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Kalifornien: Pornos drehen mit Kondom und Schutzbrille? Nein, danke

In Kalifornien wollten die Behörden geschützten Sex zum Gesetz machen, eine Pflicht für Kondome und Schutzbrillen einführen. Ein Ausschuss stimmte nun dagegen - und die Branche atmet auf.

"Die Industrie war nie gegen Kondome, aber letztlich müssen die Darsteller entscheiden, was in ihren Körper gelangt und was nicht"

"Die Industrie war nie gegen Kondome, aber letztlich müssen die Darsteller entscheiden, was in ihren Körper gelangt und was nicht"

Für Pornodarsteller gilt im US-Bundesstaat auch künftig keine Kondompflicht. Die zuständige Behörde für Sicherheit am Arbeitsplatz verwarf  eine entsprechende Maßnahme, die auch Schutzbrillen und weitere Vorkehrungen zur Vermeidung der Übertragung von Infektionskrankheiten vorsah.

Der mit der Frage befasste Ausschuss stimmte mit drei zu zwei Stimmen gegen die Pläne. Eine Pflicht für geschützten Sex kommt damit nicht zustande.

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Pornos mit Kondomen sind bei Kunden weniger gefragt

Die Pornofilmindustrie zeigte sich zufrieden. Denn die hatte um ihr Geschäft gebangt: Pornos mit finden weniger Käufer, so das Argument. Der Ausschuss habe während seiner Beratungen Darsteller angehört, sagte Eric Paul Leue, Chef des Handelsverbands Free Speech Coalition. Die Zusammenarbeit mit den Behörden solle weitergehen. "Die Industrie war nie gegen Kondome, aber letztlich müssen die Darsteller entscheiden, was in ihren Körper gelangt und was nicht", sagte Leue.

Die US-Pornoindustrie ist vor allem im San-Fernando-Tal nördlich von Los Angeles angesiedelt und setzt jedes Jahr Millionen Dollar um. Im Jahr 2011 mussten die Produzenten ihre Dreharbeiten vorübergehend aussetzen, nachdem ein Darsteller positiv auf HIV getestet worden war. Im November 2012 traten erste Regelungen zur in Kraft, gegen die sich die Industrie damals erfolgreich wehrte.

jen / AFP