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Zeugenaussagen Vermisste Yolanda Klug aus Leipzig – neue Hinweise führen nach Dänemark und zu Scientology

Die Vermisste Yolanda Klug sitzt auf einer Parkbank. Seit drei Jahren gilt sie als vermisst.
Fahndungsbild der Polizei Sachsen: Seit Mittwoch, 25. September 2019 wird die 23-jährige Yolanda Klug aus Leipzig vermisst
© Polizei Sachsen
Im Fall der vermissten Yolanda Klug aus Leipzig hat die Polizei zwei neue Zeugenaussagen präsentiert. Die Spur führt dabei auch zur Sekte Scientology. Die Polizei bittet um weitere Hinweise. 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RTL.de.

Seit drei Jahren ist die Leipziger Studentin Yolanda Klug verschwunden. Nun hat die Polizei zwei neue Zeugenaussagen präsentiert. Die Spur würde nach Dänemark führen – und den Verdacht weiter auf die Sekte Scientology legen.

Sie verließ ihre WG in Leipzig und wollte zu Ikea

Yolanda wird seit dem 25. September 2019 vermisst. Sie hatte damals ihre WG in Leipzig verlassen, um zu einem Ikea zu fahren. Ob sie dort je angekommen war, blieb ein Rätsel. Nun hat die Polizei im MDR-Fahndungsmagazin "Kripo live" zwei neue Zeugenaussagen präsentiert. Eine Zeugin will die Studentin demnach an der Haltestelle HTWK gesehen haben.

Auch ein Mann, tätowiert, sei mit ihr gewesen, sie hätten über Ikea gesprochen. "Sie soll dann in die Straßenbahn in Richtung Wildpark gestiegen sein", sagt Dorothea Benndorf von der Polizei Leipzig. Der Wildpark liegt im Süden von Leipzig, das Möbelhaus im Westen.

Auto mit Esslinger Kennzeichen – Hinweis auf Scientology?

Ein weiterer Zeuge, ein Berufskraftfahrer, will Yolanda ein wenig später aber doch bei Ikea gesehen haben. Demnach soll sie sich auf dem Parkplatz im Gewerbegebiet nahe des Möbelhauses an einem dunklen Pkw aufgehalten haben. "Ob Yolanda in das Fahrzeug eingestiegen ist oder nur daran vorbeigelaufen ist, konnten wir bisher nicht ermitteln", sagte Dorothea Benndorf.

Das Fahrzeug soll ein Esslinger Kennzeichen gehabt haben – in dieser Region soll die Sekte Scientology bei Stuttgart aktiv sein. 

Yolanda soll bei Scientology gewesen sein

Die Verbindungen zu Scientology sind nicht neu. Yolandas Vater, Mutter und Schwester sollen der Organisation nahe stehen. Und auch Yolanda soll der Sekte früher angehört haben.

Benndorf betonte, man hätte auch Informationen bekommen, die im Zusammenhang mit der Sekte bis nach Dänemark führten. Man wolle bei der Polizei überprüfen, inwieweit Yolanda sich von Scientology losgesagt haben könnte – und ob das zu einem Problem für sie geworden ist. "Bisher haben wir keinen Nachweis, dass das Verschwinden von Yolanda tatsächlich mit Scientology zu tun hat. Gleichwohl können wir es aber auch nicht ausschließen, dass es damit zu tun haben könnte", sagte Benndorf.

Polizei bittet weiter um Hinweise

Die Polizei bitte weiterhin um sachdienliche Hinweise:

- Die Polizei Leipzig bittet Teilnehmer der Herbstsession in der Hochschule Burg Giebichenstein, die am 25. September 2019 an der Filmvorführung zum Künstler Christo teilgenommen haben, um Hinweise.

- Auch werden Zeugen gesucht, die auf dem kleinen Parkplatz an der Brücke Richtung Kötschlitz um ca. 17:15 Uhr Yolanda Klug oder einen dunklen BMW oder Mercedes, einen Kombi größeren Modells mit dunklen Scheiben und Esslinger Kennzeichen gesehen haben. Auch den Fahrer des Fahrzeuges möchte die Polizei gern sprechen.

- Weitere mögliche Zeugen und vor allem der Mann mit dem Yolanda gegen 15 Uhr an der Haltestelle HTWK gesprochen haben soll, werden ebenfalls gebeten, sich zu melden.

Angaben zum als Zeugen gesuchten Mann:

- circa 30 Jahre alt

- circa 1,65 Meter groß

- tätowiert

- deutsches Erscheinungsbild

Hinweise bitte an die Polizeidirektion Leipzig, Telefon 0341-966-4 6666.

key, tpo/RTL.de

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