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Video Fünf Festnahmen nach Hausdurchsuchungen in Fußball-Gewalttäter-Szene

STORY: Nach den schweren Ausschreitungen bei einem Auswärtsspiel des 1. FC Köln in Nizza hat die Kölner Polizei am Mittwoch fünf Männer festgenommen. Seit dem Morgen durchsuchten Beamte Wohnungen und Häuser von insgesamt 16 Tatverdächtigen in Köln, Hürth, Pulheim und Bergisch Gladbach. Michael Esser von der Direktion Kriminalität der Polizei Köln: "Bis Ende September hat diese Kommission jetzt 16 Tatverdächtige identifiziert. Drei von ihnen sind als Intensivtäter Gewalt oder Sport auch schon vorher lange Zeit in dem KK 45 in der personenorientierte Bearbeitung gewesen. Alle 16 sind aber in der Verbunddatei, also auch länderübergreifenden Datei Gewalttäter Sport eingetragen. Das bedeutet, sie sind schon mehrfach bei Delikten im Zusammenhang mit Sportdelikten, also hier insbesondere bei Fußballspielen in Erscheinung getreten.” Zudem wurden unter anderem Schlagstöcke sichergestellt und die Handys der Tatverdächtigen beschlagnahmt. Der Kölner Oberstaatsanwalt Ulf Willuhn fand deutliche Worte: “Die Bilder sind ja eigentlich klar genug. Da könnte man sich ja kaum vorstellen, dass wir da nicht Leute identifizieren können, zumal die Szene ja nicht unbeobachtet ist. Genau das haben wir die letzten Wochen getan, um das gerichtsverwertbar zu kriegen und haben es gut geschafft. Was da zu beobachten ist, ist wieder dieselbe sinnentleerte Brutalität, testosterongesteuerter Schwerkrimineller. Ich bin auch nicht mehr gewillt, die Chaoten zu nennen oder Fans oder Anhänger oder Ultra-Fangruppierungen. Die gibt es auch. Es gibt Ultras-Fans, mit denen haben wir es hier nicht zu tun. Es sind Schwerkriminelle." Mit den Durchsuchungen wolletn Polizei und Staatsanwaltschaft ein Signal setzen - zumal am Donnerstag, der 1. FC Köln zuhause gegen Partizan Belgrad spielt. Die Partie gilt als Hochrisikospiel. Der Kölner Polizeipräsident Falk Schnabel stellte während der Pressekonferenz in Köln klar: "Ausschreitungen wie die in Nizza gehören nicht zum Fußball. Und sie sind auch nicht Ausdruck einer Fankultur, auch nicht im Ausland. Es sind schwere Straftaten, für die man auch zu Hause zur Rechenschaft gezogen wird. Die Täter von Nizza haben nicht nur ihren Opfern schwere Schäden zugefügt, sondern auch dem 1.FC Köln und dem Ansehen des Fußballs.” Das Spiel zwischen den Mannschaften aus Köln und Nizza hatte am 8. September in der südfranzösischen Stadt am Mittelmeer stattgefunden.
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Am 8. September hatte der 1. FC Köln in der Conference-League gegen OGC Nizza gespielt. Es kam zu gewaltsamen Ausschreitungen, auch durch aus Deutschland angereiste Personen. Fünfzehn der sechzehn nun Verdächtigen sind laut der Direktion Kriminalität der Polizei Köln der Ultra- und Hooligan-Szene der Rheinmetropole zuzurechnen, namentlich den Gruppen Revolte, Die Wilde Horde, Domstadt Syndikat und der ehemaligen Ultra-Gruppierung Boyz.

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