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Baden-Württemberg: Kindesmissbrauch im Breisgau: Es soll ein zweites Opfer geben

Im Fall eines schwer sexuell missbrauchten Jungen im Breisgau hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen die Mutter und ihren Lebensgefährten erhoben. Dabei kam heraus: Es soll ein weiteres Opfer geben.

Staufen im Breisgau: Ein schwerer Fall von Kindesmissbrauch erschüttert die Kleinstadt

Staufen im Breisgau: Ein schwerer Fall von Kindesmissbrauch erschüttert die Kleinstadt

Getty Images

Im Fall eines schwer sexuell missbrauchten neun Jahre alten Jungen hat die Staatsanwaltschaft Freiburg Anklage gegen die Mutter des Jungen und deren Lebensgefährten erhoben. Der 47 Jahre alten Frau werden insgesamt 50 Taten, dem 39 Jahre alten Lebensgefährten 46 Taten zur Last gelegt, wie die Anklagebehörde am Mittwoch mitteilte. Beide Angeschuldigten sind in dieser Sache in Untersuchungshaft.

Ihnen werden unter anderem schwerer sexueller Missbrauch von Kindern, schwere Vergewaltigung, schwere Zwangsprostitution sowie Verbreitung, Besitz und Erwerb kinderpornografischer Schriften zur Last gelegt.

Beiden wird vorgeworfen, sowohl alleine als auch gemeinsam sexuelle Handlungen an dem Jungen vollzogen zu haben. Der Lebensgefährte der Mutter soll den Jungen mit Wissen der Mutter männlichen Freiern zum sexuellen Missbrauch überlassen haben. Der Lebensgefährte und die Mutter sollen teilweise selbst an den Übergriffen beteiligt gewesen sein. 

+++ Lesen Sie hier die stern-Reportage zum Missbrauchsfall von Staufen: Viele wussten Bescheid – keiner tat etwas +++

Staufen: Es soll ein weiteres Opfer geben

Die Anklage umfasst außerdem vier Fälle des sexuellen Missbrauchs eines dreijährigen Mädchens in den Jahren 2015/2016, an denen beide Angeschuldigte beteiligt gewesen sein sollen. Über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens muss nun die Jugendschutzkammer des Landgerichts Freiburg entscheiden.

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pg / DPA