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Mordfall Steenkamp: Pistorius-Fall wird vertagt

Die Verhandlung dauerte nur 15 Minuten, dann stand fest: Der Prozessbeginn gegen den Paralympics-Star Oscar Pistorius wird auf August vertagt. Der Richter äußerte sich besorgt über den Medienrummel.

Oscar Pistorius betrat am Dienstag schweigend und glatt rasiert im dunklen Anzug den überfüllten Gerichtssaal in Pretoria.

Oscar Pistorius betrat am Dienstag schweigend und glatt rasiert im dunklen Anzug den überfüllten Gerichtssaal in Pretoria.

Die Gerichtsanhörung im Mordfall des Paralympics-Stars Oscar Pistorius endete am Dienstagmorgen in Pretoria bereits nach wenigen Minuten mit einer Verkündung: Der Prozessbeginn gegen den Paralympics-Star ist auf den 19. August vertagt worden. Oscar Pistorius bleibt auf Kaution frei. Die Verhandlung dauerte nur 15 Minuten, da Verteidigung und Staatsanwaltschaft sich einig waren, dass der Prozess vertagt werden sollte. Begründet wurde die Verschiebung mit notwendigen weiteren Ermittlungen. Richter Daniel Thulare äußerte sich besorgt über die umfangreiche Medienberichterstattung im Fall Pistorius. Vergangene Woche waren in britischen Medien sogar Tatortfotos veröffentlicht worden.

Pistorius, der sich in den vergangenen Wochen nach Angaben seines Onkels einen Bart hatte stehen lassen, hatte schweigend und glatt rasiert im dunklen Anzug den Gerichtssaal betreten. Er sprach kurz mit einigen Familienangehörige. Der für 60 Personen gedachte Gerichtssaal war mit etwa 90 Menschen überfüllt. Neben den Freunden und Verwandten von Pistorius drängelten sich zahlreiche Medienvertreter in dem kleinen Raum.

Es ist der erste Gerichtstermin seit Februar, als ein Richter Pistorius gegen Kaution freiließ. Der behinderte Profisportler hatte am 14. Februar seine Freundin Reeva Steenkamp erschossen. Er sagt, er habe versehentlich auf die 29-Jährige geschossen, weil er hinter einer verschlossenen Tür einen Einbrecher vermutete.

kmi/DPA/DPA