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Dschihadistengruppe Fast 60 Tote binnen zehn Tagen: Nordsyrien verzeichnet die heftigsten Kämpfe seit Jahren

Ein Soldat der Dschihadistengruppe Hajat Tahrir al-Scham hält ein Gewehr in den Händen
Ein Soldat der Dschihadistengruppe Hajat Tahrir al-Scham. In Nordsyrien sind bei schweren Kämpfen dutzende Menschen getötet worden. (Archivbild aus 2020)
Im Norden Syriens sind bei Kämpfen binnen zehn Tagen fast 60 Menschen getötet worden. Es waren die heftigsten Kämpfe seit Jahren. Die ansässige US-Botschaft ist "alarmiert".

Bei Kämpfen zwischen der Dschihadistengruppe Hajat Tahrir al-Scham (HTS) und pro-türkischen Gruppierungen sind fast 60 Menschen innerhalb von zehn Tagen ums Leben gekommen. Das berichteten die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte und ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag. Es waren die heftigsten Kämpfe seit Jahren.

Die Gruppe HTS, die von dem früheren syrischen Zweig des Terrornetzwerks Al-Kaida angeführt wird, erzielte in den Gebieten unter türkischem Einfluss Geländegewinne. Laut der Beobachtungsstelle, die sich auf ein weitgespanntes Informationsnetz in Syrien stützt, wurden 28 HTS-Kämpfer, 20 Mitglieder pro-türkischer Einheiten sowie zehn Zivilisten getötet. Ihre Angaben können von unabhängiger Seite nicht überprüft werden.

Syrien: Proteste gegen HTS

Die US-Botschaft in Syrien erklärte auf Twitter, sie sei über das Vordringen der "terroristischen" HTS "alarmiert". Die US-Botschaft forderte den sofortigen Rückzug der dschihadistischen Gruppe aus der Region.

Seit der Offensive der HTS haben mehrere hundert Menschen an Protestkundgebungen gegen die Gruppe teilgenommen. Diese kontrolliert die Hälfte der Provinz Idlib, die letzte Bastion der Aufständischen und Dschihadisten in Syrien. Im Krieg in Syrien wurden seit 2011 fast 500.000 Menschen getötet.

nk AFP

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