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35-Jähriger aus Bayern: Deutscher wollte in Thailand Urlaub machen, nun ist er "mit hoher Wahrscheinlichkeit" tot

Seit Mitte März wird ein deutscher Urlauber in Thailand vermisst. Nun verdichten sich die Anzeichen, dass er nicht mehr lebt. Der 35-Jährige könnte einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen sein.

Ein Strand in Thailand (Symbolbild)

Die Leichte, mutmaßlich des vermissten Deutschen, wurde an einem Strand in Thailand gefunden (Symbolbild)

DPA

Joachim B. aus Bayern flog Anfang März für einen Urlaub nach Thailand - und wird wohl nie mehr zurückkehren. Eine Männerleiche, bereits kurz nach dem Verschwinden des Mannes an einem thailändischen Strand gefunden, ist "mit hoher Wahrscheinlichkeit" die des 35-jährigen Deutschen. Das bestätigte ein Sprecher der Polizei Mittelfranken gegenüber dem stern. Zuvor hatte das "Weißenburger Tagblatt" darüber berichtet. Dem Sprecher zufolge laufe aktuell eine DNA-Analyse in Thailand. Diese Ergebnisse müssten noch abgewartet werden, bevor man sich ganz sicher sein könnte, so ein Polizeisprecher.

Die Familie des seit Mitte März vermissten Mannes ist sich offenbar bereits sicher, dass es sich bei der Leiche um Joachim B. handelt. Dem "Weißenburger Tagblatt" gegenüber bedankten sie sich bei allen, die bei der Suche geholfen und einen entsprechenden privaten Vermisstenaufruf geteilt hatten. "Die Solidarität, die wir erlebt haben, war überwältigend und dafür möchten wir uns bei allen bedanken", wird die Familie zitiert.

Joachim B. seit Anfang März in Thailand

B. war am 2. März nach Thailand aufgebrochen, seine Rückreise war für den 21. März geplant. Als er jedoch nicht wieder zurück nach Deutschland kam und man ihn telefonisch nicht erreichen konnte, meldeten seine Angehörigen ihn am 24. März bei der Polizei in Bayern als vermisst. Unter Vermittlung des Bundeskriminalamtes stellte die Polizei Kontakt mit den thailändischen Kollegen her und erfuhr schließlich, dass bereits am 22. März eine männliche Leiche an einem Strand in der Nähe von Phuket gefunden wurde, bei der es sich um den vermissten Deutschen handeln könnte. Aktuell läuft noch eine entsprechende DNA-Analyse mit aus Deutschland gesendetem Vergleichsmaterial des 35-Jährigen.

Die Familie hatte laut "Weißenburger Tagblatt" via Facebook einen eigenen Suchaufruf und Recherchen angestellt. "Wir konnten das nahezu lückenlos dokumentieren, wo er wann auf welcher geführten Wanderung in den Dschungel war, was er mit wem gemacht hat", wird die Familie zitiert. Nach dem 17. März aber habe niemand B. mehr lebend gesehen. Sein Gepäck sei ihm Hotel zurückgeblieben, auf seinem Bankkonto habe es ab diesem Datum keine Bewegung mehr gegeben.

Wurde Joachim B. getötet?

Offenbar gibt es Hinweise auf ein Tötungsdelikt. Per Mail habe eine Zeuge berichtet, am Tag vor B.s Verschwinden ei­nen Streit zwischen dem Deutschen und einem Thailänder mitangehört zu haben. Die Polizei Mittelfranken möchte auf stern-Anfrage keine Angaben zu den Todesumständen der aufgefundenen Leiche machen. Auch das BKA und das Auswärtige Amt, die bei Fällen mit Deutschen im Ausland vermittelnd tätig werden, wollten dies auf stern-Anfrage nicht kommentieren. Sollte sich der Verdacht eines gewaltsamen Todes bestätigen, würden auch in Deutschland Ermittlungen aufgenommen.

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