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Uni Lüneburg baut Libeskind-Entwurf: Luftschloss oder Leuchtturm?

Der Stiftungsrat hat gesprochen: Die Leuphana-Universität Lüneburg wird ihr lange umstrittenes Audimax-Gebäude bauen. Das Prestige-Objekt, das einem Entwurf von Stararchitekt Daniel Libeskind folgt, soll in Eigenregie umgesetzt werden.

Der Stiftungsrat der Universität hat am Dienstag grünes Licht für ein lange Zeit umstrittenes Prestige-Projekt gegeben: Für den Bau eines neuen Hauptgebäudes nach Plänen des amerikanischen Stararchitekten Daniel Libeskindstehen stehen nach Hochschulangaben Mittel in Höhe von 57,7 Millionen Euro zur Verfügung. Dies teilte die Universität am Dienstag mit. Die Finanzierung sei gesichert.

Das Prestige-Objekt stand wegen seiner Größe, der Kosten und der angeblich unsicheren Finanzierung in der Kritik. Auch deswegen verzichtet die Leuphana nun auf einen privaten Partner. Dies sei keine wirtschaftlichere Alternative, hieß es. Stattdessen wolle die den Libeskind-Entwurf in Eigenregie umsetzen.

Daniel gehört zu den erfolgreichsten Architekten dieser Zeit. Zu seinen bekanntesten Werken in Deutschland gehören das Jüdische Museum Berlin und das Felix-Nussbaum-Haus in Osnabrück.

DPA / DPA