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"Sandy" und der Kran von New York: Das Symbol einer abgeschlafften Weltmacht

Ein abgeknickter Kran ist das wirkungsmächtigste Symbol für die Verwüstungen, die der Hurrikan "Sandy" in den USA anrichtet. Für Präsident Obama könnte das nichts Gutes bedeuten.

Von Carsten Heidböhmer

Das Vorderteil hängt in 300 Metern Höhe bedrohlich über den Straßen Manhattans: Ein abgeknickter Kran liefert das stärkste Bild zu den Verwüstungen, die der Hurrikan "Sandy" in den USA anrichtet. Wie kein zweites symbolisiert dieses Motiv das Unheil, das über die Stadt hereinbricht - und die Schutzlosigkeit, der die Menschen dort ausgesetzt sind.

Die meisten großen Katastrophen kondensieren irgendwann in einem Bild, das wie ein Brennglas das Geschehen einfängt und verdichtet: Die rauchenden Twin Towers symbolisieren die Verwundbarkeit der Großmacht bei den Anschlägen von 9/11, die schräg im Wasser liegende Costa Concordia steht für die Hybris und den Wahnsinn der Kreuzfahrtindustrie, und kein Bild hat die Grauen des Vietnamkriegs so sehr auf den Punkt gebracht wie die nackte Kim Phuc im Napalmangriff.

Für die Zerstörungskraft "Sandys" steht der New Yorker Kran. Er steht in der 57. Straße, dort wird er für den Bau eines Luxus-Hochhauses mit dem Namen One57 eingesetzt, das einstmals das höchste Wohnhaus Manhattans werden soll. Das Bauprojekt ist selbst für New Yorker Verhältnisse denkbar exklusiv: Bis zu 90 Millionen Dollar sollen die Wohnungen dort kosten. Und gerade in dieser noblen Gegend mussten auf Anordnung von Bürgermeister Michael Bloomberg Häuser evakuiert werden. Zu groß ist das Risiko, dass der Kran kippen könnte.

Diesmal trifft es auch die Reichen

Damit geht die symbolische Bedeutung des verwundeten Lastenträgers tiefer: Er zeigt, das demokratische Potenzial des Hurrikans. Denn in diesem Fall trifft es vor allem die Reichen, und nicht - wie so häufig bei Naturkatastrophen - die Armen, die in Bretterbuden hausen. Ein Aspekt, der sicherlich US-Präsident Obama und seiner Demokratischen Partei in die Hände spielt. Wie überhaupt viel Beobachter davon ausgehen, dass der Amtsinhaber durch den Hurrikan Punkte sammeln wird, weil er sich als guter Krisenmanager profilieren kann.

Doch es könnte auch ganz anders kommen. Sollte sich tatsächlich das Bild des abgeknickten Krans als Symbol tief in das Bewusstsein der Amerikaner eingraben, wird es dem Amtsinhaber anhaften. Denn das Bild erinnert fatal an einen Phallus. Einen abgeschlafften Phallus. Für die Wähler könnte es eine Großmacht symbolisieren, die nicht mehr im Saft steht und nicht genügend Kraft aufbringt, um den Gefahren zu trotzen. Kurz: Der Kran könnte als Symbol für den Niedergang Amerikas in den Obama-Jahren gewertet werden.

Dass die Deutung als Phallus nicht ganz absurd ist, zeigt der neu entstandene Twitteraccount "One57 Crane", der immer wieder lustig gemeinte Beiträge mit sexuellen Anspielungen postet: "Ich hänge immer so runter ... Ladys", heißt es etwa in einem Tweet. Obama sollte alles daran setzen, den Kran schnellstmöglich wieder aufzurichten.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.