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Aktueller Stand der Ermittlungen Was wir über die Amokfahrt von Trier wissen und was nicht

In Trier hat am Vormittag eine Trauerzeremonie für die fünf Todesopfer und zahlreichen Verletzen der Amokfahrt stattgefunden. Noch ist die Tat nicht restlos aufgeklärt. Ein Überblick über den Stand der Ermittlungen.

Die Stadt Trier und ihre Einwohner stehen immer noch unter Schock. Auch am Tag nach der Amokfahrt mit fünf Todesopfern und zahlreichen Verletzten fällt es vielen Menschen schwer zu begreifen, was am frühen Nachmittag des Vortages in der Einkaufsstraße der Stadt geschehen ist. Um der Opfer zu gedenken, fand am Donnertagvormittag eine bewegende Trauerfeier vor der Porta Nigra statt, dem Wahrzeichen der Stadt. Hunderte Menschen kamen, um ihr Mitgefühl auszudrücken, und legten Blumen und Kränze nieder oder zündeten Kerzen an.

So kurz nach der Tat sind nicht alle Umstände der Tat bekannt. Vor allem liegt das Motiv des Täters noch im Dunkeln. Er selbst war unmittelbar nach der Tat festgenommen worden. Im Folgenden ein Überblick, über das, was wir wissen, und was nicht.

Die Opfer

Der Täter tötete auf seiner Amokfahrt in einem SUV fünf Menschen. Darunter sind drei Frauen im Alter von 73, 52 und 25 Jahren. Besonders tragisch: Zu den Toten zählen ein 45 Jahre alter Mann aus Trier und seine nur neuneinhalb Wochen alte Tochter. Die Mutter des Babys liegt den Behördenangaben zufolge mit ihrem anderthalb Jahre alten Sohn schwer verletzt im Krankenhaus. Zudem wurden 15 Personen verletzt, vier davon schwer. Rund zwei Dutzend wurden schwer traumatisiert, weil sie unmittelbar Zeugen der Tat geworden sind.

Der Tatablauf

Der erste Notruf ging laut Polizei um 13.47 Uhr ein. Insgesamt dauerte die Amokfahrt über mehrere Straßen vier Minuten, ehe der Tatverdächtige, der Widerstand leistete, festgenommen werden konnte.

Der Täter

Der 51-jährige Deutsche, der in Trier geboren wurde, gibt bislang Rätsel auf. Als er festgenommen wurde, hatte er 1,4 Promille Alkohol im Blut. Er hat keinen festen Wohnsitz und soll laut Staatsanwaltschaft zuletzt in seinem Auto gewohnt haben. Er soll mit hoher Geschwindigkeit "wahllos und gezielt" Passanten an- und überfahren zu haben. Es sei seine Absicht gewesen, "so viele Menschen wie möglich zu töten oder zumindest zu verletzen", hieß es in einer Mitteilung. Der Mann, der offenbar Anzeichen einer psychischen Erkrankung zeigt, ist nicht vorbestraft.

Das Motiv

Hinweise auf ein terroristisches Motiv liegen derzeit nicht vor. In seinen Vernehmungen habe der Mann "wechselnde und in Teilen nicht nachvollziehbare Angaben" gemacht, teilten die Ermittler mit. Daraus ließen sich bisher weder ein nachvollziehbares Motiv für die Tat noch Einzelheiten zum Tathergang herleiten. Die Vernehmung des Mannes werde in den nächsten Tagen fortgesetzt.

Quellen: DPA, Reuters, SWR, "Bild"

tis

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