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Tragischer Unfall Chinesische Influencerin stürzt aus 50 Meter hohem Kran und stirbt – während sie sich angeblich live filmt

Ein Kran an einer Baustelle
Die junge Frau stürzte aus einem Kran (Symbolbild)
© Sergei Dubrovskii / Getty Images
Xiao Qiumei sang und tanzte in der Führerkabine eines Krans für ihre rund 100.000 Follower in den sozialen Medien – dann stürzte sie in die Tiefe. Die Details des Unfalls bleiben unklar.

Xiao Qiumei war keine der üblichen jungen Frauen, die mit hübschen Bildern und Videos in sozialen Netzwerken wie Instagram oder Tiktok berühmt wurden. Die 23-Jährige war zwar jung, gepflegt und gutaussehend, aber auch Mutter zweier kleiner Kinder und von Beruf Kranführerin. Eine Anpackerin. Gerade deshalb folgten ihr rund 100.000 Menschen, die an Einblicken in ihr Leben interessiert waren. Doch inzwischen ist ihr Account bei TikTok verschwunden – denn Xiao Qiumei starb bei einem tragischen Unglück.

Nach dem Ende ihrer Schicht auf einer Baustelle begann die 23-Jährige den Abstieg aus dem Führerhaus ihres Krans. Augenzeugen mussten mitansehen, wie sie plötzlich fast 50 Meter tief stürzte. Sie habe ihr Handy in der Hand gehalten, berichteten später Zeugen der Zeitung "The Sun". Es gibt widersprüchliche Aussagen dazu, was tatsächlich passierte. Die Familie von Xiao Qiumei pocht darauf, dass die junge Frau nie während ihres Dienstes Fotos gemacht oder gefilmt habe – da sei das Smartphone stets vorschriftsmäßig in ihrer Tasche geblieben. Auch ihre Arbeitgeber bestätigen das und beschreiben die 23-Jährige als sehr pflichtbewusst.

Die Familie bestreitet, dass Xiao sich filmte

Dennoch existiert ein Video, das den Sturz aus der Führerkabine zeigt. Angeblich soll Xiao Qiumei sogar live aus der Kabine gestreamt haben, für die Kamera singend und tanzend, als der Unfall passierte. Da weder der Stream noch ihr Konto aktuell auffindbar sind, lässt sich dies aber nicht nachprüfen. Ein entsprechendes Video, das auch auf der Website der "Sun" zu sehen ist, wirkt zusammengeschnitten. Es zeigt aber immerhin, dass sich Xiao Qiumei durchaus im Kran filmte – wenn auch nach Feierabend.

Das offizielle Geschehen, nach Aussage der Familie, war ebenso tragisch wie simpel: Beim Abstieg aus der Kabine soll die junge Frau von einer Stufe der Leiter gerutscht und deshalb in die Tiefe gestürzt sein. Ihr Handy habe sie dabei nicht in der Hand gehabt – anders als die Augenzeugen aussagen. Wer Recht hat, lässt sich im Nachhinein vermutlich nicht mehr feststellen, und letztlich ist es auch nicht wichtig. Eine junge Frau ist viel zu früh gestorben, zwei kleine Kinder haben ihre Mutter verloren.

Quellen:  "The Sun""Daily Mail"

wt

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