Rumänien
Vor einem Jahr aus Museum geklaut: 2500 Jahre alter Goldhelm ist zurück

Der Goldhelm von Cotofenesti
Der Goldhelm von Cotofenesti war seit einem Raub im Januar 2025 verschwunden
© Sem Van Der Wal / DPA

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Nach einem Kunstraub in den Niederlanden Anfang 2025 ist der gestohlene Goldhelm von Cotofenesti wieder zurück in Rumänien – und die mutmaßlichen Täter stehen vor Gericht.

Der spektakuläre Kunstraub begann im vergangenen Jahr in der Nacht zum 25. Januar mit einem lauten Knall: Einbrecher hatten die Tür zum kulturhistorischen Museum in Assen in der niederländischen Provinz Drente gesprengt. Anschließend zertrümmerten sie die Vitrinen mit einem Vorschlaghammer. 

Abgesehen hatten sie es auf Kunstschätze aus der Sonderausstellung „Dakien – das Reich aus Gold und Silber“. Die Objekte waren Leihgaben aus dem Nationalmuseum für Landesgeschichte in Bukarest. Zu ihrer Beute gehörten ein rund 2500 Jahre alter Goldhelm und drei antike Goldarmreifen. Zurück blieb nur ein ausgebranntes Auto in der Nähe des Museums.

In Rumänien löste der Diebstahl großes Entsetzen aus. Der Goldhelm von Cotofenesti aus der Zeit um 450 vor Christus zählt zu den wertvollsten Nationalschätzen Rumäniens aus der dakischen Kultur. Weil er aufgrund seines auffälligen, mit Nieten besetzten Aussehens nicht so ohne Weiteres zu verkaufen ist, vermuteten Ermittler zunächst, die Täter wollten das Gold einschmelzen.

Goldhelm von Cotofenesti bei Raub leicht beschädigt 

Doch Anfang April tauchten die Objekte überraschend wieder auf. Laut Ermittlerin Corien Fahner wurden sie „zurückgegeben“. Der Helm ist leicht beschädigt, kann aber restauriert werden, sagte Museumsdirektor Robert van Langh. Allerdings tauchten von den drei geklauten Armreifen nur zwei wieder auf – einer fehlt bis heute.

Am Dienstag kehrten die Artefakte nach Rumänien zurück. Wie die Nachrichtenagentur Associated Press berichtet, landeten sie am Flughafen Henri Coanda in Bukarest und wurden unter strenger Bewachung ins Nationale Historische Museum gebracht. Dort sind sie nun in einer Vitrine ausgestellt – flankiert von bewaffneten Wachen.

Wegen des Diebstahls stehen derzeit drei Männer vor Gericht. Mit zwei von ihnen (21 und 37 Jahre alt) handelte die Staatsanwaltschaft eine Vereinbarung aus, um die Rückgabe zu erreichen. Für sie fordert sie 44 Monate Haft. Ein 35-Jähriger, der nicht kooperierte, soll für 66 Monate ins Gefängnis.

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