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Interview in der ARD Barack Obama über schwere Momente, Merkel und das Oktoberfest

Barack Obama im ARD-Interview
Barack Obama stellte sich in Berlin den Fragen von Sonia Seymour Mikich (WDR) und Klaus Brinkbäumer ("Der Spiegel")
© Screenshot/ARD
Keine Viertelstunde hat es gedauert, aber es war eines der wenigen Interviews von US-Präsident Barack Obama mit deutschen Medien. Lesen Sie hier seine wichtigsten Aussagen.

Es ist Barack Obamas letzter Besuch in Deutschland. Bei dieser Gelegenheit gab der scheidende US-Präsident der ARD und dem "Spiegel" ein Zwölf-Minuten Interview, das nach der "Tagesschau" ausgestrahlt wurde. In dem Gespräch hat er sich erneut bei Angela Merkel bedankt und ein paar wenige, aber durchaus faire Worte über seinen Nachfolger Donald Trump verloren. Insgesamt wirkte Obama gelöst, präsidial und auch ein wenig selbstkritisch.

Lesen Sie hier Barack Obamas wichtigste Aussagen

  • Obama über Angela Merkel: 

"Sie steht für große Glaubwürdigkeit, und sie ist bereit für Ihre Werte zu kämpfen. Ich bin froh, dass sie da ist und die Deutschen sollten sie wertschätzen. Ich schätze sie jedenfalls  als Partnerin."

  • Obama über Wirtschaft:

"Wenn die globale Wirtschaft nicht auf Menschen reagiert, die sich zurückgelassen fühlen, wenn die Ungleichheit weiter wächst, werden wir erleben, dass sich die Spaltungen in den Industrieländern ausweiten."

  • Obama über schwere Momente:

"Natürlich die Terrorangriffe, aber persönlich war der schwerste Moment der Amoklauf an der Grundschule Sandy Hook. Ich musste dann zwei Tage später den Eltern gegenübertreten, die ihre Kinder verloren hatten. Man kann ihren Schmerz kaum in Worte fassen, und er wird mich immer verfolgen."

  • Obama über seine Erfolge:

​"Mein wichtiges politisches Erbe war es, die Welt vor dem Absturz in eine tiefe Wirtschaftsdepression bewahrt zu haben. Vergessen wir nicht, dass wir bei meinem Amtsantritt in der schlimmsten Krise seit den 30er Jahren steckten. Aber zusammen mit Angela Merkel, den G20 und anderen internationalen Institutionen haben wir die Finanzsysteme und die US-Wirtschaft stabilisiert."

  • Obama über Obamacare:

"Donald Trump sagt, dass er das Gesundheitssystem verbessern kann. Ich glaube: Wenn er die gleiche Anzahl von Menschen Krankenversichern kann - und zwar besser als ich, dann würde ich dies unterstützen."

  • Obama über Deutschland:

"Als Präsident sitzt man ja nur in Hotels und in Konferenzen. Ich freue mich darauf, als Privatmann mit Michelle wiederzukommen und Sightseeing zu machen. Das Oktoberfest habe ich bislang verpasst." (Hinweis: Den letzten Satz hatte Obama vor dem Interview auf einer Pressekonferenz mit Angela Merkel gesagt)

Das Interview mit Barack Obama im Video:

nik/DPA/AFP

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