantragen."

Was dahinter steckt: Alleinerziehende Eltern auf Jobsuche haben ein Problem: Erwähnen sie ihre Kinder und ihren Status, haben sie oft keine Chance. "Und was machen Sie, wenn das Kind krank ist?", ist eine der ersten Fragen, die sie beim Job-Gespräch hören. Rund 60 Prozent der erwerbstätigen alleinerziehenden Mütter arbeiten in Teilzeit, sind wie Claire Funke oft gut ausgebildet und motiviert. 

Daneben gibt es jedoch eine wachsende Zahl von alleinerziehenden Müttern mit niedrigem Bildungsabschluss, der mit rund 23 Prozent höher liegt als bei Müttern in Paarfamilien (16 Prozent). Viele landen in schlecht bezahlten Jobs im Handel oder der Gastronomie. Die Verträge sind meist nur für Teilzeit und befristet. Wem das nicht passt, der fliegt – keine Ressource ist in Deutschland so leicht verfügbar wie gering qualifizierte Frauen mit Existenzängsten. 

Zur Person: Claire Funke setzt sich für die Anerkennung von Betreuungsarbeit ein und startete eine Petition für ein Fürsorgegehalt mit allen Sozialleistungen. Unter www.mamastreikt.de bloggt sie zu ihrem Alltag als Alleinerziehende und stößt politische Diskussionen an, zuletzt mit den bayrischen Grünen. Sie twittert als @Mamastreikt. 


"Wir brauchen höhere Hartz-IV-Bezüge"

Sandra Schlensog, 40, Bürokauffrau aus Karlsruhe, Hartz-IV-Bezieherin, ein Sohn, 10 

Alleinerziehende: Die kleinen Racker, die nicht wollen

"Ich war Jahre lang erwerbstätig, bis die Jobangebote ausblieben. Seit einigen Monaten beziehe ich Hartz-IV. Wir müssen nicht hungern, für Essen und Trinken haben wir zu zweit zehn Euro pro Tag. Aber Extras wie Zoo oder Kino sind riskant. Neulich ging der Reißverschluss meiner Winterjacke kaputt. Hätte ich die acht Euro für den Änderungsschneider bereits für Kino ausgegeben, müsste ich mit offener Jacke gehen. Unvorhergesehene Dinge stürzen mich jedes Mal in Probleme. Mein Sohn ist zu schnell aus seinen Winterschuhen rausgewachsen. Das neue Paar Billigstiefel hat unser Budget über den Haufen geworfen. Hätte ich bloß 150 Euro mehr pro Monat, unser Leben würde vollkommen anders aussehen."

Was dahinter steckt: Über die Höhe der Hartz-IV-Sätze wird gestritten, seit es das Arbeitslosengeld II gibt, wie es offiziell heißt. Der Caritasverband fordert aktuell eine Anhebung um 80 Euro. Zugleich muss aber der Abstand zu den unteren Lohngruppen gewahrt bleiben. Hartz IV deckt im besten Fall die täglichen Grundbedürfnisse, für die Teilhabe am sozialen Leben oder Unvorhergesehenes reicht es oft nicht. Und selbst Omas Überweisung für den Enkel wird als Zusatzeinkommen gewertet, gespart werden kann so kaum. Hartz-IV-Bezieher, die sich zum Wohl der Kinder die Erziehung mit dem Ex-Partner teilen, haben ein weiteres Problem: Kindergeld und Kinder-Hartz-IV werden für die Zeit gekürzt, die der Nachwuchs beim anderen Elternteil verbringt. Obwohl gerade dadurch doppelte Ausgaben entstehen – etwa für Wohnraum oder Ausstattung. 

Zur Person: Sandra Schlensog ist seit vielen Jahren in der Nachbarschaftshilfe tätig. Im März startete sie eine viel beachtete Petition: "Herr Spahn, leben Sie für einen Monat vom Hartz-IV-Grundregelsatz!", verlangte sie auf der Petitionsplattform change.org. Der neue Gesundheitsminister hatte kurz vor seinem Amtsantritt mit der Bemerkung für Wirbel gesorgt, Hartz IV bedeute keine Armut, sondern sei "die Antwort unserer Solidargemeinschaft auf Armut". Jens Spahn will die engagierte Mutter nun am 28. April in Karlsruhe zum Gespräch treffen. Bis dahin will Schlensog "mehr Unterschriften sammeln als die CDU Mitglieder hat". Mehr als 193.000 haben bisher unterzeichnet, die CDU hatte Ende des vergangenen Jahres 427.173 Mitglieder. "Ich hoffe auf weitere Unterstützer dieser Kampagne." 


"Besteuert uns gerecht!"

Annette Loers, 47, Kulturmanagerin aus Stuttgart, zwei Kinder, 11 und 13

Alleinerziehende: Die kleinen Racker, die nicht wollen

"Als Alleinerziehende bin ich in der Steuerklasse II und verdiene monatlich 59 Euro mehr netto, als ich als Single ohne Kind in der Steuerklasse I bekäme. Das ist besser als nichts, aber allein die Bustickets der Kinder kosten jeweils 40 Euro im Monat. Als alleinverdienende Ehepartnerin hätte ich die Steuerklasse III und würde netto 271 Euro mehr verdienen."

Was dahinter steckt: Entgegen allen Beteuerungen fördert das deutsche Steuersystem weniger die Familie als vielmehr die Ehe. Das sogenannte Ehegattensplitting gewährt verheirateten Alleinverdienern einen Steuervorteil, den Alleinerziehende nicht bekommen. Bereits bei einem Bruttogehalt von 2000 Euro bedeutet dies netto einen monatlichen Nachteil von rund 150 Euro, der bei steigenden Einkünften weiter anwächst. Über die Jahre kommen erhebliche Summen zusammen, Geld, das den Alleinerziehenden im Alltag oder etwa für die Altersversorgung fehlt. Das geringere Nettoeinkommen kann aber auch versteckte Folgen haben, zum Beispiel ein schlechteres Rating bei der Kreditvergabe und damit höhere Zinsen. Die steuerliche Ungleichbehandlung ist Gegenstand zweier laufender Beschwerden beim Bundesverfassungsgericht.

Zur Person: Annette Loers bloggt auf www.mutterseelesonnig.de über die strukturellen Ungerechtigkeiten und täglichen Schwierigkeiten, denen sie als Alleinerziehende oft ausgesetzt ist. Sie ist auch als @Mutterseele99 auch auf Twittter aktiv.


Apropos Steuergerechtigkeit: Seit Jahren prangert die verwitwete Steuerberaterin Reina Becker den Ausschluss Alleinerziehender vom Steuerprivileg Ehegattensplitting als verfassungswidrig an.

Reina Becker, Steuerberaterin

Die verwitwete Steuerberaterin Reina Becker will, dass auch Alleinerziehende steuerlich ebenso begünstigt werden wie verheiratete Alleinverdiener 

Die Ungleichbehandlung im Detail: Ein/e Alleinerziehende/r hat Steuerklasse II, bekommt den Kinderfreibetrag (je Kind 7.428 Euro  im Jahr 2018, allerdings nur, wenn dafür auf das Kindergeld verzichtet wird) und den Steuerfreibetrag (2018: 9000 Euro) nur für sich. Zahlt ein Elternteil Unterhalt für das Kind/die Kinder, wird der Kinderfreibetrag halbiert und gleichmäßig auf beide Elternteile verteilt. Auch dann, wenn das Kind nachweislich mehr Zeit bei dem Unterhalt beziehenden Elternteil verbringt und derjenige dementsprechend mehr Kosten alleine trägt.

Ehepartner hingegen haben Steuerklasse 3 (der Besserverdienende zahlt weniger Steuern) und Steuerklasse 5 (der, der weniger verdient) – das sogenannte Ehegattensplitting. Sie profitieren zwei mal vom Steuerfreibetrag und zusätzlich – falls sie Kinder haben – vom Kinderfreibetrag oder dem Kindergeld, je nachdem, was steuerlich vorteilhafter ist.

Noch eine Ungerechtigkeit: Sobald bei einem Alleinerziehenden das älteste Kind fertig mit der Ausbildung ist und Geld verdient oder verdienen könnte und noch zuhause lebt, wird der Alleinerziehende in die Steuerklasse 1 gruppiert (wie ein alleinstehender Single – selbst, wenn noch weitere minderjährige Kinder im Haus leben). Begründung: Wenn zwei erwachsene und arbeitsfähige Personen zusammenleben, handele es sich um eine Haushaltsersparnis. Dem widerspricht allerdings die gesetzlich geförderte Regelung des Ehegattensplittings, die Familien entlasten und gezielt eine Haushaltsersparnis bewirken soll.

Reina Becker fragt laut: "Wenn die Ehe gefördert wird, weil sie zur Familiengründung dient – warum werden dann nicht die Familien genau so gefördert, die es schon gibt, ob mit Trauschein oder nicht? Und warum wird die kinderlose Ehe gefördert?" 

150 Euro im Monat weniger. Ein/e Alleinverdienende/r mit einem Gehalt von 2000 Euro brutto erhält in der Steuerklasse 2 netto ca. 1450 Euro. Ein Alleinverdiener in Ehe in der Steuerklasse 3 dagegen 1600 Euro netto. Dieser doch ziemlich große Unterschied von 150 Euro monatlich ist verfassungswidrig, argumentiert die Steuerberaterin Becker. Sie und ein weiterer alleinerziehender Vater, ebenfalls Witwer und ebenfalls Steuerberater, haben vor dem Bundesverfassungsgericht Verfassungsbeschwerde eingelegt und raten jeder und jedem Alleinerziehenden in Deutschland: "Erheben Sie Einspruch gegen jeden Einkommensteuerbescheid! Im Fall eines Siegs vor dem Bundesverfassungsgericht könnte man dadurch möglicherweise Rückforderungen stellen." Becker hat für solche Einsprüche einen Musterbrief erstellt, der auf der Webseite der Initiative Fair für Kinder e.V. zum Download bereit steht. Sie twittert auch als @reina_becker.

Themen in diesem Artikel
Dachüberstand beim Gerätehaus und Mindestabstand Grenze zum Nachbarn
Ich wohne in Baden-Württemberg und plane auf meinem Grundstück einen alten Schuppen durch ein neues Gerätehaus (kein Aufenthaltsraum, keine Feuerstätte im Gebäude!) mit den Grundmaßen 3,50 m x 2,50 m und Firsthöhe von 2,21 m zu ersetzen. Da die neue Anlage etwa 60 cm in einer Geländestufe aufgestellt wird, ist die Wand gegenüber dem Nachbarn tatsächlich nur ca. 1,6 m gegenüber der OK des Gartens hoch. Es soll eine verfahrensfreie Umsetzung in einer Grenzbebauung durchgeführt werden. Auf dem Nachbargrundstück ist eine ca. 3m hohe Thuja Hecke, die geringfügig über die Grenze herüber ragt. Nun hat das geplante Gerätehaus einen umlaufenden Dachüberstand von ca. 20 cm, sodaß die Außenmasse des Fundaments etwa 20 cm von der Grundstücksgrenze entfernt ist. Damit ist sichergestellt, dass der Dachüberstand nicht mit dem Nachbargruzdstück überlappt. Wie sieht es nun entsprechend der LBO Baden-Würtenberg mit der Regelung zum Mindestabstand gegenüber der Grenze des Nachbarn aus? Ich sehe 3 Möglichkeiten: a) es gilt als Grenzbebauung. Die überhängende Thuja-Hecke stört mich nicht. b) es müssen 50 cm Mindestabstand eingehalten werden. c) der Überstand am Gerätehaus an der Grenze zum Nachbarn muss entfernt werden, damit der Aufbau als Grenzbebauung anerkannt wird. PS: Zusammen mit der Länge der Garage des Nachbarn wird eine Grenzbebauung von 9m nicht überschritten. Mit der Bitte um eine Rückmeldung, sodaß ich meinen Plan vernünftig abschließen kann. mfg
Buchtitel gesucht. Die Rückkehr ...
Der Titel des zweiten Bandes lautet "Die Rückkehr des <xyz>" Autor ist ein irischer Schriftsteller. Es geht um einen Mönch mit einem Sprachfehler. Als das Kloster von Dämonen angegriffen wird, kann er die Abwehr-Gebete, wegen seines Sprachfehlers, nicht so deutlich sprechen, wie seine Mönchsbrüder und der Geist einer Hexe geht deshalb auf ihn über. Seine Mönchsbrüder wollen ihn, um zumindest seine Seele zu retten, nun auf dem Scheiterhaufen verbrennen. Mit dem Geist der Hexe und etwas Flug-Salbe gelingt ihm aber die Flucht, auf einem Besen durch die Luft reitend. Zufällig belauscht er das Gespräch einer Frau, in die er sich verliebt hat und von der er sich ebenfalls geliebt fühlt. Dabei findet er heraus, dass sie ihn nicht als Mann liebt, sondern dass sie ihn für einen solchen Trottel hält, dass er ohne ihre mütterliche Fürsorge nicht lebenstüchtig sei und dass sie sich deshalb verantwortlich fühlt ihn mit ihrer Mutterliebe zu umsorgen. Tief verletzt hängt er seine Versuche, ein guter Mensch zu sein an den Nagel, will nun böse werden und schließt zu diesem Zweck einen Packt mit dem Teufel. Um den Packt zu besiegeln muss er ein mit Blut unterschriebenes Pergament mit dem Vertragstext verschlucken. Bei der anschließenden Überfahrt nach Frankreich wird er jedoch seekrank und kotzt sich seine Seele aus dem Leib. Dabei geht auch das Pergament mit dem Teufelspackt mit über Bord. Dadurch ist er an den Packt mit dem Teufel nicht mehr gebunden, plant aber weiterhin, mit Hilfe des Teufels ein böser Mensch zu werden. Dabei stellt er sich aber jedesmal so dusselig an, dass immer etwas Gutes dabei heraus kommt. Trotz der tiefen Verletzung durch die Frau, die er liebt, kann er sie doch nicht vergessen und schmachtet ihr auch weiterhin nach. Bei einem Hexenmeister lernt er einen Liebestrank zu brauen. Was er dann auch tut. Der Trank muss sehr lange ziehen. Während also der Trank auch während einer Abwesenheit weiter zieht, dringt eine Kuh in die Höhle ein, in der der Trank gebraut wird und säuft den Trank aus. Als der Mönch in die Höhle zurück kehrt, verliebt sich die Kuh augenblicklich in ihn und weicht ihm von da an nicht mehr von der Seite. Wie heißt der Mönch, der Held dieser Geschichte, und auch titel-gebend ist. Und wer ist der irische Autor?