In Köln hat sich am Vormittag der größte deutsche Rosenmontagszug in Bewegung gesetzt. Passend zum Start brach die Sonne durch - am Vorabend hatte es noch geschneit.
Die Persiflagewagen zeigen dieses Jahr unter anderem US-Präsident Donald Trump, dessen Gesäß mit Küssen etwa von "Merz", "Macron" und "Nato" übersät ist. Auf einem anderen Wagen sieht man eine blaue AfD-Schlange, die im Stil der Python Kaa aus dem "Dschungelbuch" einen deutschen Michel umschlingt.
Weitere Wagen behandeln die grausame Niederschlagung der Proteste im Iran, die Aufrüstung und KI. Auch Streitereien zwischen Union und SPD in der Bundesregierung werden persifliert - Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) sind zu sehen, wie sie sich in Sadomaso-Outfits gegenseitig Schmerzen bereiten.
300 Tonnen Süßigkeiten werden geworfen
Die etwa 11.500 Teilnehmer des Kölner Rosenmontagszugs verteilen 300 Tonnen Süßigkeiten, 300.000 Blumensträuße und Tausende Stoffpuppen und kleine Präsente. Das Wurfmaterial wird von den einzelnen Zugteilnehmern selbst bezahlt.
Zugleiter Marc Michelske sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass es sei kein Problem, dass es am Sonntagabend noch geschneit habe, inzwischen sei der Schnee weggeschmolzen. "Jetzt ist es nass - auch okay, alles gut."
NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte der dpa, ein Tag wie dieser sei einerseits wunderschön und toll, andererseits aber auch immer mit großen Risiken verbunden "und deswegen für die Polizei wahnsinnig anstrengend". Dass er in Köln im Zug mitfahre und nicht in Düsseldorf, führte er darauf zurück, dass Köln ein kleines bisschen näher an seinem Heimatort liege.