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Christchurch in Neuseeland: Mindestens 65 Tote nach schwerem Erdbeben

Das Beben passierte in der Mittagszeit, als die Geschäfte und Büros voll waren: In Christchurch, der zweitgrößten Stadt Neuseelands, sind bei einem schweren Erdbeben mindestens 65 Menschen getötet worden. Die Stadt war erst im September 2010 von einem Beben beschädigt worden.

Ein schweres Erdbeben hat in der zweitgrößten neuseeländischen Stadt Christchurch verheerende Schäden angerichtet und 65 Menschenleben gefordert. Diese Zahl nannte Regierungschef John Key im Fernsehen. Hunderte Menschen waren in den Trümmern eingestürzter Gebäude eingeschlossen und riefen um Hilfe. Unter anderem wurden zwei Linienbusse unter einstürzenden Trümmern begraben. Augenzeugen berichteten von Chaos und Panik in der Stadt. Menschen rannten schreiend auf die Straßen. Trümmerteile stürzten zu Boden. Blutüberströmte Menschen liefen orientierungslos herum. Immer wieder behinderten Nachbeben die Rettungsarbeiten.

Das Beben der Stärke 6,3 passierte in der Mittagszeit, als die Geschäfte und Büros voll waren. Die Erde bebte nach Angaben von Augenzeugen mehr als eine Minute lang. Die Notdienste riefen die Menschen zum Blutspenden auf. Christchurch war erst im September vergangenen Jahres von einem Beben der Stärke 7,1 schwer beschädigt worden.

Manche Straßen erinnerten an Kriegsszenen

Unter anderem wurde am Dienstag die Kathedrale schwer beschädigt. Ein Turm stürzte ein. Manche Straßen erinnerten an Kriegsszenen. Autos waren von eingestürzten Betonbrocken platt gedrückt worden. Von einigen mehrstöckigen Gebäude waren nur noch Trümmerhaufen übrig. In anderen Gebäuden waren die Treppenhäuser eingestürzt. Die Menschen warteten in höheren Stockwerken auf Balkonen auf Rettung. Die Feuerwehr war mit riesigen Kränen im Einsatz. In den Wänden von Wohnhäusern klafften metergroße Löcher. Retter halfen verletzten Bewohnern über die Trümmerberge.

Die Rettungsdienste waren völlig überlastet. Augenzeugen berichteten, das viele Verletzte am Straßenrand von Sanitätern versorgt wurden. Verletzte wurden mit Lieferwagen und Kombis in die Krankenhäuser gebracht. Die Rettungsarbeiten wurden durch zahlreiche Nachbeben behindert. Immer wieder mussten die Helfer sich wegen Einsturzgefahr zurückziehen. Strom- und Telefonverbindungen rissen teilweise ab. Zerborstene Rohre überfluteten mehrere Straßen. Zufahrtsstraßen waren durch Trümmer blockiert. Der Flughafen und die Universität wurden geräumt.

Das Epizentrum lag keine 15 Kilometer südlich von Christchurch und ereignete sich nur fünf Kilometer unter der Erdoberfläche. Das Epizentrum des Bebens im September war 30 Kilometer von der Stadt entfernt. Der Erdstoß passierte am frühen Morgen, als noch wenig Menschen in der Stadt unterwegs waren. Ein Mann starb durch eine Herzattacke, die Schäden wurden auf vom Finanzministerium auf vier Milliarden neuseeländische Dollar (2,2 Milliarden Euro) geschätzt.

zen/DPA / DPA
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