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Nachrichten aus Deutschland Dieb schläft beim Kurzschließen eines Autos ein - Polizei findet ihn auf Fahrersitz

Nachrichten Deutschland
Ein verhinderter Autodieb schlief bei der Verrichtung seines "Handwerks" ein (Symbolbild)
© Lehtikuva Matti Björkman / Picture Alliance
Blankenburg/Thale: Rettungssanitäter springt Verkehrsrowdy aus dem Weg +++ Dortmund: 19-jähriger schwebt nach Messerangriff in Dortmund in Lebensgefahr +++ Panorama-Nachrichten aus Deutschland.

Weiden: Dieb schläft beim Kurzschließen eines Autos ein 

Ein 39-Jähriger ist in Bayern in ein Auto eingebrochen, um es kurzzuschließen und zu stehlen - und ist dabei eingeschlafen. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, kam der Besitzer in Weiden zu seinem Auto zurück und fand den 39-Jährigen schlafend auf dem Fahrersitz.

Die alarmierte Polizei stellte fest, dass der Mann in der Nacht von Samstag auf Sonntag augenscheinlich unter dem Einfluss von Rauschmitteln stand. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Blutabnahme an, ehe er wieder auf freien Fuß kam. Bei dem versuchten Diebstahl entstand ein Sachschaden von ungefähr 1000 Euro. 

Quelle: DPA

Blankenburg/Thale: Rettungssanitäter springt Verkehrsrowdy aus dem Weg 

Im Harz sucht die Polizei nach einem Verkehrsrowdy, der fast einen Rettungssanitäter überfahren hätte. Der 50-Jährige habe sich am Samstag nur mit einem Sprung zur Seite retten könnten, teilte die Polizei in Halberstadt am Sonntag mit. Der Rettungsdienst war gerufen worden, weil der Autofahrer in Blankenburg scheinbar bewusstlos im Auto saß und das Gaspedal durchdrückte. Als er die Helfer sah, fuhr der Mann mit Vollgas davon, knapp am Sanitäter vorbei. Rund eine halbe Stunde später fuhr derselbe Wagen in Thale am Ortseingang über einen Kreisverkehr und beschädigte ein Verkehrszeichen. Trotz kaputter Ölwanne setzte er die Fahrt fort.

Quelle: DPA

Dortmund: 19-jähriger schwebt nach Messerangriff in Dortmund in Lebensgefahr

Nach einem versuchten Tötungsdelikt in Dortmund schwebt ein 19-Jähriger trotz Notoperation in Lebensgefahr. Das Opfer war in der Nacht zum Sonntag in einer Parkanlage von vier Männern angegriffen und durch Messerstiche schwer verletzt worden, wie Polizei und Staatsanwaltschaft gemeinsam mitteilten. Die Polizei richtete eine Mordkommission ein und sucht jetzt nach Zeugen des Angriffs. Nach Auskunft von Oberstaatsanwalt Carsten Dombert sind die Hintergründe der Tat offen. Das Opfer sei noch nicht vernehmungsfähig.

Quelle: DPA

Ludwigshafen: Hund beißt eigenem Besitzer Daumen ab

Schmerzhaftes Ende eines tierischen Streits: Im rheinland-pfälzischen Ludwigshafen hat ein Hund seinem Besitzer den Daumen abgebissen, nachdem dieser versucht hatte, das Tier von einem anderen Hund zu trennen. Wie das Polizeipräsidium Rheinpfalz am Sonntag mitteilte, musste der 38-jährige Hundebesitzer im Krankenhaus behandelt werden. Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge am Samstagabend. Demnach waren die Hunde zweier Ludwigshafener in Streit geraten. Beim Versuch des 38-Jährigen, seinen Hund loszureißen, habe dieser ihm den rechten Daumen abgebissen.

Idar-Oberstein: Unbekannte stehlen 2,5 Tonnen Streusalz aus Garage 

Unbekannte haben 2,5 Tonnen Streusalz im rheinland-pfälzischen Idar-Oberstein gestohlen. Nach Angaben der Polizei haben die Diebe das Salz aus einer Garage in der Innenstadt mitgenommen. Was die Täter mit dem Streusalz vorhaben könnten, war aus Sicht der Polizei zunächst rätselhaft. "Wir haben noch nie erlebt, dass eine so große Menge Streusalz gestohlen wurde", sagte ein Sprecher. Bislang gebe es keinen konkreten Ermittlungsansatz.

Bei einer derart großen Menge an Streusalz sei es wahrscheinlich, dass der oder die Täter das Diebesgut mit einem Transporter oder einem Laster zwischen Donnerstag und Sonntag abtransportiert haben. Die Ermittler hoffen nun auf Hinweise von Zeugen.

Quelle: DPA

Belm: Angriff auf Polizisten bei Corona-Party

Bei einer Party im Landkreis Osnabrück haben Feiernde Polizisten angegriffen und verletzt. Die Beamten hatten nach einem Hinweis sechs erheblich alkoholisierte Männer zwischen 20 und 44 Jahren in einer Partyhütte in Belm angetroffen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die Personen hätten sich unkooperativ und aggressiv gezeigt. Zur Feststellung der Identität sollte ein Partygast den Angaben zufolge mit zur Wache genommen werden. Dieser habe sich geweigert.

Als er zum Streifenwagen geführt werden sollte, griffen vier Männer die Polizisten an, hieß es. Die Beamten setzten Pfefferspray ein und nahmen alle Feiernden in Gewahrsam. Ein 21-Jähriger habe dabei einen 29 Jahre alten Polizisten so stark am Knie verletzt, dass dieser dienstunfähig gewesen sei. Die Polizei ermittelt wegen Verstoßes gegen die Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Quelle: DPA


 Nachrichten von Samstag, den 23. Januar 

Bad Frankenhausen: Akku explodiert beim Laden - Feuer in Wohnhaus 

Die Explosion eines Lithiumakkus hat einen Brand in einem Einfamilienhaus in Bad Frankenhausen in Thüringen ausgelöst. Durch das Feuer und die Rauchentwicklung sei im gesamten Gebäude Sachschaden entstanden, dessen Höhe die Ermittler noch nicht beziffern konnten, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Zu der Explosion kam es am Freitag beim Aufladen des Akkus einer Drohne im Keller des Hauses. Das Feuer, das dabei entstand, beschädigte das Mobiliar der Büroräumlichkeiten im Keller. Die Feuerwehr brachte das Feuer unter Kontrolle. Ein Bewohner des Hauses klagte über leichte Atembeschwerden durch den Rauch.

Quelle: DPA

Berlin: Polizei hebt illegale Glücksspielstätte in Privatwohnung aus

Die Berliner Polizei hat eine illegale Glücksspielstätte in einer Privatwohnung hochgehen lassen. In der Wohnung in Steglitz hätten die Beamten in der Nacht zu Samstag 22 Menschen angetroffen, die keine Abstände eingehalten und keine Mund-Nase-Bedeckungen getragen hätten, hieß es in einer Polizeimitteilung. Die Beamten hätten 20 Ermittlungsverfahren wegen illegalen Glücksspiels und 22 Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstößen gegen die Corona-Auflagen eingeleitet.    

Eine Anwohnerin hatte die Beamten auf die Spur gebracht: Sie berichtete in einem Anruf bei der Polizei, dass es in der Wohnung ein ständiges Kommen und Gehen gebe. In der Wohnung fanden die Polizisten dann eine Vielzahl von Würfeln, Karten, Spielchips und Ähnliches. Hingegen ließen sich "keine Gegenstände finden, die auf eine übliche Nutzung zu Wohnzwecken schließen ließen", erklärte die Polizei. Die Fenster waren mit Alufolie abgeklebt. 

Quelle: DPA

Röbel: Falschfahrer auf A19 nach 55 Kilometern von Polizei gestoppt 

Die Polizei hat einen angetrunkenen Falschfahrer auf der Autobahn 19 in Mecklenburg-Vorpommern mit mehreren Streifenwagen rund 55 Kilometer lang verfolgt. Der 35-Jährige war in der Nacht zum Samstag zwischen den Anschlussstellen Glasewitz und Güstrow über einen Feldweg und einen Wildzaun hinweg in falscher Richtung auf die A19 aufgefahren. Als ihn Beamte der Autobahnpolizei stoppen wollten, habe er beschleunigt und zu fliehen versucht, teilte die Polizei mit. Erst nach der langen Verfolgung konnte der 35-Jährige nahe der Anschlussstelle Röbel aufgehalten werden.

Die Einsatzkräfte gehen davon aus, dass der Mann unter dem Einfluss von Alkohol und andern Drogen stand. Ein Atemtest ergab einen Wert von 0,83 Promille. Zudem besitzt der Fahrer keinen Führerschein. Gegen den Mann wurden mehrere Anzeigen erstattet. Die A19 war laut Polizei zum Zeitpunkt des Vorfalls glücklicherweise kaum befahren. 

Quelle: DPA

Stolpe: Betrunkene Geisterfahrerin versteckt sich nach Unfall auf A24

Nach einer Geisterfahrt über die Autobahn hat sich eine sturzbetrunkene Frau hinter der Leitplanke versteckt - und ist letztlich doch der Polizei ins Netz gegangen. In der Nacht zu Samstag hatten Verkehrsteilnehmer per Notruf gemeldet, dass ihnen auf der A24 in Richtung Hamburg ein Wagen auf dem Überholfahrstreifen entgegengekommen sei. Streifenpolizisten entdeckten das beschädigte Auto nahe der Anschlussstelle Neustadt-Glewe an der Mittelschutzplanke - mit laufendem Motor und geschlossenen Türen.

Im Fahrzeug saß niemand mehr, doch hinter der Außenschutzplanke der Gegenfahrbahn stießen die Beamten schließlich auf die 23-jährige Frau. Ein Alkoholtest ergab bei ihr einen Wert von 2,55 Promille. Sie gab an, bloß Beifahrerin in dem Auto gewesen zu sein - doch trotz intensiver Suche und Einsatz eines Fährtenhundes wurden in der Nähe keine weiteren Menschen gefunden, die als mögliche Insassen in Betracht kamen. Auch sonst habe nichts auf eine Beteiligung Dritter hingedeutet, teilte die Polizei weiter mit. Gegen die junge Frau wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet. Verletzt wurde niemand.

Quelle: DPA


 Nachrichten von Freitag, den 22. Januar 

Stammbach: Autofahrer schläft Rausch auf Autobahn aus

Seinen Rausch hat ein Autofahrer aus Baden-Württemberg auf der rechten Spur der Autobahn 9 in Bayern ausgeschlafen. "Es ist nicht klar, wie lange er dort stand und ob er danach noch Alkohol getrunken hat", sagte ein Sprecher der Polizei am Freitag. Zwischen seinen Beinen hätten jedenfalls mehrere leere und angetrunkene Weinflaschen gelegen.

Die alarmierten Polizisten seien am späten Donnerstagabend bei Hof zunächst davon ausgegangen, dass der 49-Jährige bewusstlos war. Selbst als die Beamten das Fenster auf der Beifahrerseite seines Autos einschlugen, habe er sich nicht geregt.

Erst durch Wachrütteln habe der Mann reagiert. Er beleidigte die Polizisten "mit einer ganzen Reihe an unschönen Ausdrücken", heißt es weiter. Vier Beamte hätten ihn festhalten müssen, um ihm Blut für einen Alkoholtest abnehmen zu können, sagte der Sprecher der Polizei. Dabei habe der Mann einen Polizisten am Finger verletzt. Das Ergebnis des Tests stünde noch aus.

Auf der Wache stellte sich laut Polizei heraus, dass der Fahrer vom Amtsgericht Mannheim gesucht wird und keinen gültigen Führerschein hat. "Den 49-Jährigen erwartet nun eine ganze Reihe an Anzeigen", erklärte die Polizei.

Quelle: DPA

Essen: Baumdiebe schlagen Holz im Wert von Tausenden Euro

In Essen haben Unbekannte im privaten Kruppwald nahe der Villa Hügel – der ehemaligen Residenz der industriellen Krupp-Dynastie – zwischen Weihnachten und Neujahr illegalerweise Dutzende Bäume im Wert von mehreren Tausend Euro gefällt. Wie die Polizei berichtet, bemerkte ein für den Wald Verantwortlicher die Taten. "Er führte die Polizisten zu mehreren Stellen, an denen etwa 70 professionell zerlegte Baumstämme zum Abtransport an den Schotterwegen bereitlagen", heißt es. Und weiter: "Spuren von schweren Fahrzeugen, mit denen die Unbefugten in den Wald einfuhren, konnten von den Beamten gesichert werden". Zuvor hatten die Unbekannten einen Schlagbaum gewaltsam geöffnet. Die Polizei hofft nun auf Zeugen, die etwas beobachtet haben könnten. Mehr Informationen gibt es hier

Quelle: Polizei Essen

Celle: Sechsjähriger büxt zu abendlichem Geheimtreffen aus

Ein Sechsjähriger auf dem Weg zu einem abendlichen Geheimtreffen mit einem Freund im Kindergarten hat die Polizei in Celle in Atem gehalten. Der nur mit einem "Super-Mario"-Schlafanzug bekleidete Knirps fiel am Donnerstagabend einer Frau auf einer Straße der niedersächsischen Stadt auf, wie die Polizei mitteilte. Sie sprach den Jungen an und hielt ihn bis zum Eintreffen der Beamten auf.

Doch dann wurde es turbulent. "Als der junge Mann die Polizei erblickte, geriet er sofort in den Fluchtmodus und lief davon", hieß es im Polizeibericht. "Nach Aufnahme der Verfolgung konnte der Bursche gestellt werden und gab an, dass er sich im Kindergarten für den Abend mit einem Kumpel verabredet habe." Zu Hause sei er aus einem Fenster geklettert und auf Socken losgelaufen.

Die besorgten Eltern hatten sich laut Polizei bereits selbst auf die Suche nach ihrem Sohn gemacht. Der Junge wurde ihnen schließlich von den Polizisten wieder übergeben. "Mit 'Super Mario' wurde ein intensives Gespräch geführt", erklärten die Beamten. Zukünftig werde er nicht mehr von zu Hause und auch nicht mehr vor der Polizei weglaufen.

Quelle: AFP

Köln: Polizei verabschiedet Kollegen mit Blaulichtkonvoi – interne Ermittlungen

Wegen eines nicht genehmigten Blaulicht- und Sirenenkonvois zur Verabschiedung eines langjährigen Kollegen in den Ruhestand sehen sich zahlreiche Polizisten in Köln mit internen Ermittlungen konfrontiert. Wie die Polizei in der Domstadt am Donnerstag erklärte, war die Kolonne aus 17 Polizeimotorrädern, einem Sonderfahrzeug der Kölner Spezialeinheiten und einem Wasserwerfer am Mittwochvormittag "unter Inanspruchnahme von Sonder- und Wegerechten" von Brühl in den Kreis Euskirchen gefahren.    

Dort rief die Leiterin einer Kindertagesstätte bei der Polizei an, um den Zweck der Einsatzfahrt mit Blaulicht und Martinshorn zu erfahren. Noch am Mittwoch leitete daraufhin Polizeipräsident Uwe Jacob interne Ermittlungen ein und informierte das nordrhein-westfälische Innenministerium über den Vorfall. Nach offiziellen Angaben geht es um "dienst- und strafrechtliche Ermittlungen gegen die Planer und Teilnehmer, unter anderem wegen der missbräuchlichen Nutzung dienstlicher Fahrzeuge". Jacob erklärte, er habe zwar "Verständnis dafür, dass beliebte Mitarbeiter nach über 40 Dienstjahren würdevoll verabschiedet werden". "Derartige Aktionen können jedoch Konsequenzen für jeden einzelnen, aber auch für die Behörde haben", fügte er hinzu. Jacobs entschuldigte sich persönlich beim Euskirchener Landrat Markus Ramers (SPD) für den Vorfall in dessen Zuständigkeitsbereich. "Im Rahmen eines Besuchs bei der Kitaleitung haben wir uns ebenfalls entschuldigt und die Karten auf den Tisch gelegt", erklärte er.

Quelle: AFP

Essen: Polizei stoppt Gottesdienst - 90 Teilnehmer ohne Abstand und Masken

Die Polizei hat am Donnerstagabend in Essen einen Gottesdienst mit etwa 90 Teilnehmern aufgelöst. Die Gottesdienstbesucher hätten weder Masken getragen noch den vorgeschriebenen Abstand eingehalten, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Es habe auch keine Teilnehmerliste gegeben. Alle Teilnehmer erhielten Anzeigen und müssten mit Bußgeldern rechnen. Die "WAZ" hatte zuvor berichtet.

Quelle: DPA

Neumünster: Unfall mit zwei toten Fußgängern – war der Fahrer betrunken?

Nach dem Unfall mit zwei tödlich verletzten Fußgängern in Neumünster (Schleswig-Holstein) gehen die Ermittlungen am Freitag weiter. Unfallsachverständige seien beauftragt, den Unfallhergang zu untersuchen, sagte ein Sprecher der Polizei. Auch werde untersucht, ob der 24 Jahre alte Mann, der mit seinem Auto am späten Mittwochabend zwei Fußgänger getötet und eine Frau lebensgefährlich verletzt hatte, betrunken war oder Drogen genommen hatte. Mit Ergebnissen sei aber erst in einigen Tagen zu rechnen.

Die beiden Todesopfer – ein 34-Jähriger und seine 30 Jahre alte Lebensgefährtin – waren Polizisten. Eine 27 Jahre alte Frau kam mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus.

Der 24-Jährige besitzt nach Polizeiangaben keinen Führerschein. Er war nach ersten Ermittlungen zu schnell unterwegs und kam auf nasser Straße in einer leichten Kurve von der Fahrbahn ab. Der Wagen riss einen Baum, ein Verkehrsschild und Betonpoller raus und erfasste die Dreiergruppe. Auch der Fahrer kam ins Krankenhaus. Er erlitt einen Schock.

Quelle: DPA


 Nachrichten von Donnerstag, den 21. Januar 

Hollstadt: Mann randaliert wegen Einführung des neuen US-Präsidenten

Weil er mit dem neuen Präsidenten der USA nicht einverstanden ist, hat ein Mann in Bayern sein Haus verwüstet. "Er sagte, er sei so bockig, weil Donald Trump nun nicht mehr Präsident ist und Joe Biden in sein Amt eingeführt wurde", sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Zuerst hatte das Portal "infranken.de" über den Polizeieinsatz in Hollstadt im Norden des Freistaats berichtet.

Den Hinweis bekam die Polizei am Mittwochabend von einem Anrufer aus Übersee. Der Mann sprach den Angaben zufolge mit der Mutter des Randalierers per Videochat. "Dann flogen im Hintergrund plötzlich Flaschen und einiges ging zu Bruch", berichtete der Sprecher. Aus Sorge alarmierte der Anrufer die Polizei in Deutschland. Erst nach heftigen Auseinandersetzungen mit den Beamten habe sich der 29-jährige US-Amerikaner beruhigt, sagte der Polizeisprecher. Zur Sicherheit habe er die Nacht in einer Zelle verbracht. Nach Angaben der Polizei wurde niemand verletzt.

Quelle: DPA

Duderstadt: Homöopathin fälscht mutmaßlich Atteste für Corona-Leugner 

Eine Ärztin mit homöopathischer Praxis soll massenhaft Atteste für Corona-Leugner ausgestellt und diese so von der Maskenpflicht entbunden haben. Die 54-Jährige aus Duderstadt im Süden Niedersachsens erregte die Aufmerksamkeit der Polizei, als auf Anti-Corona-Demos auffällig viele Teilnehmer das Nichttragen einer Maske mit einem Attest aus ihrer Praxis belegten. Dies sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Göttingen am Donnerstag. 

"Es fiel auf, dass, egal ob die Leute aus Dortmund oder Hannover kamen, alle ein Attest von dieser Ärztin aus Duderstadt hatten", hieß es. Die Bescheinigungen hätten ausgesehen wie Blanko-Formulare, in die nur noch die Daten der Patienten eingetragen werden mussten. Die 54-Jährige sei durch mehrere Internetauftritte als Corona-Leugnerin bekannt, sagte der Justizsprecher. 

Die Staatsanwaltschaft durchsuchte am Mittwoch die Räumlichkeiten in Südniedersachsen und stellte Unterlagen sicher. Für das Ausstellen falscher Gesundheitszeugnisse drohe der Frau eine Geldstrafe oder bis zu zwei Jahre Haft, sagte der Sprecher.

Quelle: DPA

Gießen: Nach Tötungsdelikt zwei Jugendliche vorläufig festgenommen

Nach einem Tötungsdelikt in Hessen sind zwei 16- und 17-jährige Tatverdächtige vorläufig festgenommen worden. Die beiden Jugendlichen wurden am Donnerstagmorgen bei einer Großfahndung unter anderem mit einem Polizeihubschrauber gefasst, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Gießen mitteilten. Zuvor war in Ranstadt im Wetteraukreis am Mittwochabend bei einer Auseinandersetzung ein 18-Jähriger mutmaßlich durch ein Messer tödlich verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion zur Klärung der genauen Todesursache an. Angaben zu den Tathintergründen konnten die Ermittler noch nicht machen. Bis Freitag sollte entschieden werden, ob die Jugendlichen einem Haftrichter vorgeführt werden.    

Quelle: AFP

Kassel: 52-Jähriger mit fünf Promille am Steuer baut Unfall

Sturzbetrunken mit fünf Promille ist ein 52-Jähriger mit seinem Auto durch Kassel gefahren und in einen Gartenzaun gekracht. Am Dienstagnachmittag saß der Mann aus dem Landkreis Kassel laut Polizeibericht vom Donnerstag in einem "völlig fahruntauglichen Zustand" am Steuer. Schließlich sei er mit seinem Auto links von der Straße abgekommen, über einen Gehweg und eine Grünfläche gefahren und schließlich in einem Gartenzaun zum Stehen gekommen. Danach versuchte er offenbar, mit seinem "erheblich beschädigten" und nicht mehr fahrbereiten Fahrzeug zu flüchten. Als das misslang, trat er die Flucht stattdessen zu Fuß an. Den torkelnden Mann entdeckte die Polizei nur 150 Meter vom Unfallort entfernt. Derzeit werde ermittelt, ob der Mann überhaupt einen Führerschein habe. An seinem Wagen entstand ein Schaden in Höhe von zehntausend Euro.

Quelle: AFP

Mainburg: Grundschülerin sieht Nacktfotos auf Lernplattform

Ein Unbekannter hat sich in Bayern Zugang zur Lernplattform einer Grundschule verschafft und dort offenbar Nacktfotos gepostet. Eine 8-Jährige im niederbayerischen Mainburg habe während des Online-Unterrichts Bilder eines nackten Mannes angezeigt bekommen, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die Lehrerin sei von dem Unbekannten aus dem Chatraum entfernt worden, so dass sie nicht mehr habe eingreifen können. Auch einige Schüler wurden den Angaben nach bei dem Vorfall am Dienstag aus der Plattform abgemeldet. Die Kripo ermittelt wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern. Einen ähnlichen Fall gab es ebenfalls am Dienstag an einer anderen Grundschule in Niederbayern. Auf der Online-Lernplattform der Schule in Abensberg waren beleidigende Videos abgespielt worden. Zum Teil soll es nach Polizeiangaben zu verbalen Beleidigungen gegenüber Schülern und deren Eltern gekommen sein. Die Schule installierte nach dem Vorfall laut Polizei ein Sicherheitsupdate für den Heimunterricht während der Corona-Pandemie. Möglicherweise hätten die Unbekannten aber einfach die Zugangsdaten zum Chat gekannt, sagte ein Sprecher der Polizei.

Quelle: DPA

Hamm: Möchtegernpolizisten mit Blaulicht auf Autodach erwischt

Mit falschem Blaulicht auf dem Autodach haben sich zwei junge Männer in Hamm als Zivilpolizisten ausgegeben und Fußgänger nach ihren Ausweisen gefragt. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, fuhren ein 17- und ein 18-Jähriger am späten Mittwochabend in einem schwarzen Wagen durch die Stadt und sprachen aus dem Auto heraus Menschen an. Einen 28-Jährigen, den die beiden demnach ebenfalls nach seinem Ausweis fragten, stimmte das skeptisch. Als er die Dienstausweise der vermeintlichen Polizisten sehen wollte, hätten diese ihre Fahrt wortlos fortgesetzt. Danach seien die Möchtegernpolizisten mit hoher Geschwindigkeit hin- und hergefahren und hätten "immer wieder" Fußgänger angesprochen. Nach Mitternacht gingen die beiden der echten Polizei ins Netz. Diese beschlagnahmte das elektronische Blaulichtset und ermittelt nun wegen Amtsanmaßung.

Quelle: AFP

Wadern: 14-Jähriger bei Explosion von Heizkessel schwer verletzt

Im Saarland hat ein 14-Jähriger bei der Explosion eines Heizkessels schwere Verbrühungen erlitten. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, wollte der Jugendliche am Mittwochabend im Haus der Familie in Nonnweiler irrtümlich eine nicht mehr genutzte Koksheizung in Betrieb nehmen. Da die Ventile der Wasserleitungen geschlossen waren, konnte das heiße Wasser nicht entweichen und sprengte den Kessel. Bei der Explosion wurde der 14-Jährige durch Wasserdampf und heißes Wasser schwer verletzt. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Nach Angaben der Beamten war der Jugendliche zum Zeitpunkt des Unglücks mit seinen Geschwistern allein zu Hause, die Eltern waren arbeiten. Als es gegen Abend kalt in dem Haus wurde, befasste er sich mit der Heizungsanlage im Keller. Dabei nahm er einen ergänzend zur hauseigenen Ölheizung verbauten älteren Zusatzbrennkessel in Betrieb, der ursprünglich mit Koks befeuert worden war. Er heizte den an die Ölheizung angebauten Kessel, der inzwischen nicht mehr genutzt wird, mit Holz. Dadurch kam es zu dem Unglück. Die Geschwister retteten sich zu Nachbarn.

Quelle: AFP

Hattingen: 62-Jährige stürzt in Zisterne und stirbt

Im nordrhein-westfälischen Hattingen ist eine Frau in eine Zisterne gestürzt und gestorben. Bisher sei von einem "tragischen Unglücksfall" ohne Fremdverschulden auszugehen, sagte eine Sprecherin der Polizei im Ennepe-Ruhr-Kreis am Donnerstag. Zur Todesursache der 62-Jährigen konnte sie keine Angaben machen. Laut Feuerwehr fiel die Frau am Mittwochnachmittag auf einem Privatgrundstück in die Zisterne, in der sich zu diesem Zeitpunkt auch Wasser befand. Dabei handelte es sich demnach um einen herkömmlichen im Boden eingelassenen Regenwassertank mit einer etwa 60 Zentimeter großen Öffnung. Trotz einer sehr schnellen Erstversorgung seien die Wiederbelebungsversuche erfolglos geblieben, hieß es im Bericht der Feuerwehr. Der Notarzt habe den Tod der Frau feststellen müssen. Bei dem Einsatz wurde ein Mitarbeiter des Rettungsdiensts leicht verletzt.

Quelle: AFP

Wiesenfeld: Neue Hinweise zu Verbrechen an 13-Jähriger vor 27 Jahren

Im Zusammenhang mit einem Gewaltverbrechen an einer 13-Jährigen im Jahr 1993 hat es im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart Polizeieinsätze gegeben. Die Polizei bestätigte am Donnerstag die Einsätze vom Vortag in Verbindung mit dem Fall. Im Laufe des Donnerstags wollen die Beamten eine gemeinsame Pressemitteilung mit der Staatsanwaltschaft veröffentlichen. Zuvor hatte die "Main-Post" berichtet.

Das 13-jährige Mädchen war vor 27 Jahren nach einer großangelegten Suche tot in einer Güllegrube eines Reiterhofs im bayerischen Wiesenfeld gefunden worden. Ein damals 15-Jähriger wurde festgenommen. Nach einem Prozess wegen Totschlags hatte das Gericht den Jugendlichen freigesprochen.

Quelle: DPA

Neumünster: 24-Jähriger ohne Führerschein überfährt drei Fußgänger – zwei Tote

Ein 24-Jähriger ist in Neumünster in Schleswig-Holstein mit dem Auto von der Fahrbahn abgekommen und hat einen Unfall mit zwei Toten und einer Schwerverletzten verursacht. Der Mann geriet am späten Mittwochabend in einer leichten Rechtskurve mit seinem Wagen auf der nassen Straße ins Rutschen, riss einen Baum, ein Verkehrsschild sowie mehrere Betonpoller ab und fuhr in drei Fußgänger. Ein 34 Jahre alter Mann und dessen 30 Jahre alte Lebensgefährtin starben, wie ein Polizeisprecher am Donnerstag sagte. Eine 27 Jahre alte Frau kam mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus in Neumünster. Der 24-Jährige besitzt nach Polizeiangaben keinen Führerschein. Er war nach ersten Ermittlungen zu schnell unterwegs. Ob der junge Mann außerdem unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen stand, werde untersucht. Er kam mit einem Schock ins Krankenhaus.

Quellen: DPA

Berlin: Zwei Verletzte durch Schüsse bei Auseinandersetzung auf Straße

Bei einer Auseinandersetzung auf offener Straße in Berlin sind zwei Männer durch Schüsse verletzt worden. Nach Abgaben der Polizei vom Donnerstag kam es am Mittwochabend nach ersten Erkenntnissen zu einem Streit zwischen etwa 15 bis 20 Menschen im Stadtteil Wedding. Während des eskalierenden Konflikts schoss ein 38-Jähriger auf zwei andere Beteiligte im Alter von 24 Jahren und 26 Jahren. Wie die Polizei mitteilte, wurden die beiden Männer durch Schüsse an der Hüfte beziehungsweise an einem Bein verletzt. Sie wurden in Krankenhäuser eingeliefert. Der Verdächtige flüchtete, wurde aber später von den Beamten identifiziert. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt.

Quelle: DPA

Marsberg: Unbekannte schocken Lokführer in Nordrhein-Westfalen mit Puppe auf Bahngleis     

Unbekannte haben in Nordrhein-Westfalen eine menschenähnliche Puppe auf eine Bahnstrecke gelegt und damit einen Lokführer schwer geschockt. Wie die Bundespolizei in Sankt Augustin am Donnerstag mitteilte, überfuhr der 49-Jährige am Mittwochabend in der Nähe von Marsberg mit seinem Regionalexpress trotz einer Notbremsung die Puppe. In dem Glauben, einen Menschen erfasst zu haben, schlug er Alarm. Auch die zur Einsatzstelle entsandten Hilfskräfte gingen anfangs von einem tödlichen Unfall aus, weil sie Kleidungsstücke unter dem Zug entdeckten. Erst etwas später stellte sich heraus, dass es sich um eine aus Holz und Füllmaterial gefertigte menschliche Puppe ähnlich einer Vogelscheuche handelte. Dem Lokführer zufolge wurde sie sitzend mit dem Rücken in Richtung des Zugs platziert. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Schienenverkehr. Die Fahrgäste blieben bei der Notbremsung unverletzt. Sie wurden allerdings von der Feuerwehr aus dem Zug gebracht. Von einem nahen Bahnübergang aus fuhren sie mit Taxis weiter. Die Strecke war über zwei Stunden gesperrt.

Quelle: AFP

Berka/Hainrich: Ein Jahr nach Schulbusunglück – Haltestelle verlegt, Trauer bleibt

Bei einem Busunglück vor fast einem Jahr starben im Wartburgkreis in Thüringen zwei Kinder, viele wurden verletzt. Als Konsequenz aus dem Unfall sei inzwischen die Haltestelle für Busse vor der Grundschule in Berka vor dem Hainich verlegt worden, sagte Karola Hunstock, Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft Hainich-Werratal. Mit der Verlegung der Haltestelle sei es nicht mehr nötig, dass der Bus die Unglücksstrecke nehme, damit die Kinder beim Aussteigen keine Straße überqueren müssen, um ins Schulgebäude zu kommen. "Noch immer, auch ein Jahr danach, ist das Unglück in der Erinnerung vieler Menschen und auch in meiner schmerzlich präsent", sagte Thüringens Bildungsminister Helmut Holter,

Der Unglücksbus war am 23. Januar 2020 auf dem Weg zur Grundschule auf einer eisglatten Steigungsstrecke abgerutscht, hatte sich überschlagen und war in einen Graben gekippt. Zwei acht Jahre alte Kinder starben, viele wurden verletzt. Die Staatsanwaltschaft stellte im Juli die Ermittlungen ein, da kein strafrechtliches Verschulden feststellbar gewesen sei.

Quelle: DPA


 Nachrichten von Mittwoch, den 20. Januar 

Lüneburg: 19-Jährige getötet – Haftbefehl gegen Mann wegen Mordverdachts

Mitarbeiter der Spurensicherung untersuchen auf einem Parkplatz den Fundort einer Frauenleiche
Mitarbeiter der Spurensicherung untersuchen auf einem Parkplatz den Fundort, wo die 19-Jährige entdeckt wurde
© Joto / DPA

Nach dem gewaltsamen Tod einer 19-Jährigen in Lüneburg hat das Amtsgericht Haftbefehl gegen einen Gleichaltrigen erlassen. Der Mann soll die junge Frau am späten Montagabend ermordet haben, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Die 19-Jährige sei wahrscheinlich an den Folgen von Stichverletzungen gestorben. Das genaue Obduktionsergebnis liege noch nicht vor. Der Vater hatte seine Tochter am Dienstagmorgen leblos im Auto gefunden. Nach ersten Befragungen im Bekanntenkreis war der 19-Jährige in den Fokus der Ermittler geraten. In welcher Beziehung der festgenommene Deutsche zu dem Opfer stand, sagte die Polizei zunächst nicht.

Quelle: DPA

Berlin: Laute Party mit Girlanden, dafür ohne Masken – von Polizei aufgelöst

Die Berliner Polizei hat in der Nacht zum Mittwoch eine Party mit mehr als 20 Gästen im Berliner Ortsteil Buckow aufgelöst. Der Flur des Hauses war mit Girlanden und Ballons geschmückt, wie die Polizei mitteilte. Der aggressiv auftretende Hauseigentümer habe angegeben, eine Familienfeier zu veranstalten. Als die Polizisten die Party wegen der Corona-Gefahren auflösen wollten, soll der 37-Jährige die Eingangstür zugeschlagen haben. Ein Beamter wurde dabei am Bein verletzt. Wegen Verstößen gegen die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung müssen sich nach der Feier 21 Menschen verantworten, die ohne Mindestabstände und Mund-Nasen-Masken gefeiert haben sollen - gegen den Hauseigentümer wird wegen Beleidigung und tätlichen Angriffs auf einen Polizisten ermittelt.

Quelle: DPA

Ingolstadt: Mann wegen tödlicher Raserei vor Gericht

Mit mehr als 230 Stundenkilometern soll ein Raser auf der Autobahn 9 einen vorausfahrenden Autofahrer totgefahren haben. Zu Beginn des Prozesses vor dem Landgericht Ingolstadt sagte der 23-Jährige am Mittwoch, dass ihm der Tod des 22 Jahre alten Fahrers „unendlich leid“ tue. Der deutsche Staatsangehörige ist wegen Totschlags und wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens angeklagt. Ihm droht eine langjährige Haftstrafe. Laut der Anklage hatte der 23-Jährige am 20. Oktober 2019 bei Ingolstadt spät abends mit seinem Sportwagen auf der Überholspur den Wagen des 22-Jährigen nach einer kurzen Vollbremsung mit mindestens 232 Stundenkilometern gerammt. Der andere Fahrer sei durch die Wucht des Aufpralls sofort getötet worden. An dieser Stelle der Fernstraße war zu diesem Zeitpunkt eine maximale Geschwindigkeit von 100 km/h erlaubt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte absichtlich das Tempolimit überschritten hat mit dem Ziel, möglichst schnell fahren zu können. Seinen Wagen hatte der 23-Jährige nach den Ermittlungen auf 560 PS getunt, bis zu 350 Stundenkilometer hätte das Auto fahren können. Der Verteidiger entgegnete, sein Mandant sei "kein fanatischer Autofahrer" und habe den Unfall nicht gewollt.

Quelle: DPA

Rhein-Main-Gebiet: Großrazzia gegen Schwarzarbeitsring im Baugewerbe

Mit einer Großrazzia sind Ermittler in Hessen am Mittwoch gegen einen Schwarzarbeitsring im Baugewerbe vorgegangen. Drei Männer wurden im Rhein-Main-Gebiet festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main mitteilte. Das Verfahren richtet sich insgesamt gegen 48 Beschuldigte aus Hessen, Hamburg und Berlin, die ein illegales Netzwerk von Bau- und Scheinfirmen betrieben haben sollen. Ihnen wirft die Staatsanwaltschaft unter anderem das Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen, Betrug und Steuerhinterziehung vor. Den Schaden schätzen die Ermittler auf rund 30 Millionen Euro. Im Mittelpunkt des Verfahrens steht eine Baufirma aus dem Kreis Groß-Gerau. Sie soll über Jahre hinweg die geleisteten Arbeitsstunden ihrer Mitarbeiter nur anteilig den Behörden mitgeteilt haben. Darüber hinaus schwarz geleistete Arbeitsstunden erhielten die Bauarbeiter nach Ansicht der Ermittler bar ausgezahlt. Die Täter hätten mit Scheinrechnungen für nie erbrachte Leistungen Bargeld generiert. Zu den drei am Mittwoch festgenommenen Männern gehört der Geschäftsführer der Baufirma. Er soll Haupttäter und Drahtzieher sein. Der 49-Jährige habe das Netzwerk aufgebaut und maßgeblich gesteuert. Für seine Taten habe er in erster Linie Familienangehörige an den entscheidenden Stellen eingesetzt. Bei der Razzia wurden 55 Wohnungen, Geschäftsräume sowie Arbeiterunterkünfte durchsucht. Der Schwerpunkt der Aktion lag dabei in Hessen. Rund 600 Beamte waren im Einsatz. Sie beschlagnahmten unter anderem Computer und Handys. 

Quelle: AFP     

Frankfurt: Ein Toter bei Wohnungsbrand

Im Frankfurter Westend hat in der Nacht zu Mittwoch ein Feuer ein Menschenleben gekostet. Wie die Feuerwehr mitteilte, brach das Feuer gegen 3.30 Uhr im vierten Stock eines fünfgeschossigen Wohnhauses aus. Als die Einsatzkräfte anrückten, stand die 150 Quadratmeter große Wohnung bereits lichterloh in Flammen. Über das Treppenhaus hatte sich der Qualm bis in das dritte Obergeschoss ausgebreitet. Mit Hilfe einer Motorsäge mussten sich die Feuerwehrleute Zutritt zu der Brandwohnung verschaffen. In der Wohnung fanden sie eine leblose Person. Zwei Menschen konnten sicher von der Feuerwehr über das Treppenrhaus aus der Nachbarwohnung gerettet werden. Um kurz nach 5 Uhr war der Einsatz beendet. Die Brandursache ist bislang noch unklar. Die Schadenshöhe schätzt die Polizei auf mehr als eine Million Euro. 

Eine Wohnung im Frankfurter Stadtteil Westend steht lichterloh in Flammen
Die Wohnung im vierten Oberstock stand lichterloh in Flammen, als die Einsatzkräfte eintrafen
© Feuerwehr Frankfurt am Main

Quelle:Feuerwehr Frankfurt am Main

Niedernhausen: Sabotage auf ICE-Strecke – Angeklagter schweigt zum Prozessauftakt

Zum Prozessauftakt wegen Sabotage auf der ICE-Schnellfahrstrecke Köln-Frankfurt hat der Angeklagte keine Angaben gemacht. Er werde auch nichts zu den persönlichen Verhältnissen sagen, teilte der Rechtsanwalt des 52-Jährigen am Mittwoch mit. Der Prozess im Wiesbadener Landgericht wird an diesem Donnerstag mit der Vernehmung von Zeugen fortgesetzt, darunter Zugführer der Deutschen Bahn. Die Staatsanwaltschaft wirft dem angeklagten Deutschen unter anderem versuchten Mord vor. Der Obdachlose soll Mitte März 2020 nahe der Theißtalbrücke bei Niedernhausen in Hessen Schienenbefestigungen abmontiert haben. Laut Anklage war es sein Ziel, einen Zug entgleisen zu lassen.

Mehr als 400 Züge passierten an mehreren Tagen in hohem Tempo die gefährliche Stelle, bis zwei ICE-Lokführer am 20. März aufmerksam wurden. Sie bemerkten bei Tempo 300 ein verändertes Fahrverhalten und hörten Schläge. Der Abschnitt wurde gesperrt, bei der Kontrolle kurz darauf wurden auf einer Strecke von rund 80 Metern lose Gleise entdeckt.

Quelle: DPA

Berlin: Ein Todesopfer und 14 Verletzte bei Brand in Pflegeheim

Bei einem Feuer in einem Pflegeheim in Berlin-Kladow ist am Dienstag ein Mensch ums Leben gekommen. Drei Menschen seien schwer, elf leicht verletzt worden, berichtete ein Feuerwehrsprecher am Abend. Weitere 15 Betroffene wurden nach dem Schock betreut, ein Notfallseelsorger wurde für sie gerufen. Das Feuer war demnach unter Kontrolle. Rund 140 Rettungskräfte waren im Einsatz. Ein Zimmer eines Bewohners im ersten Obergeschoss sei komplett ausgebrannt, sagte ein Sprecher. Im dichten Rauch war es laut Feuerwehr für die alten und in ihrer Mobilität eingeschränkten Bewohner schwierig, aus dem Gebäude zu kommen. Die Pflegekräfte hätten sich gut verhalten und "sehr beherzt" geholfen. Die Identität des Todesopfers stand noch nicht fest. Einige Bewohner waren laut Feuerwehr mit dem Coronavirus infiziert. Das sei eine zusätzliche Herausforderung, die aber zum Alltag der Helfer gehöre. Die Rettungskräfte könnten damit umgehen. Die Pflegeeinrichtung liegt in einem ehemaligen Kasernengelände im Bezirk Spandau am westlichen Stadtrand von Berlin. Das Heim verfügt laut seiner Internetseite über 148 Plätze, die meisten davon in Einzelzimmern.

Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr stehen in Kladow unweit eines Pflegeheimes
Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr stehen in Kladow unweit eines Pflegeheimes, wo aus bislang ungeklärten Ursachen am frühen Dienstagabend in einem Zimmer ein Feuer ausgebrochen war
© Paul Zinken / DPA

Quelle: DPA

Berlin: Gegenstand explodiert - Polizei evakuiert Häuser

Im Berliner Stadtteil Schöneberg hat eine Explosion gegen 1 Uhr Anwohner aus dem Schlaf geholt. Wie die Polizei berichtet, war ein Gegenstand detoniert, der am Fuß eines Baustellenschildes abgelegt war. Umherfliegende Trümmerteile demolierten Autos und Fensterscheiben. Eine Person wurde verletzt. Die Polizei hat Anwohner von zwei Häusern evakuiert. Die Feuerwehr stellte hierfür eine Wärmebus zur Verfügung. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. 

Quelle: Twitter/Berliner Polizei

Guttenberg: Bus bleibt bei Probefahrt im Schnee stecken

Bei einer Probefahrt ist ein Gelenkbus in Oberfranken am Dienstagnachmittag im Schnee stecken geblieben. Ein Vertreter einer oberfränkischen Firma wollte einem Kunden die Wintertauglichkeit des Busses demonstrieren, wie die Polizei mitteilte. Als der Interessent mit dem Bus in der Gemeinde Guttenberg (Landkreis Kulmbach) an einem schneeglatten Hang anfuhr, knickte das Fahrzeug den Angaben zufolge im Bereich des Gelenkteils nach rechts ab und rutschte in die am Straßenrand aufgetürmten Schneehaufen. Mit Hilfe des Streudienstes wurde der steckengebliebene Bus schließlich befreit. Verletzt wurde niemand.

Quelle: DPA


 Nachrichten von Dienstag, den 19. Januar 

Hüllhorst: Mann trinkt vergiftete Limo bei Arbeit - "ernstzunehmender Fall"

Nachdem ein Mitarbeiter eines Unternehmens in Hüllhorst in Nordrhein-Westfalen offensichtlich vergiftete Limonade an seinem Arbeitsplatz getrunken hat, ermittelt die Polizei wegen gefährlicher Körperverletzung gegen unbekannt. Auch das Landeskriminalamt werde eingeschaltet, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag in Minden. Die Experten sollen demnach die Getränkeflasche und den Inhalt untersuchen.

Der 44-Jährige habe einen Schluck genommen, aber sofort wieder ausgespuckt, sagte der Sprecher. Die Flasche enthalte offenbar Bremsenreiniger, der in dem Betrieb auch verwendet werde. Der Mann hatte die Flasche mitgebracht und über Nacht stehen lassen.

"Das ist ein ernstzunehmender Fall", sagte der Sprecher. Die Polizei ermittelt im Arbeitsumfeld. In Bielefeld war vor zwei Jahren ein Mann zu lebenslanger Haft verurteilt worden, der Pausenbrote von Kollegen vergiftet hatte. Andere Medien berichteten.

Quelle: DPA

Lüneburg: 19-Jährige von Vater tot in Auto gefunden – Festnahme

In Lüneburg hat die Polizei im Falle einer vermutlich getöteten Frau (siehe auch Meldung unten) einen tatverdächtigen 19-Jährigen festgenommen. Die gleichaltrige Frau wurde in der Nacht zu Dienstag von ihrem Vater in ihrem Fahrzeug leblos aufgefunden.  Sie habe "mehrere Verletzungen" aufgewiesen, die mutmaßlich zum Tod geführt hätten, wie eine Polizeisprecherin erklärte. Wie die Beamten am Dienstagnachmittag bekanntgaben, kam bei der anschließenden Spurensuche auch Kräfte der Bereitschaftspolizei und ein Spürhund zum Einsatz. Im Zuge dessen wurde eine Stichwaffe aufgefunden. Die Eltern hatten sich Sorgen gemacht, wie ihre Tochter nach ihrer Spätschicht nicht nach Hause gekommen war. Als der Vater sich auf der Suche machte, fand er die junge Frau leblos in ihrem geparkten Fahrzeugt. Ein Beziehungstat wird zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen. Die Ermittlungen dauern an.

Polizisten stehen in einer Straße nahe des Parkplatzes, auf dem eine Frauenleiche in einem Auto gefunden wurde
Polizisten stehen in einer Straße nahe des Parkplatzes, auf dem eine Frauenleiche in einem Auto gefunden wurde
© Philipp Schulze / DPA

Quelle:  Polizei Lüneburg

Sankt Augustin: Polizisten hüten Lamm - dankbarer Schäfer macht sie zu Paten

Die Polizei, dein Freund und Schäfer: Eine Beamtin und ein Beamter haben in Sankt Augustin bei Bonn ein einsames Lamm eingesammelt. Als der Schäfer das gerade geborene Tier auf der Wache abholte, machte er die Ordnungshüter aus Dankbarkeit kurzerhand zu Paten. Sie tauften das Lamm "Konrad". Wie ein Polizeisprecher am Dienstag mitteilte, war das mutterlose Tier am Vorabend von der Streifenwagenbesatzung aufgelesen und in die Wache gebracht worden. Nach kurzer "Fahndung" sei klar gewesen: Die Schafherde war auf eine neue Weide getrieben worden und das Lamm blieb unbemerkt zurück. "Schnell holte der Schäfer das Lämmchen von der Wache ab und brachte es zu seiner bereits suchenden Mama", so die Polizei.

Ein Lämmchen schaut aus einem Korb über den Arm einer Polizistin
Die Polizei, dein Freund und Schäfer: Eine Beamtin und ein Beamter haben in Sankt Ausgustin bei Bonn ein einsames Lamm eingesammelt.
© Polizei Rhein-Sieg-Kreis

Quelle: DPA

Nauen: Privatzoo wegen Verstößen gegen Tierschutz geschlossen

Im brandenburgischen Nauen ist ein Privatzoo wegen schwerer Tierschutzverstöße geschlossen worden. Das Veterinäramt verhängte außerdem ein Tierhaltungs- und Betreuungsverbot gegen den Betreiber, wie ein Sprecher des Landkreises Havelland am Montag sagte. In dem Zoo lebten nach Angaben der Organisation Aktion Tier mehr als 60 Tiere in "alten, martialisch wirkenden Gehegen". Nach eigenen Angaben hatten die Aktivisten bereits im November vergangenen Jahres Anzeige gegen den Betreiber erstattet. In dem Zoo wurden demnach unter anderem Gänse, Hühner und Kaninchen, aber auch Affen und Waschbären gehalten. In zwei Außengehegen lebten außerdem Hausschweine, Ponys, Esel und Ziegen. Die Tiere seien nicht artgerecht ernährt worden, und die Gehege seien "improvisiert und aus nicht tiergerechten Materialien zusammengebastelt" gewesen. Da die Gehege nicht ordnungsgemäß gereinigt wurden, bestand laut Aktion Tier außerdem ein "dauerhaft hohes Gesundheitsrisiko". Bereits im vergangenen Jahr hatte das Veterinäramt dem Zoobetreiber Auflagen erteilt, die aber nicht umgesetzt wurden, wie der Sprecher des Landkreises sagte. Aus diesem Grund habe sich das Veterinäramt nun für die Schließung des Privatzoos entschieden. Die Tiere würden nun anderweitig untergebracht.

Quelle: AFP

Hagen: Falscher Arzt festgenommen

In Hagen hat die Polizei einen Mann festgenommen, der sich fälschlicherweise als Arzt ausgegeben hatte. Der 32-Jährige war seit Mitte 2020 im Auftrag des DRK für die Stadt Hagen im Rahmen der Pandemiebekämpfung tätig und mit der Organisation des nichtärztlichen Dienstes im Impfzentrum Hagen beauftragt worden. Ihm wird gewerbsmäßiger Betrug in 28 Fällen in Tateinheit mit Missbrauch von Titeln und Berufsbezeichnungen sowie Urkundenfälschung vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft geht vorläufig von einem Schaden von ca. 255.000 Euro aus. Der Mann hatte sich bereits seit 2019 ehrenamtlich beim DRK Hagen unter anderem als "Bezirksarzt" betätigt. Weil der Mann bereits eine Haftstrafe auf Bewährung verbüßt und somit Fluchtgefahr besteht, soll er noch heute einem Haftrichter vorgeführt werden. 

Quelle:  Staatsanwaltschaft Hagen

Lüneburg: 19-Jährige leblos in Auto gefunden – Ermittlungen wegen Tötungsdelikts 

Die Polizei hat eine 19-Jährige tot in einem Auto in Niedersachsen gefunden. Nach derzeitigem Stand werde wegen eines Tötungsdelikts ermittelt, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstagmorgen in Lüneburg. Demnach sei die Frau auf einem Parkplatz in Lüneburg am frühen Dienstagmorgen gegen 3 Uhr in einem von ihr genutzten Auto leblos gefunden worden. Sie habe "mehrere Verletzungen" aufgewiesen, die mutmaßlich zum Tod geführt hätten. Einzelheiten nannte die Sprecherin nicht. Die Hintergründe würden nun ermittelt, hieß es. Zunächst hatte die "Landeszeitung für die Lüneburger Heide" berichtet.

Update 10.42 Uhr:Wie das Lüneburger Nachrichtenportal "landeszeitung.de" berichtet, war es der Vater, der seine Tochter in dem Auto entdeckte. Die junge Frau hatte demnach bis etwa 23 Uhr Spätschicht in einem Betrieb in der Lüneburger Innenstadt. Weil sie nicht nach Hause kam, begab sich der Vater auf die Suche. Er wusste, wo sie üblicherweise ihren Wagen parkte. Als er sie fand, versuchte er noch, sie wiederzubeleben. Doch auch ein Notarzt konnte sie nicht mehr retten. 

Polizisten stehen in einer Straße nahe des Parkplatzes, auf dem eine Frauenleiche in einem Auto gefunden wurde
Polizisten stehen in einer Straße nahe des Parkplatzes, auf dem eine Frauenleiche in einem Auto gefunden wurde
© Philipp Schulze / DPA

Quelle: DPA, "Landeszeitung.de"

Mannheim: Polizei muss Geburtstagsfeier auflösen

In Mannheim musste die Polizei eine Geburtstagsfeier auflösen. Wie die Beamten am Dienstag berichteten, hatten sich am Montagabend gegen 19 Uhr insgesamt acht Personen aus fünf Haushalten in einer Wohnung versammelt. Sie alle erwartet jetzt ein Verfahren wegen Verstoßes gegen die Corona-Verordnung eingeleitet.

Quelle: Polizei Mannheim 

Münster: 35-Jähriger im Missbrauchsfall angeklagt 

 Im Missbrauchsfall Münster hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen weiteren Tatverdächtigen erhoben. Dem 35-Jährigen aus Heiligenhaus im Kreis Mettmann in Nordrhein-Westfalen wird vorgeworfen, einen heute elf Jahre alten Jungen aus Münster bei drei Gelegenheiten schwer sexuell missbraucht zu haben. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. 

Bei dem Kind handelt es sich um den Ziehsohn des in einem weiteren Prozess angeklagten Haupttäters in dem Ermittlungskomplex. Der 27-Jährige IT-Fachmann soll den Sohn seiner Lebensgefährtin selbst immer wieder vergewaltigt und anderen Männern für schwere sexualisierte Gewalttaten überlassen haben. Am Landgericht Münster laufen mehrere Gerichtsverfahren wegen der im Frühsommer 2020 ans Licht gekommenen Taten.  

Der nun Angeklagte war im November festgenommen worden, nachdem Handychats mit dem 27-Jährigen aus Münster ausgewertet worden waren. Als Tatorte nennt die Staatsanwaltschaft die eigene Wohnung des Angeklagten, sowie die Wohnung des 27-Jährigen. Der Mann aus Heiligenhaus habe gegenüber den Ermittlern zwar eingeräumt, den 27-Jährigen sowie weitere Tatverdächtige aus Hannover zu kennen, er habe die Missbrauchsvorwürfe jedoch bestritten, so die Staatsanwaltschaft.

Quelle: DPA

Sankt Augustin: Polizisten hüten Lamm - dankbarer Schäfer macht sie zu Paten

Die Polizei, dein Freund und Schäfer: Eine Beamtin und ein Beamter haben in Sankt Augustin bei Bonn ein einsames Lamm eingesammelt. Als der Schäfer das gerade geborene Tier auf der Wache abholte, machte er die Ordnungshüter aus Dankbarkeit kurzerhand zu Paten. Sie tauften das Lamm "Konrad". Wie ein Polizeisprecher am Dienstag mitteilte, war das mutterlose Tier am Vorabend von der Streifenwagenbesatzung aufgelesen und in die Wache gebracht worden. Nach kurzer "Fahndung" sei klar gewesen: Die Schafherde war auf eine neue Weide getrieben worden und das Lamm blieb unbemerkt zurück. "Schnell holte der Schäfer das Lämmchen von der Wache ab und brachte es zu seiner bereits suchenden Mama", so die Polizei.

Ein Lämmchen schaut aus einem Korb über den Arm einer Polizistin
Die Polizei, dein Freund und Schäfer: Eine Beamtin und ein Beamter haben in Sankt Ausgustin bei Bonn ein einsames Lamm eingesammelt.
© Polizei Rhein-Sieg-Kreis

Quelle: DPA

Bundesweite Razzia: Polizei sprengt internationalen Schleuserring

Seit den frühen Morgenstunden Morgenstunden vollstreckt die Bundespolizei im Auftrag der Staatsanwaltschaft Kempten in Berlin, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Hessen Durchsuchungsbeschlüsse und Haftbefehle gegen international agierende Schlepper. Mehr als 400 Beamte sind in Berlin, Salzgitter, Twistringen bei Bremen, Osnabrück, Hamm, Duisburg, Wuppertal und Marburg im Einsatz. Die Razzia richtet sich gegen eine Bande, die seit mindestens April 2019 Schleusungen über die sogenannte Balkanroute organisierte und durchführte. Gegen Bezahlung hoher Geldbeträge sollen dabei mutmaßlich 140 Personen überwiegend syrischer Herkunft mittels Kleintransportern und Pkw geschleust worden sein. Dabei seien die Täter äußerst planvoll vorgegangen sein, wie die Polizei berichtet. Sogenannte "Scoutfahrzeuge“ sollen eingesetzt worden sein, um Meldung von Polizeikontrollen zu machen. Grenzübertritte erfolgten oftmals zu Fuß in geschütztem Gelände. Der Bandenchef koordinierte die Schleuser dabei regelmäßig minutiös via Smartphone, jedoch aus sicherer Entfernung. Auf die Schliche war die Bundespolizei den Schleppern im August 2019 gekommen, nachdem ein Schleuserfahrer der Bande auf frischer Tat auf der A7 bei Füssen festgenommen wurde. Die Ermittlungen wurden zudem durch Europol unterstützt. Das Amtsgericht Kempten erließ nun gegen die weiteren Bandenmitglieder unter anderem elf Durchsuchungsbeschlüsse und sieben Haftbefehle.

Quelle: Staatsanwaltschaft Kempten/Bundespolizei München


 Nachrichten von Montag, den 18. Januar

Overath: Kinder finden Handgranaten aus dem Zweiten Weltkrieg

Spielende Kinder haben in einem Wald in Overath bei Köln vier amerikanische Handgranaten aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Die Granaten lagen unter Blättern auf dem Waldboden. Glücklicherweise hätten die Kinder nach dem Fund am Samstagabend Verdacht geschöpft und die Polizei alarmiert, sagte am Montag eine Sprecherin der Feuerwehr. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf sprengte die Granaten am Sonntagvormittag.

Granaten
Die vier Granaten im umrandeten Bildausschnitt lagen im Wald. Zunächst rückte die Feuerwehr an, später der Kampfmittelräumdienst
© Freiwillige Feuerwehr Overath

Quelle: DPA

Dortmund: Vierjähriger baut Autounfall in Dortmund  

In Dortmund hat ein Vierjähriger am Steuer einen Unfall mit einem Linienbus und einem weiteren Fahrzeug verursacht. Der Vater ließ seinen Sohn am Sonntag offenbar kurz allein im Auto, woraufhin dieser vermutlich auf den Fahrersitz kletterte und den Zündschlüssel drehte, wie ein Polizeisprecher am Montag mitteilte. Wahrscheinlich habe sein Vater am rechten Fahrbahnrand angehalten, um "kurz zum Kiosk zu gehen". Der Junge setzte den Wagen demnach rückwärts auf die Straße, rammte seitlich einen Linienbus und rollte dann auf ein weiteres Auto auf. Verletzt wurde dabei niemand. Später habe sich herausgestellt, dass der Vater weder einen in Deutschland gültigen Führerschein noch eine Versicherung für das Auto nachweisen konnte. Weil der Unfallwagen womöglich nicht einmal ihm gehört, wurde er von der Polizei beschlagnahmt. Gegen den Mann werde nun ermittelt.

Quelle: AFP

Kempten: Bundespolizistin findet Zweijährige allein in fahrendem Zug

Eine Bundespolizistin hat in Bayern am Samstagabend ein zweijähriges Mädchen allein in einem Regionalexpress auf dem Weg in Richtung Lindau entdeckt. Die Mutter des Kinds habe am Bahnhof Kressbronn zunächst das Gepäck aus dem Zug geholt und dann das Kind holen wollen, teilte die Bundespolizeiinspektion Kempten am Montag mit. Doch bevor die 26-Jährige die Tochter nachholen konnte, schlossen sich bereits die Türen, und der Zug fuhr los. Mit Hilfe der Bundespolizistin sei das Malheur aber schnell beendet gewesen. Die Beamtin habe alle umliegenden Polizeidienststellen informiert, so dass diese bereits im Bilde waren, als die Mutter sich meldete. Die Polizistin habe das Kind dann mit zu ihrer Dienststelle genommen, wo es nur eine Dreiviertelstunde nach der Trennung von der Mutter von der Oma abgeholt wurde.

Quelle: DPA

Perleberg: Kamel beißt Tierpfleger beim Füttern ins Gesicht 

Ein Tierpfleger ist im Tierpark Perleberg in Brandenburg von einem Kamel ins Gesicht gebissen und schwer verletzt worden. Der 54-Jährige habe am Sonntag das Gehege gereinigt und die Tiere gefüttert, teilte die Polizei am Montag mit. Auf einmal habe ein neben dem Mann stehendes Kamel den Kopf gedreht und zugebissen. Der Tierpfleger wurde zur Behandlung seiner Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

Quelle: DPA

Apolda: Feuerwerk bei Brand von Discounter in Thüringen entzündet

Beim Brand eines Discounters in Apolda in Thüringen ist ein Millionenschaden entstanden. Der Supermarkt sowie eine angrenzende Bäckerei brannten in der Nacht zum Montag komplett aus, wie die Polizei berichtete. Das Feuer zündete ebenfalls im Supermarkt gelagerte Feuerwerkskörper. Die Raketen waren weithin sichtbar und zogen auch Schaulustige an. Vermutet wird ein technischer Defekt in der Bäckerei als Auslöser des Feuers. Die Einsatzkräfte sahen schon beim Eintreffen hohe Flammen in den Himmel schlagen. Nach Angaben der Polizei waren rund 100 Feuerwehrleute im Einsatz, die den Brand in der Nacht nach vier Stunden löschen konnten. Der Schaden wird auf rund anderthalb Millionen Euro geschätzt. Es wurde niemand verletzt.

Quelle: DPA

Köln: Polizei beendet illegale Techno-Party in Köln 

In einem Waldstück im Osten von Köln haben in der Nacht zum Sonntag etwa 25 Leute eine Techno-Party gefeiert. Vier junge Männer im Alter zwischen 20 und 23 Jahren hatten eine professionale Musikanlage aufgebaut und über einen Messengerdienst zu der Party eingeladen. Die Gäste rannten weg, die vier Veranstalter blieben, weil sie andernfalls ihre Anlage im Stich gelassen hätten. Sie müssten sich nun wegen Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung verantworten, teilte die Polizei am Montag mit.

Quelle: DPA

Berlin: Polizei löst Gottesdienst mit mehr als 170 Menschen auf

Ein Gottesdienst einer kleinen Berliner Gemeinde mit weit mehr als 170 Menschen ist in der Hauptstadt wegen massiver Verstöße gegen die Corona-Regeln aufgelöst worden. In einem Saal der Kirchengemeinde im Stadtteil Gesundbrunnen seien am Sonntagabend gegen 19.45 Uhr 170 Erwachsene sowie weitere Kinder von der Polizei angetroffen worden, sagte eine Polizeisprecherin am Montag. Die Menschen hätten weder Masken getragen noch Abstände eingehalten. Ein Hygienekonzept und Anwesenheitslisten hätten ebenfalls gefehlt.

Der Pfarrer habe angegeben, eigentlich sei ein Gottesdienst im kleinen Kreis geplant gewesen, die Zahl der Besucher sei dann aber gestiegen. Die Polizei stellte Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten gegen mehr als 100 Menschen. Erst am Samstagabend hatte die Berliner Polizei eine Hochzeitsfeier mit 60 Menschen ganz in der Nähe beendet.

Quelle: DPA

Schwerte: Polizei löst Treffen mit Friseur auf 

Die Polizei hat in einem Keller in Nordrhein-Westfalen ein coronaregelwidriges Treffen zum Haareschneiden aufgelöst. Nach einem Hinweis aus der Bevölkerung seien Einsatzkräfte am Freitagnachmittag im Untergeschoss eines Geschäftshauses in Schwerte auf 20 Personen gestoßen, die sich ohne Abstand und Maske auf engem Raum aufhielten, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Zur Gruppe, die überwiegend aus Männern bestanden habe, gehörte mindestens ein Friseur. Auf dem Boden lagen zudem abgeschnittene Haare. Auf den Tischen habe Friseurbedarf gestanden. 

Außerdem nahm die Polizei bei ihren Ermittlungen Marihuana-Geruch wahr und stellte diverse Drogen sicher, darunter auch andere Arznei- und Betäubungsmittel. Die Ermittlungen wegen der Drogenverstöße dauerten an. Drei Beschuldigte waren zwischenzeitlich festgenommen, aber wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Zudem leitete die Polizei gegen alle Anwesenden Verfahren wegen Verstößen gegen die geltende Coronaschutzverordnung ein, die vom Ordnungsamt der Stadt weitergeführt werden.

Quelle: DPA

Schnee und Glatteis führen zu Unfällen im Süden Deutschlands 

Schnee Glätte
Autos fahren am Sonntag in Bayern auf schneebedeckter Fahrbahn: Die Glätte verursachte zahlreiche Unfälle
© Fotostand / Fritsch / Picture Alliance

Neuschnee, rutschige Fahrbahnen und umgestürzte Bäume haben vor allem im Süden Deutschlands am Sonntag und in der Nacht zu Montag zu mehreren Unfällen geführt. Auch wenn die Polizei insgesamt von einer deutlich ruhigeren Verkehrslage im Vergleich zu den Vortagen sprach, gab es dennoch Verletzte und mindestens einen Toten. Ein Autofahrer starb in Baden-Württemberg, nachdem er mit seinem Wagen über einen Schneehügel geschanzt war. In Bayern rutschten einige Autos von den matschigen Straßen und kamen erst in angrenzenden Böschungen zum Stehen. Vor allem in der Region um München krachte es mehrfach. Meist blieb es jedoch bei Blechschäden.

Quelle: DPA

München: Mordversuch in Klinik? – Pfleger in weiteren Fällen unter Verdacht

Ein im November wegen Mordversuchs verhafteter Münchner Krankenpfleger steht inzwischen wegen weiterer Fälle unter Verdacht. "In dieser Sache prüfen wir weitere Verdachtsfälle", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I, Anne Leiding, der Deutschen Presse-Agentur. "Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren." Wie viele Fälle das sind, ließ sie offen.  Bislang hatte die Staatsanwaltschaft in drei Fällen wegen des Verdachts auf versuchten Mord ermittelt. Sie wirft dem 24-Jährigen vor, drei Patienten im Alter von 54, 90 und 91 Jahren aus reiner Geltungssucht mit Medikamenten in Lebensgefahr gebracht zu haben, um dann bei ihrer Rettung zu glänzen. 

Ein aufmerksamer Oberarzt am Klinikum rechts der Isar war stutzig geworden, weil sich der Zustand von zwei Patienten plötzlich und unerklärlich verschlechtert hatte. Interne Ermittlungen ergaben Hinweise auf einen ähnlichen Fall, bei dem auch der Beschuldigte Dienst hatte. Der Verdacht: Der Pfleger spritzte den Patienten eine Überdosis eines Medikaments, das ihnen nicht verabreicht werden sollte. Spuren dieser nicht verordneten Medikamente wurden im Blut der Patienten gefunden. Die Klinik zeigte den Pfleger an, er bestritt die Vorwürfe bei seiner Festnahme. 

Quelle: DPA

Friedeburg: 41-Jährige rutscht mit Auto in Kanal in Ostfriesland 

Eine 41 Jahre alte Frau ist in Friedeburg in Ostfriesland mit ihrem Auto in den Ems-Jade-Kanal gerutscht. Vermutlich war Schneeglätte die Ursache für das unfreiwillige Bad am Sonntagmittag, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Zuvor wich die Frau den Angaben zufolge auf der schmalen Straßen neben dem Kanal einem entgegenkommenden Auto aus. Als sie zurück auf die Fahrbahn lenken wollte, verlor sie die Kontrolle und rutschte mit dem Wagen ins Wasser. Sie konnte sich selbstständig befreien und wurde unterkühlt in ein Krankenhaus gebracht. Das Auto ging vollständig unter und musste mit einem Kran aus dem Kanal geborgen werden.

Quelle: DPA

rös / jek / sve DPA

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