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In Deutschland hat die Bundestagswahl begonnen. Die rund 60,4 Millionen Wahlberechtigten haben bis 18.00 Uhr (MESZ) Zeit, ihre Stimme abzugeben. Mit ersten Prognosen ist kurz nach Schließung der Wahllokale zu rechnen. Das Rennen ist völlig offen. Jüngsten Umfragen zufolge behauptete die SPD mit Kanzlerkandidat Olaf Scholz ihre knappe Führung vor der Union mit CDU-Chef Armin Laschet. Wählerinnen und Wähler in München und Aachen resümieren den zurückliegenden Wahlkampf: "Also es war natürlich kompliziert, die haben es einem schon nicht leicht gemacht. Man hatte so ein bisschen den Eindruck, dass keiner von denen wirklich geeignet ist, nächster Bundeskanzler zu werden. Aber ich habe jetzt einfach mein Kreuz gesetzt, zwei Mal die gleiche Partei. Und ich hoffe einfach mal, dass ich nicht enttäuscht werde." "Dieses Jahr ist total wichtig. Dieses Jahr ist es so wichtig wie... 'noch nie' ist irgendwie doof, aber ich glaube, wenn wir da einfach noch für die nächsten Generationen irgendwie gute Bedingungen schaffen wollen, ist es jetzt oberwichtig." "Also zum Schluss habe ich mir überhaupt nichts mehr angeschaut im Fernsehen, also das ging mir schon ziemlich auf die Nerven, weil irgendjemand erzählt immer irgendetwas. Und es wurde auch viel diskutiert über viele Dinge, die ich hoffe, dass sie sie alle mal einhalten." "Ja, selbstverständlich. Ich glaube, in einer Demokratie ist es grundsätzlich wichtig, ein Wahlrecht auszuüben, weil das die einzige Möglichkeit ist, wenn man nicht sowieso in irgendeiner Weise parteipolitisch tätig wird, sich für eine Partei zu entscheiden und damit für eine entsprechende Richtung." Es wird mit schwierigen Koalitionsverhandlungen gerechnet, diverse Bündnisse sind möglich. Während die Union und die SPD in den Umfragen jeweils bei über 20 Prozent stehen, wird den Grünen 15 bis 17 Prozent der Wählerstimmen vorhergesagt. FDP und AfD liegen zwischen 10 und 13 Prozent, die Linke bei 6 bis 7. Die Wahlbeteiligung lag 2017 bei 76,2 Prozent. Aufgrund der Corona-Pandemie wird bei dieser Wahl mit einer sehr hohen Anzahl an Briefwählern gerechnet. Zudem wählen die Bürgerinnen und Bürger in Berlin und in Mecklenburg-Vorpommern ein neues Abgeordnetenhaus beziehungsweise einen neuen Landtag. In beiden Bundesländern liegt die SPD letzten Umfragen zufolge vorn. In Mecklenburg-Vorpommern kann sich Ministerpräsidentin Manuela Schwesig Hoffnung machen, deutliche Zugewinne einfahren und weiter regieren zu können. Die SPD mit ihrer Spitzenkandidatin Franziska Giffey könnte auch in Berlin stärkste Kraft werden. In der Hauptstadt regiert derzeit ein Bündnis aus SPD, Grünen und Linken. Umfragen zufolge könnte diese Dreierkoalition ihre Arbeit fortführen, es sind aber auch andere Bündnisse möglich. In Berlin findet zudem eine Volksabstimmung über die Enteignung von Wohnungsbeständen großer Immobilienkonzerne statt. Das Ergebnis ist für den Senat allerdings rechtlich nicht bindend.
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Rund 60,4 Millionen Wahlberechtigte haben bis 18 Uhr Zeit, ihre Stimme für den neuen Bundestag abzugeben. Auch in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern finden Wahlen statt.

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