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Nachbarn von Andreas L.: Den Copiloten kannten alle nur vom Sehen

Der Copilot, der die Germanwings-Maschine wohl absichtlich zum Absturz brachte, kam aus dem beschaulichen Städtchen Montabaur. Doch wer war er? Schulterzucken bei den Nachbarn.

Polizisten vor dem Elternhaus des Co-Piloten des abgestürzten Germanwings Fluges 4U 9524.

Polizisten vor dem Elternhaus des Co-Piloten des abgestürzten Germanwings Fluges 4U 9524.

Wer war der Copilot, der die Germanwings-Katastrophe nach bisherigen Erkenntnisse mit Absicht herbeiführte? Spurensuche im rheinland-pfälzischen Montabaur, wo sein Elternhaus steht: akkurat gemähter Rasen in den Vorgärten, ordentliche Zäune, großzügige Einfamilienhäuser. Es ist ein sehr gepflegtes Wohngebiet, über das am Donnerstag das Unfassbare hereinbricht.

Dort steht das Haus der Eltern des 27-Jährigen. Schon kurz nach den Aussagen der Staatsanwaltschaft in Frankreich postieren sich hier Kamerateams aus vielen Ländern. Flankiert werden sie von zahlreichen Polizisten und Streifenwagen, die auf der Straße vor dem Haus der Familie quergestellt wurden.

"Ich weigere mich zu glauben, dass er das absichtlich gemacht hat", sagt ein 23 Jahre alter Nachbar. Er kennt den 27-Jährigen, der von der französischen Staatsanwaltschaft als Andreas L. identifiziert wurde, nach eigener Aussage nicht sonderlich gut. Er habe ihn aber häufiger mal joggen gesehen. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand so egoistisch ist", sagt er. Viel mehr könne er aber nicht dazu sagen, die Familien lebten alle eher nebeneinander her: "Hier macht jeder seins."

Reden möchte selten jemand

Kaum ein Nachbar lässt sich blicken. Ab und an lugt ein Gesicht hinter einer Gardine hervor oder jemand tritt kurz aus der Haustür. Reden möchte selten jemand. Fassungslos ist ein Ehepaar, das neben der Familie lebt - und das seit 22 Jahren. "Es ist extrem für uns, mir bleibt die Spucke weg", sagt der Mann über das, was er in den Nachrichten gehört hat. Auch sie kennen den Copiloten kaum, erzählen nur von einem jüngeren Bruder und dass der Copilot hier aufgewachsen sei. "Wir sind schon schockiert", sagt die Frau. "Ich kann mir das alles kaum vorstellen."

Ein paar Kilometer von dem Haus entfernt liegt das Gelände des Flugvereins LSC Westerwald, dem der Copilot als Jugendlicher beitrat und bei dem er einst das Segelfliegen lernte. Im vergangenen Herbst habe der 27-Jährige hier Flüge zur Verlängerung seiner Segelfluglizenz gemacht, sagt der Vereinsvorsitzende Klaus Radke. "Da habe ich ihn als sehr netten, lustigen, höflichen Menschen kennengelernt."

Auch in Düsseldorf, wo der Copilot zuletzt lebte, kannten ihn viele Nachbarn nur vom Sehen - wenn überhaupt. Seine Wohnung liegt in einem schicken Mehrfamilienhaus mit acht Wohnungen in wohlhabender Umgebung. Das Haus ist weiß gestrichen, zu jeder Wohnung gehört ein großer Balkon. Dahinter ein Stückchen Wald mit hohen Bäumen. Auf dem Klingelschild steht unter seinem Namen noch ein zweiter Name. Zu wem er gehört, ist unklar.

"Es kennt hier niemand jemanden"

"Ich habe ihn gesehen, wenn er in der Garage war", erzählt ein Nachbar aus dem Nebenhaus. "Er hat meistens nicht zurückgegrüßt." Auch ein 18-Jähriger, der schräg gegenüber wohnt, hat den 27-Jährigen mal gesehen: "Ich bin ein bisschen schockiert. Ich weiß gar nicht, wie ich damit umgehen soll."

Andere Nachbarn und Passanten zucken meist mit den Schultern. Ein junger Mann will wissen, warum soviel Polizei vor Ort ist. Als er erfährt, dass die Wohnung des Copiloten durchsucht wird, geht er schnell davon. "Das ist mir zuviel", sagt er noch. Ein älterer Herr, der schon lange in der Ecke wohnt, meint: "Es kennt hier niemand jemanden." Er wisse nicht, wer der Mann gewesen sei.

jube/dpa / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.