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Suche nach vermisster Schülerin: Noch immer keine Spur: Wie die Suche nach Rebecca jetzt weitergeht

Die Suche nach Rebecca in einem Waldstück in Brandenburg blieb erfolglos – und wurde schließlich eingestellt. Nun hat ein Großaufgebot der Polizei das Gebiet samt angrenzenden See erneut abgesucht.

Dienstag, 12. Februar: Polizei weitet unter Mithilfe des Technischen Hilfswerks die Suche nach Rebeccas Leichnam auf den See aus, der an das bereits durchsuchte Waldstück grenzt.

Dienstag, 12. Februar: Polizei weitet unter Mithilfe des Technischen Hilfswerks die Suche nach Rebeccas Leichnam auf den See aus, der an das bereits durchsuchte Waldstück grenzt.

Die Anteilnahme am Verschwinden der 15-jährigen Rebecca Reusch aus Berlin ist ungebrochen. Vor allem ihre Eltern wollen endlich Gewissheit, was mit ihrer Tochter geschah. Der Polizei liegen zu dem Fall mittlerweile mehr als 1200 Hinweise aus der Bevölkerung vor – einige davon deuteten bereits letzte Woche auf die Gegend nahe der Autobahn A 12 zwischen Berlin und Frankfurt/Oder hin. Dort war das Auto des bislang verdächtigen Schwagers Florian R. am entscheidenden Tag erfasst worden. Von Donnerstag bis Samstag hatte die Polizei die Suche nach dem Leichnam der 15-Jährigen in einem Waldstück bei Storkow, 50 Kilometer südlich von Berlin, intensiviert. Hundertschaften und Leichenspürhunde durchkämmten das Gebiet – ohne Erfolg. Von Rebecca keine Spur.

Nachdem die Suche daraufhin zunächst eingestellt worden war, gab die Polizei am heutigen Dienstag bekannt: Mordkomission, Kriminaltechniker, Suchhunde und das Technische Hilfswerk sind erneut im Einsatz, um das betreffende Waldstück abzusuchen. Diesmal weiteten sie die Suche mit Booten und Tauchern auf den nahegelegenen Wolziger See aus. Gibt es neue Anhaltspunkte? Eine Polizeisprecherin bestätigte gegenüber stern, dass die Suche dort wieder aufgenommen wurde. Es gebe jedoch keine neuen Indizien, sondern man arbeite lediglich Hinweise der vergangenen Tage weiter ab.

Polizei sucht nach Beweisen gegen Rebeccas Schwager

Doch hängen Rebeccas Verschwinden und die Autofahrt des Schwagers überhaupt zusammen? Kann das vermutlich tote Mädchen in dieser Gegend überhaupt gefunden werden? Rebecca wird seit dem 18. Februar vermisst. Zuvor soll sie im Haus ihrer Schwester und ihres Schwagers Florian R. übernachtet haben. Da die Polizei davon ausgeht, dass sie das Haus nicht verlassen hat, bleibt nur eins: Die 15-Jährige wurde dort getötet und dann fortgebracht. Der Schwager steht nach wie vor unter Verdacht. Ein Überwachungssystem hatte den bordeauxroten Twingo auf zwei verschiedenen Fahrten auf der Autobahn A12 registriert: am Tag des Verschwindens in Richtung Frankfurt/Oder und am Tag danach, den 19. Februar – offenbar auf dem Rückweg.

Auf der Suche nach Rebecca: Polizei durchforstet Wald bei Storkow zum dritten Mal

Was Florian R. mit den Fahrten bezweckt hat, ist bislang unklar. Der Mann schweigt weiter zu seinen Motiven für die Autofahrten, nachdem er sich in seinen vorherigen Aussagen mehrfach in Widersprüche verstrickt hatte. In dem Twingo der Familie hatten Ermittler Spuren von Rebecca und Fasern einer ebenfalls aus dem Haus von Schwester und Schwager verschwundenen Fleecedecke gefunden. Florian R. befindet sich weiter in Untersuchungshaft. Doch Beweise für ein mögliches Tötungsdelikt fehlen der Polizei bislang – insbesondere, weil es keine Leiche der Vermissten gibt.

Vergangenen Mittwoch präsentierte die Polizei den Fall in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" einem Millionenpublikum. Laut den Ermittlern, die die eingegangenen Hinweise nun priorisieren und abarbeiten müssen, wollen Zeugen den Tatverdächtigen Florian R. in dem Waldstück gesehen haben. Es folgte die dreitägige Suche in dem Waldstück bei Storkow, in der Nähe des Örtchens Kummersdorf. Das Ufer des Wolziger Sees grenzt direkt an dieses Gebiet.

Autofahrten wegen Drogendeal?

Das ungeklärte Schicksal der jungen Berlinerin geht vielen Menschen nahe. Ist die Jugendliche womöglich noch am Leben, wenn kein Leichnam gefunden wird? Ist der Schwager doch unschuldig? Rebeccas Vater selbst hatte Spekulationen in diese Richtung losgetreten, indem er der Bild-Zeitung sagte, die Autofahrten seines Schwiegersohns hätten der Abwicklung eines Drogendeals in Polen gedient.