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Strafanzeige: Gott benennt Erzengel Michael als Zeuge

Gott wurde wegen Terrorismus angezeigt. Nun hat sich der Beschuldigte "persönlich" zu Wort gemeldet. In einem Schreiben macht er seine Immunität vor irdischer Gerichtsbarkeit geltend und verweist auf einen wichtigen Aspekt, der angeblich bei der Strafanzeige außer Acht gelassen wurde.

Nach der Strafanzeige gegen Gott im US-Staat Nebraska ist beim zuständigen Bezirksgericht eine Erwiderung eingegangen. Das mit "Gott" unterzeichnete Schreiben sei plötzlich auf seinem Schreibtisch gewesen, sagte der Justizangestellte John Friend vom Bezirksgericht in Omaha.

Kläger in dem eigenwilligen Verfahren ist Senator Ernie Chambers vom Parlament in Nebraska. Er beschuldigt Gott, für terroristische Drohungen verantwortlich zu sein, Angst zu verbreiten und "unter Abermillionen von Erdbewohnern Tod, Zerstörung und Terror" verbreitet zu haben.

Eine einstweilige Verfügung gegen Gott

Gott habe Wirbelstürme, Überschwemmungen und Tornados verursacht, erklärte der bekennende Agnostiker - diese Menschen lassen es im Unterschied zu Atheisten offen, ob es Gott gibt oder nicht. Als Ziel der Klage gab Chambers eine Einstweilige Verfügung gegen Gott an.

In der dem Gericht jetzt vorliegenden Erwiderung wird geltend gemacht, dass der Beklagte Immunität gegenüber der irdischen Gerichtsbarkeit genieße. Auch wird die Zuständigkeit des Bezirksgerichts bestritten.

"Der freie Wille ist mein größtes Geschenk für euch"

Doch wenn man Gott für Unterdrückung und Leid verantwortlich mache, werde ein wichtiger Gesichtspunkt missachtet: "Ich habe Mann und Frau mit freiem Willen geschaffen, und neben dem Versprechen eines unsterblichen Lebens ist der freie Wille mein größtes Geschenk für euch."

In dem Schreiben werde der Erzengel Michael als Zeuge angeführt, erklärte der Justizangestellte Friend. Neben dem Dokument von unbekannter Herkunft wurde die Akte in dem Fall um eine weitere Erwiderung bereichert, die eine Kanzlei in Texas als Absender angibt. Die Gerichtsbarkeit kann nun ihren Gang gehen. Chambers betonte, er nehme die Strafanzeige ernst, wolle damit aber auch die abstrusen Seiten der amerikanischen Justiz sichtbar machen, in der jeder jeden verklagen könne.

AP / AP
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