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Drei Preisträger Entwickler der Kyro-Elektronenmikroskopie erhalten Chemie-Nobelpreis

Die diesjährigen Preisträger des Chemie-Nobelpreises
Die diesjährigen Preisträger des Chemie-Nobelpreises stehen fest: Jacques Dubochet, Joachim Frank und Richard Henderson (v.l.n.r.)
© Claudio Bresciani/DPA
Drei Forscher aus der Schweiz, Großbritannien und den USA erhalten den Chemie-Nobelpreis. Mit der Entwicklung der Kyro-Elektronenmikroskopie haben sie "die Biochemie in eine neue Ära gebracht", heißt es.

Das Karolinska-Institut in Stockholm hat die diesjährigen Preisträger des Chemie-Nobelpreises bekanntgegeben: Jacques Dubochet (Schweiz), der gebürtige Deutsche Joachim Frank (USA) und Richard Henderson (Großbritannien) werden für die Entwicklung der sogenannte Kryo-Elektronenmikroskopie zur hochauflösenden Strukturbestimmung von Biomolekülen in Lösungen ausgezeichnet. Dies teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Mittwoch in Stockholm mit. "Sie vereinfacht und verbessert das Sichtbarmachen von Biomolekülen. Diese Methode hat die Biochemie in eine neue Ära gebracht", hieß es zur Begründung.

Die höchste Auszeichnung für Chemiker ist derzeit mit umgerechnet rund 940.000 Euro (9 Millionen Schwedischen Kronen) dotiert. Die feierliche Übergabe der Auszeichnungen findet traditionsgemäß am 10. Dezember statt, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel.

Nur vier Frauen unter 174 Chemie-Nobelpreisträgern

Seit 1901 wurde der Chemie-Nobelpreis an 174 verschiedene Forscher vergeben. Einer von ihnen, der Brite Frederick Sanger, erhielt ihn sogar zweimal. Unter den Preisträgern waren bislang vier Frauen, etwa Marie Curie 1911, die die radioaktiven Elemente Polonium und Radium entdeckt und ihre Eigenschaften untersucht hatte. Im vergangenen Jahr hatten der Franzose Jean-Pierre Sauvage, der gebürtige Brite James Fraser Stoddart und der Niederländer Bernard Feringa den Chemie-Nobelpreis erhalten. Sie haben aus nur wenigen Molekülen unter anderem eine Art Lift, künstliche Muskeln und ein Mini-Auto hergestellt.

Am 2. Oktober wurden bereits die Preisträger des Medizin-Nobelpreises verkündet, am 3. Oktober die in der Kategorie Physik. Auch die Träger des Literatur- und des Friedensnobelpreises werden noch in dieser Woche bekanntgegeben: am Donnerstag in Stockholm und am Freitag in Oslo. Die Wirtschaft ist am kommenden Montag dran.

fri DPA

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